Samstag, 23. Dezember 2017

Jahresrückblick 2017

Die bisherigen Jahresrückblicke finden sich hier

2017 ist an sein Ende gelangt und ein Blick zurück ist angebracht.

Die Liste meiner Kurzgeschichten zeigt, es sind drei Geschichten erschienen. Aton, eine Fantasygeschichte, fand dabei auf Lovelybooks wenig Anklang.
Zwei SF Geschichten,  Trumple Lie erschien online und blieb unbeachtet. Galactic Pot Healer, erschien in Das Alien tanzt Kastaschok, blieb ebenfalls ohne Feedback. Das Buch kam generell nicht schlecht an, aber detaillierte Rückmeldungen sind bisher Mangelware und in den Rezensionen wurden jeweils nur die ein oder andere Geschichte erwähnt und gelobt, Galactic Pot Healer gehörte nicht dazu. Das hat mich nicht davon abgehalten, eine weitere Geschichte zu schreiben, die in dieser Bar spielt. Holy Pot wird in der Anthologie Inspiration erscheinen, die bei pmachinery geplant ist. Wann, das ist bei dem Verlag immer das große Ratespiel, also lassen wir uns überraschen.
Für die Ausschreibung Das Alien tanzt Polka ist eine weitere Geschichte im GPH in Arbeit. Ob sie dort erscheint, steht natürlich in den Sternen.


Aber auch wenn die Rückmeldungen der Geschichten des Jahres 2017 wenig erfreulich waren, zeigt sich auch, Geschichten haben kein Verfallsdatum. In Eine Saison der Kurzatmigen schreibt Michael K. Iwoleit: In „Der optimierte Mann“, vielleicht eine der besten Geschichten von Michael Schmidt, der vor allem Stärken im Cyberpunk hat, findet der Autor eine ebenso schauderhafte wie absur­de Variante der nicht neuen Idee, mit Hilfe armer Schluck­er in der Dritten Welt Ersatzorgane für Patienten in rei­chen Ländern zu züchten.
Er schreibt auch: Der Höhepunkt der Anthologie ist wohl Paul Sankers „Vertreibung aus dem Paradies“, eine formal ungewöhnliche, aus wechselnden Perspektiven und mit unterschiedlichen Textformen montierte Geschichte, die zwei scheinbar disparate Motive – die fatalen Folgen der Genmanipulation von Nahrungsmitteln und der Nachweis von Parallelwelten am Large Hadron Collider – auf eine Weise verknüpft, dass sich ein unterschwelliger Kommentar zur Gewinnsucht im Gesundheitswesen ergibt.
Dem kann ich nur zustimmen, aus diesem Grund hatte ich, wenn auch erfolglos, die Geschichte für den KLP nominiert gehabt. Aber dort wurden andere Geschichten nominiert, dabei sind durchaus diskussionswürdige Ergebnisse enthalten. Beim DSFP wurde Tubes Inc. nominiert, der Einschätzung konnte ich mich auch nicht anschließen.

Zwielicht war 2017 mit drei Büchern vertreten. Zwielicht 10 ist ein schönes Jubiläum und das Buch kam bisher auch sehr gut an. Auch Zwielicht Classic 12 bekam sehr viele positive Rückmeldungen. Lovelybooks Leserunden zeigten dabei, es gibt doch viele Kurzgeschichtenliebhaber, die Anthologien mögen und sich auch auf die ganz unterschiedlichen Inhalte und Stile einlassen. Mit  Zwielicht Single 1 wurde auch erstmal für eine begrenzte Zeit ein Sonderband herausgebracht.
Auch auf der Preisfront gab es bemerkenswertes. Das Titelbild zu Zwielicht 8 erreichte einen respektablen 3. Platz beim Vincent Preis 2016. Thuban aus Zwielicht Classic 10 wurde doch sehr überraschend für den KLP nominiert. 
Man darf gespannt sein, was das Literaturpreisjahr 2018 bereit hält. Wie immer werden die Ergebnisse kontrovers diskutiert, immerhin ein Zeichen, dass die deutsche Phantastikszene noch lebt.

Der letzte Turm vor dem Niemandsland war der dritte Band aus der Reihe Fantasyguide präsentiert und der letzte, der bei pmachinery  erschien. Kommende Bände werden in Eigenregie herausgegeben und starten mit Vol.1, um den Neuanfang herauszustellen.

Schön war auch 2017 wieder der Bucon und ehrlich, ich habe es nicht vermisst, dass der DPP abgewandert ist. Es war wie immer ein sehr unterhaltsames Phantastiktreffen und ich freue mich, 2018 wieder nach Dreieich, aber auch nach einjähriger Pause nach Marburg zu pilgern.

Für 2018 nehme ich mir ansonsten nichts vor, ich finde, so ist es am schönsten, ein neues Jahr zu begehen. Sich treiben zu lassen, ist entspannend und führt auch zu einem Ziel, wenn man dieses auch nie so genau vorhersehen kann.
So verbleibe ich und wünsche ein schönes Jahr 2018. Mögen eure Wünsche in Erfüllung gehen.


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