T. Kingfisher - Was die Nacht verschweigt (Cross Cult)

 


Was die Nacht verschweigt ist die abgeschlossene Fortsetzung von Was die Toten bewegt.

Klappentext: Alex Easton kehrt in einem neuen unheimlichen Abenteuer zurück. Alex Easton möchte der guten Miss Potter, einer Freundin, einen Gefallen tun und reist nach Gallazien. Dort findet Alex ihr Haus allerdings leer vor und der Hausmeister ist tot und über allem hängt eine unheimliche Stille. Die Einheimischen wollen nicht darüber sprechen, was passiert ist. Und keiner von ihnen will einen Fuß auf das Gelände setzen. Die Dorfbewohner flüstern etwas von einer unheimlichen Kreatur aus dem gallazischen Volksglauben. Easton weiß, dass nicht allzu viel Wert auf den Aberglauben der Einheimischen gelegt werden sollte, aber als beängstigende Visionen für schlaflose Nächte sorgen und sich die seltsamen Ereignisse häufen, bleibt keine Wahl, als sich dem dunklen Schatten zu stellen, der über dem Haus hängt …

So sieht das Buch unter dem Umschlag aus:


Die Innenseiten sind schön gemacht:


Das Deckblatt:


Das Buch hat 192 Seiten, immer wieder sind grafische Trennseiten eingefügt, die Bilder zeigen und die Geschichte grafisch untermalen. Der Roman gewann den Locus Award 2025 als Beste Novelle. Dem Lob kann ich mich nicht anschließen. Ein im Märchentantenstil erzählte Geschichte, die sich bis kurz vor Schluss zeitlässt und in der einfach nichts passiert. Das Ende ist dann furios und hat einen ordentlichen Horroreffekt über einen Dämon, der sich auf die Befallen hockt und ihnen den Atem raubt. 

Die Geschichte ist zwar nicht lang, hat aber sehr viele Längen und walzt in epischer Breite das Leben in Gallazien (ein unbekanntes Land im Osten) breit. Das liest sich zwar gefällig, aber bleibt doch sehr inhaltsleer und uninteressant. Ein aufgeblasener Aufguss, sollte ein weiterer das Licht der Welt erblicken, ich werde einen großen Bogen drum machen. Was die Toten bewegt hat mir dagegen gut gefallen. 

Die beiden Romane haben außer die drei Hauptprotagonisten Alex Easton, Agnus und Miss Potter inhaltlich nichts miteinander gemein und können getrennt voneinander gelesen werden, ähnlich wie zwei James Bond Filme.

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