Dienstag, 6. November 2012

Simon Clark - Die Lichter der Koboldstadt

Simon Clark, geboren am 20.4.58 in England ist Autor einer Vielzahl an Romanen (»Nail By The Hear«, »Blood Crazy«, »Vamphyrrhic«) und Kurzgeschichten. In Deutschland sind bisher einzig Kurzgeschichten in diversen Anthologien erschienen. Der vorliegende Band, erschienen bei Eloy Edictions ist somit die erste deutsche Einzelveröffentlichung und enthält drei Geschichten, von denen die Titelgeschichte mit dem Britisch Fantasy Award ausgezeichnet wurde.

Der Band wird mit zahlreichen bunten Illustrationen von Coverzeichner David Magitis geschmückt und macht das Buch zu einem regelrechten Kleinod.

Festa Verlag - Horror TB: die ersten 16 Bände

Der Festa Verlag ist vor allem bekannt durch die Reihe „Necroscope“ des Autoren Brian Lumley und diversen Büchern aus dem Lovecraftuniversum. Wir wollen allerdings die Reihe Horror-TB betrachten. Diese folgt auf die Reihe „Edition Metzgerstein“, eine Reihe, die zuerst in Frank Festas Eigenverlag, dann im Blitzverlag erschien, wo Festa als Herausgeber fungierte. Wieder im eigenen Verlag erschien „Edition Metzgerstein“ im Hardcoverformat und wurde zugunsten der preisgünstigen Reihe „Horror-TB“ gestrichen. In der vorliegenden Reihe erscheint eine Mischung aus Deutschen Erstveröffentlichungen, Taschenbuchausgaben der „Edition Metzgerstein“ sowie Neuauflagen aus Büchern der Achtzigern, die bei Goldmann und anderen erschienen sind. Betrachten wir die einzelnen Bände.

Auftakt macht der englische Bestsellerautor Graham Masterton mit seinem Roman „Der Ausgestoßene“. Granitehead stand Ende des 17. Jahrhunderts mit im Brennpunkt der berüchtigten Hexenprozesse von Salem und so verwundert es nicht, dass Hexen im Mittelpunkt der Geschichte stehen. John Trenton trauert um seine verstorbene Frau und so entwickelt sich eine zwar vorhehrsehbare, aber nichtsdestotrotz spannende Horrorgeschichte, die Hexenprozesse und mexikanische Mythen verknüpft.

Zweiter Roman ist „Nightlife“ von Brian Hodge und bietet einen Roman, der Kinoatmosphäre ins Wohnzimmer bringt. Die Drogenbosse von Miami bringen aus dem südamerikanischen Dschungel eine neue Droge mit: Skullflush. Doch die Droge wirkt anders, als sich das der Dealer Mendoza vorgestellt hat. Der erste Konsument flippt aus und tötet in einer Disco Menschen auf grausame Weise. Justin Gray, Ex-Gelegenheitsdealer und nach Miami gekommen um ein neues Leben zu beginnen, findet sich fortan auf einem üblen Trip: Skullflush veränderte seine Wahrnehmung und brachte zusätzlich die Drogendealer auf seine Versen. Als dann ein Yanomamo-Krieger aus dem Dschungel Venezuelas auftaucht und Jagd auf Skullflush macht, geraten die Geschehnisse außer Kontrolle. Ein wirklich bemerkenswerter Roman und ein Muss für alle Fans von spannender Horrorliteratur.

Der dritte Band von Sean Castello, die erste Veröffentlichung des Autors in Deutschland, bietet einen ruhigen Gegensatz. „Der Cartoonist“ erzählt von einem Zeichner und bietet den sanften Horror, den man wohl am besten als Psycho-Thriller bezeichnen würde.

Band 6 spielt in den Wirren des amerikanischen Bürgerkriegs und verbindet Sklaverei, Voodoo und die Auftritte realer Personen wie Abraham Lincoln zu einem denkwürdigen Roman, der wohl einer der Höhepunkt der Reihe bietet. „Dunkle Engel“ von S.P.Somtow- u-.a. Autor der Serie Star Trek – erschien ursprünglich als Hardcover in der „Edition Metzgerstein“ und bietet alles, was ein guter Horrorroman bieten sollte: Schillernde Figuren, grausame Bilder und dunkle Mythen.

