Das gedruckte Buch ist tot?

Es heißt ja immer, das gedruckte Buch ist tot. Doch so richtig tot scheint es nicht zu sein. 
Ich vergleiche mal zwei Bücher, die als ebook herausgekommen sind.

Zwielicht III ist ein tolles Buch. Neben spannenden Geschichten finden sich auch sehr interessante Artikel. Björn Ian Craig bespricht einen meiner Lieblingsautoren: Karl E. Wagner. Gegenstand sind nicht seine Kane Geschichten sondern seine auf deutsch erschienen Horrorstories. Eine seiner berühmtesten heißt Stöcke. Die Originalillustration der Geschichte findet sich im Artikel. Auch das Titelbild von Björn ist einmalig gut.
Alles in allem sollte man meinen, für die Leserschaft ein gefundenes Fressen. Doch der Ansturm bleibt bisher aus. Zwielicht III ist weiterhin auf der Suche nach Lesern.

Zwielicht Classic I ist neben der ersten Ausgabe Zwielicht das erfolgreichste ebook aus der Zwielicht Reihe. Aber obwohl der Band neu war, reichte er nicht an den Erfolg von Zwielicht heran. Natürlich könnte es sein, das eine Rolle spielt, dass die enthaltenen Geschichten schon erschienen sind.
Zwielicht Classic II wurde für den Vincent Preis nominiert, da sollte man glauben, das Interesse in der Leserschaft ist schon vorhanden. Aber weit gefehlt. Ausgabe 2 und auch die folgenden verkauften sich schlechter als der Auftaktband.
Jetzt ist aber aktuell Zwielicht Classic I als gedrucktes Buch erschienen. Interessierte können es am kommenden Sonntag auf dem Marburg Con bewundern. Seit der Ankündigung des gedruckten Buches wird aber auch die ebook Variante wieder stark nachgefragt. Rang ca. 6000 ist der beste seit 7. November letzten Jahres.

Die ebook Entwicklung steckt mit Sicherheit erst in ihren Anfängen. Doch nach meiner Einschätzung ist der Wunsch nach gedruckten Büchern noch immer riesengroß und ich glaube kaum, dass sich das ändert. Unnötig zu erwähnen, dass die ebook Verkäufe der Zwielicht Reihe weit hinter denen der beiden gedruckten Varianten zurückbleibt.
Es lebe das gedruckte Buch.

Kommentare

  1. eBooks werden in Zukunft vermutlich einen deutlich größeren Anteil am Buchmarkt haben, weil die Kids heute mit iFon, iPad und was weiß ich noch alles aufwachsen. Da werden elektronische Medien zur Selbstverständlichkeit.
    Die Zielgruppe für Zwielicht ist eine andere. Da wird das Printbuch noch eine Weile das bevorzugte Lesemedium bleiben, denke ich, aber es wandelt sich auch da.

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  2. Ich bin da nicht so überzeugt von. Wenn sich das ebook durchsetzt, wird sich vielleicht auch der Inhalt ändern. Ein Freund von mir liest z.B. auf dem Smartphone. Da bevorzugt er Kurzgeschichten für zwischendurch.
    Es wird auf jeden Fall spannend sein, wie sich das alles entwickelt.

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