34 Punkte!

35 Punkte (bei 25:50 Toren)  hatte der HSV am Ende der letzten Saison.
Jetzt sind es ebenfalls 34 Punkte bei 34:38 Toren und das am 28. Spieltag. Und es sind 7 Punkte Abstand zum Relegationsplatz. Natürlich ist der Klassenerhalt noch nicht in trockenen Tüchern. Aber es sieht sehr gut aus und ein Sieg aus den verbleibenden sechs Spielen sollte reichen.
Mit Nicolai Müller hat der HSV auch mal wieder sowas wie einen Torjäger. Mit 8 Toren steht er auf Platz 16 der Torjägerliste.


Man sieht der HSV hat Luft nach oben. 38 Gegentore sind nicht wenig, aber 34 Tore doch schon recht überschaubar. Auch 12 Niederlagen sind alles andere als eine gute Leistung.
Aber mal ehrlich. Wenn ich all die Scheinheiligen höre, die den HSV nach der Leistung in Hannover versuchen in den Senkel zu stellen, dann quillt mir bald die Galle über.

Wenn der HSV gut spielt und verliert wird er kritisiert, gewinnt er wie in Hannover mit 3:0, heißt es, die Leistung war aber echt mies. Ja, man kann alles kritisieren und es scheint der Zeitgeist zu sein, dem keine Kritik zu fragwürdig ist, das sieht man in den Medien allgegenwärtig.

Aber unter dem Strich ist der HSV ein überschuldeter Verein, der jahrelange Misswirtschaft hinter sich hat, die in zweimaliger Relegation mit knappen Ausgang zugunsten Klassenerhalt geführt hat.

Freuen wir uns, dass es diese Saison aussieht, als würde es gut ausgehen. Die Überschuldung ist natürlich auch in Zukunft ein Problem.

Bei der Leistung der Mannschaft dagegen ist es schwieriger, eine Einschätzung vorzunehmen. Der HSV hat aktuell eine schlagkräftige Mannschaft, die durchaus in der oberen Tabellenhälfte mithalten könnte wenn sie statt weit unter ihren Verhältnissen mal knapp über ihren Verhältnissen spielen würde. Ob sie dazu in der Lage ist, das ist die spannende Frage, die zu beantworten wäre. Gerade jetzt, wo der Klassenerhalt gesichert scheint, sollte man erwarten, dass der Rucksack an negativer Energie abfällt und die Mannschaft eine Leistungssteigerung abliefert. Vielleicht erst dann, wenn der Klassenerhalt endgültig gesichert ist (nach einem Sieg gegen Darmstadt?). Vielleicht aber auch gar nicht und es wird den hunderttausendsten Umbruch geben.

Egal wie die Saison zu Ende geht. Die Vergangenheit hat gezeigt, der HSV braucht weder große Umbrüche noch teure Einkäufe. Gefragt ist Kontinuität, das Aufbauen eines Mannschaftsgefüges, die Heranführung der jungen Talente mit der Zeit sowie Ruhe im Umfeld. Dann wird nächstes Jahr auch wieder besser Fußball gespielt.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Zwielicht – Das deutsche Horrormagazin

Zwielicht 20