Sonntag, 9. Januar 2011

Generalprobe gelungen

Die Generalprobe des HSV ist gelungen, so zumindest auf der Seiten des HSV nachzulesen. Drei Tore van the Man, ein bärenstarker Änis Ben-Hatira, der eigentlich schon auf dem Abstellgleis stand und über starke Leistungen in der Regionalliga eine zweite Chance bekam.
Was will man mehr?

Der HSV war leider schon allzu oft Vorbereitungsmeister, somit sagt das überhaupt nichts aus. Eigentlich rein gar nichts. Doch sehen wir uns mal die Pros und Kontras an.
Kontra:
Ein bärenstarker Ben-Hatira wird wohl wieder der konservativen Lösung Trochowski weichen. Sicherheit geht vor Spielfreude, ein Umstand, der in der Hinrunde regelmäßig vorkam. Es wurde mal was riskiert (Son, Besic, Choupo-Moting), um kuzr danach wieder zurückzurudern und auf etablierte und erfahrene Kräfte zu setzen. Leider mal hüh, mal hott, keine klare Linie erkennbar.
Wer daran Schuld trägt, lässt sich leider von Außen schlecht beurteilen, schätze aber mal, da wird ordentlich auf den Trainer eingewirkt.

Zwei Tore innerhalb von zwei Minuten. Wurde Kacar als Innenverteidiger erst gelobt, scheint das Experiment doch nicht so gut gelaufen zu sein. Leider habe ich nichts gesehen und kann mir kein Urteil erlauben. Aber weder wurde Besic getestet (Innen oder Außen) noch Demel weiter in der Innenverteidigung eingespielt.
Es sieht wohl so aus, das Mathijsen gegen Schalke aufläuft, sollte er fit genug sein, auflaufen zu können. Leider hat man in der Vergangenheit gesehen, was es bringt, lange Verletzte Spieler frühzeitig ins kalte Wasser zu werfen. Hoffentlich läuft es diesmal besser.
Die Defensive ist aber immer noch die Problemzone.

Die Verletzungserie bleibt dem HSV treu. Mit Guerro gab es wieder einen Verletzten. Mal sehen, wie lange er ausfällt.

Rechts ist offensiv der Pitroipa in der Form seines Lebens, die rechte Verteidigerposition findet aber wohl immer noch nicht statt. Hoffen wir, dass Demel seine alte Form zurück erlangt. Stark genug wäre der.

Pro:
Mit Offensivfreude und einem 4:2 Erfolgserlebnis gegen Ajax Amsterdam, das kann sich sehen lassen und gibt vielleicht den nötigen Schwung, erfolgreich in die Rückrunde zu starten.

Aogo ist zurück und wenn ich den Spieler ob seiner übersichtlichen defensiven Qualitäten immer kritisch gesehen hatte, der hat eine Riesensprung gemacht, seit er mit der Nationalelf zur WM durfte. Hoffen wir, dass die Vertragsverlängerung leistungssteigernd wirkt.

Schon vor der Saison sprach der zu Unrecht unter Feuer stehende Sportchef Reinhardt von einer schweren Vorrunde. Nachdem der Auftakt dann schon fast golden war, vergass wohl jeder seine warnende Worte. Da aber mit der miesen Vorrunde zu rechnen war, sollte die Rückrunde furios werden. Glauben wir einfach dran. Ich sag mal, der Reinhardt weiß wovon er spricht.

Die linke Seite ist zurück. Nicht nur Aogo, auch Jansen kämpft sich langsam wieder ran und auch Eliah scheint sein größtes Tief überwunden zu haben, schließlich zeigten zwei Tore zum Jahresende schon die aufsteigende Form.

Fazit:
Möglich ist alles. Das Potential der Mannschaft ist vorhanden, wenn die Defensive auch dünn besetzt ist. Wenn das Team den Ernst der Lage erkannt hat und entsprechend Gas gibt, ist eine Aufholjagd möglich.
Schon Samstag auf Schlacke schlägt die Stunde der Wahrheit. Da kann die Mannschaft zeigen, was in ihr steckt.
Ich gebe keine Prognose ab, nur die Hoffnung, dass endlich ein Befreiungsschlag stattfindet.
Also fahrt hin und haut die Königsblauen weg. Der Rest kommt dann schon von allein.

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