Catriona Ward - Das letzte Haus in der Needless Street
Inhalt: Dies ist die Geschichte von Ted, der mit seiner Tochter Lauren und der Katze Olivia in einem gewöhnlichen Haus am Ende einer gewöhnlichen Straße lebt.
Lulu, die kleine Schwester von Dee, ist vor Jahren auf mysteriöse Weise verschwunden. Man glaubt, dass sie ermordet wurde.
Als Hauptverdächtiger galt damals der Einzelgänger Ted – ein eigenartiger Mann, der an einer Entwicklungsstörung leidet. Die Anschuldigung eines solch abscheulichen Verbrechens haben sich zudem äußerst nachteilig auf sein Leben ausgewirkt.
Dee ist inzwischen erwachsen, aber immer noch fest entschlossen herauszufinden, was Lulu angetan wurde. Deshalb mietet sie ein Haus in der Needless Street und beobachtet das merkwürdige Treiben des Mannes aus der Sicherheit ihres neuen Zuhauses.
Als eine Nachbarin verschwindet und sich weitere seltsame Dinge ereignen, fällt der Verdacht erneut auf Ted … Kann Dee das Monster endlich demaskieren?
The Last House on Needless Street gewann den August Derleth Award, genau wie Rawblood und Little Eve, die ich beide großartig fand.
Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive erzählt. Dabei wechseln sich die Perspektiven ab. Die Katze Olivia, das Mädchen Lauren, der Mann Ted und die Frau Dee. Es geht um Missbrauch und Anschuldigen, Verdächtigungen, die ein Leben zerstören können, wenn sie wahr sind. Die aber auch für Gerechtigkeit sorgen können, wenn sie aufgedeckt werden.
Die Geschichte, die insgesamt doch sehr breit gewalzt daher kommt, legt in den vielen Kapiteln unzählige Fährten, von denen sich manche als wahr, andere als falsch erweisen. Das macht die Autorin sehr geschickt und wie ich finde, ist auch die Auflösung gelungen, wenn der Spannungsbogen am Ende auch nicht sonderlich perfekt gelungen ist.
Das klingt jetzt gut und rein objektiv betrachtet kann man an dem Roman nichts aussetzen. Hat mir trotzdem nicht gefallen und ich musste mich zumindest durch die erste Hälfte quälen. Vielleicht sind es die unterschiedlichen Perspektiven, die mir im vorliegenden Falle nicht gemundet haben. Mir persönlich fehlt es auch an Spannung, da es eher ein Psychokammerspiel ist. Das werden andere gerade gelungen finden.
Auch wenn Das letzte Haus in der Needless Street und ich keine Freunde werden, Sundial lese ich definitiv noch.

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