Wer Werwölfe liebt, ist mit „Der Mr. Hyde Effekt“ und „Das Mr. Hyde-Erbe“ sehr gut bedient. „Der Mr. Hyde Effekt“ erschien ebenfalls erstmals als Hardcover und verbindet indianischen Glauben und Wissenschaft zu einem recht deftigen Roman, der gerade in der zweiten Hälfte nichts für zarte Gemüter ist.

Als zehnter Band tritt erneut Graham Masterton auf. Ebenfalls eine Neuauflage der „Edition Metzgerstein“ spielt die Geschichte an der Küste einer englischen Insel und konzentriert sich auf ein Haus: Fortyfoot Haus. Wer sich an einem solchen Szenario, das ja oft im Genre geboten wird, stört, findet eine spannende Geschichte, die nicht sonderlich innovativ ist, aber genau das richtige, um für eine Weile dem grauen Alltag zu entfliehen.

Als Band 14 erschien die Neuauflage von F.Paul Wilsons „Das Kastell“, ein in einem rumänischen Kastell spielenden Vampirroman, der Ende des zweiten Weltkrieges spielt. Der Roman spaltet sich in zwei Teile: Eine spannende Horrorgeschichte, die zu Ende sehr ins fantasymäßige abdriftet und so den eigentlich guten Gesamteindruck trübt. Trotzdem lesenswert, freue ich mich schon auf weitere Romane des Autoren, als Band 16 erschien zuletzt der erste Handyman Jack Roman „Die Gruft“.

Fazit: Die Horror-TB Reihe bietet spannende Lektüre, gerade für Hollywoodfans eine mehr als geeignete Alternative zum Kino. Inhaltlich abwechslungsreich kommt wohl kaum ein Fan gepflegter Horrorliteratur um diese Reihe rum. Ich kann sie nur empfehlen.

Horror TB Allgemeine Reihe

1501: Graham Masterton - Der Ausgestoßene
1502: Brian Hodge - Nightlife
1503: Sean Costello – Der Cartoonist
1504: Richard Laymon - Parasit
1505: Brian Lumley – Sie lauern in der Tiefe
1506: S.P. Somtow – Dunkle Engel
1507: Frank Festa (Hg.) - Necrophobia
1508: Steve Vance – Der Mr. Hyde-Effekt
1509: Steve Vance – Das Mr. Hyde-Erbe
1510: Graham Masterton - Die Opferung
1511: Jeffrey Thomas – Monstro City
1512: Dan Simmons - Lovedeath
1513: Brian Hodge – Rune
1514: F.Paul Wilson – Das Kastell
1515: Brian Hodge – Stadt der Toten
1516: F. Paul Wilson – Die Gruft

Montag, 29. Oktober 2012

Heavy Metal boomt!

Kein Rap, kein Reggae, kein Trance, nein, es ist der Heavy Metal, der boomt, wie hier nachzulesen ist.

Sonntag, 28. Oktober 2012

John Shirley: »In der Hölle«



Die Edition Phantasia (EP) gilt als Edelverlag in der Kleinverlagsszene und bringt exklusive Ausgaben als Hardcover heraus. Autoren wie Ray Bradbury, Piers Anthony oder Clive Barker werden teilweise als Neuausgabe, teilweise als Erstveröffentlichung angeboten. In der Phantasia Paperback sind Erstausgaben wie »Endstation Lousiana« von Lucius Shepard und K.W: Jeters »Dr.Adder «, aber auch Neuausgaben wie Ursula K. Le Guins »Die Enteigneten«, Clive Barkers »Hellraiser« oder »Song Of Kali« von Dan Simmons vertreten.
Mit Reihennummer 3008 (Horror) erschien 2007 das Paperback »In der Hölle« von John Shirley, dem Gegenstand dieser Besprechung.

Samstag, 27. Oktober 2012

Rückmeldung zu Zwielicht Classic 1

Es gab eine Rückmeldung zu Zwielicht Classic 1 im Horror-Forum.

Fazit:
Klasse Zusammenstellung an Kurzgeschichten. Wurde schon oft erwähnt und ich kann es bestätigen, hier findet jeder etwas nach seinem Geschmack.
Mein absolutes Highlight: "Die fehlende Stunde", Sci-Fi, verworrene Beziehungen, ein wenig Mord und Totschlag, ein wenig Kafka, ein wenig U-Bahn und ein begehbares Fragezeichen......super Idee.
Ich freue mich auf diese Reihe und bei einem Preis von knapp 2 € (ist ja schon fast unverschämt billig ) muss man einfach zuschlagen !


