Rund 60 Geschichten!

Ja, so groß war die Ausbeute der Ausschreibung Zwielicht 11. Vielleicht waren es auch ein paar Geschichten mehr, ich habe es nur grob überschlagen. Rund 60 Geschichten sind auf jeden Fall eine Menge, es sind genug. Da waren die verschiedensten Beiträge dabei, wenn auch einige recht ähnlich gestrickt waren. Am Ende sind auch eine Handvoll für Zwielicht 11 hängen geblieben und es wird ein paar neue Autoren bei Zwielicht geben, das steht fest. Aber viele Stories fanden keine Gnade in den Augen der beiden Redakteure. 

Eine Ablehnung durch Zwielicht heißt jetzt erstmal nicht viel. Wie jedes Herausgeberteam, haben auch wir einen bestimmten Geschmack, dazu die Anforderungen des Genres, und beides zusammen sorgt dafür, dass der Daumen nach unten geht. Manchmal trifft man den Ton des Genres nicht oder schreibt direkt eine Geschichte, die eher Fantasy ist oder besser zu einem Frauenmagazin passt.
Zwielicht hat konkrete Vorstellungen und bietet dementsprechend dem geneigten Leser eine ganz spezielle Lektüre, auch wenn diese im Generellen eine große Bandbreite abdeckt, alles bietet Zwielicht nicht und so braucht sich niemand zu Grämen, wenn es dann nicht gepasst hat.
Wir sind kein Magazin das es allen Recht machen will.


Bei einigen Geschichten hatte man auch den Eindruck, sie waren schnell geschrieben und nicht gereift bzw. da hätte ein kritischer Blick von Außen geholfen und eine Überarbeitung vielleicht einer Absage entgegengewirkt.
Manche AutorInnen sind vielleicht auch noch nicht soweit und müssen noch an ihren Fertigkeiten arbeiten. 

Aufgefallen ist jedoch, inhaltlich beschreiten der Großteil der eingereichten Texte eher konventionelle Wege, sprachlich ebenso. Natürlich ist es schwierig, den Spagat zwischen Konventionellen und Experimentellen zu schaffen. Zu abgedreht, zu ungewöhnlich ist auch nicht der Wahre Jakob. Da soll der Schuster lieber bei seinen Leisten bleiben. Aber generell ist ein wenig Mut wünschenswert.

Als Herausgeber ist eine Ausschreibung eine schwierige Sache. Unter dem ganzen Berg an Manuskripten muss man mühsam das Passende rausfischen. Wenn man bedenkt, dass richtig "erfolgreiche Ausschreibungen" mehrere hundert Texteinreichungen erhalten, möchten wir damit nicht tauschen. Es ist schon mühselig und nicht immer dankbar.

Trotzdem möchten wir uns bei allen EinsenderInnen bedanken. Uns ein Manuskript zum Abdruck anzubieten, ist ein großes Vertrauen und auch wenn es weiter oben im Text ein wenig ungnädig wirkt, freuen wir uns über die geballte Kraft der Kreativität, die über uns hereingebrochen ist.

Zwielicht ist ein regelmäßig erscheinendes Magazin, 1-2mal im Jahr, und so kann natürlich jeder immer mal wieder einen Text einreichen und wir hoffen, dass hier und da mal wieder eine Perle entdeckt wird, die ihren Eingang in Zwielicht finden wird. Wer ernsthaftes Interesse hat, dem seien auch die Lektüre der bisherigen Zwielicht Bände ans Herz gelegen, da kann man sich ein gutes Bild machen, was wir von einer Geschichte erwarten, die für die Reihe in Frage kommt.

Für alle, für die es diesmal nicht gereicht hat: Nicht verzagen!
Schreibt weiter und wenn ihr von eurem Manuskript überzeugt seid, versucht es einfach bei anderen Herausgebern, denen liegt euer Text vielleicht mehr.

Und noch ein letzter Punkt in eigener Sache. Wann genau Zwielicht 11 erscheint, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Internes Ziel war das Ende des Jahres, aber es wird zumindest schwierig, den Termin zu schaffen. Wir halten euch auf dem Laufenden.

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