Also Zuschlagen bis Dienstag. Dann endet der Vorzugspreis.

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Tour de Kiss

Für meinen Köpeniker Freund eine kleine Exkursion durch die Geschichte von Kiss. Für mich fing es mit I Love It Loud an, die Zeit, als Der ErnstFall dem Rock verfiel. Die Zeiten von I Was Made For Loving You lassen wir da mal schnell unter den Tisch fallen, das ist Disco Sound.

Die Nachfolgeplatte von Creatures Of The Night war Lick it Up (hier der Titelsong). Die erste Platte ohne Maskerade. In den Neunzigern kam dann der Hit God Gave Rock`N`Roll To You.

Dabei fingend Kiss in den Siebzigern so an. 100000 Years (1975) und Deuce (1974) zeigt puren Rock samt typischer Show.
Schon moderner und poppiger ist Christine Sixteen, während God Of Thunder brachial daher kommt oder eine Mischung aus beidem wie in Love Gun. Aber es gab auch die Ballade Beth.

Zwischendurch gab es von der Band vier Soloalben, bekanntestes Lied ist Ace Frehleys New York Groove.

Die Disco war wieder da. Und Kiss besann sich neu mit Musik from the Elder. So klangen sie nie wieder.
Schließen wir wieder mit den Achtzigern ab. Heavens On Fire.

Und natürlich ist das nur ein kleiner Ausschnitt der Tour de Kiss.


Das Siegerbild der Ausschreibung "Geister, Monster, Spukgestalten"

Lothar Bauer, genialer Coverkünstler von Zwielicht Classic, gewann den 2012er Grafikwettbewerb des Magazins XUN: Sieger KGW 12

Wem das Bild bekannt vorkommt, schaut einfach mal nach Zwielicht Classic 2.

Dienstag, 23. Oktober 2012

Montag, 22. Oktober 2012

Zwischentief

Die Abstiegsgefahr ist gebannt. Das kann man beim HSV nach dem Dreierpack an Neuverpflichtungen und den zuletzt gezeigten Leistungen sicher sagen. 10. Platz, 10 Punkte, 9:11 Tore. Aber der Sprung nach oben ist nicht geglückt. Mit einem Sieg gegen Stuttgart wäre Platz 4 drin gewesen, doch stattdessen verlor man verdient 0:1 zu Hause.

Der VFB Stuttgart war stark, das muss man ganz offen sagen. Aber das alleine erklärt die Niederlage nicht. Auch die vermutete Lähmung auf Grund des Sprungs nach oben wohl eher nicht.

Meine Analyse sieht anders aus. DER HSV machte den Fehler, den er die letzten Jahre (wenn nicht Jahrzehnte) schon machte. Manchmal fehlt der Mut. Zwei Spieler waren angeschlagen, beide spielten. Badelj zeigte, warum Trainer Fink ungern auf ihn verzichtete, in Ansätzen. Immer anspielbereit, laufstark und präsent. Kurz vor der Pause holte er den Hammer raus und die Latte verhinderte den Ausgleich. Schade! Aber man sah auch Schwächen, die mit Sicherheit auch an der fehlenden Fitness lagen. Vielleicht hätte man Jiracek, der Linksaußen wenig brauchbares bot, in der Halbzeit nach Innen beordern und dem Kroaten eine Pause gönnen sollen.

Dienstag, 16. Oktober 2012

Linke Socke!

Ja, Bundestrainer Löw entschuldigt sich ob seiner sprachlichen Entgleisung. Im Prinzip hatte er den Linksverteidiger Schmelzer die Reife für die Nationalmannschaft abgesprochen. Damit hat er ja Recht. Es stimmt auch, dass sich dort bisher kein Spitzenkönner hervorgetan hat.
Dabei ist Schmelzer generell ein guter Spieler, der immer kämpft, aber halt auf allerhöchstem Niveau im Vergleich zu Spielführer Lahm abfällt.

Natürlich kann man sagen, Löw hätte sich erst gar nicht im Ton vergreifen müssen. Ich finde aber, einen Fehler machen kann jeder, aber wer hat genug Courage, diesen auch einzugestehen und nicht zu relativieren. Finde ich gut!

Terry Moran - Der Mörder saß im ersten Rang (Bastei Kriminal-Roman 608)

  Mord im Theater. Gerade als Terry Moran, June Garland, Reporter Tim Kelling und seine Frau Anette eine Bühnenstücks schauen, passiert ein ...