Mittwoch, 16. Oktober 2019

Kabinett der Leidenschaften

1950 erschien ein Horrormagazin mit dem Titel Kabinett der Leidenschaften. Allerdings brachte es die Reihe nur auf zwei Bände wie man hier nachlesen kann.

Band 1 habe ich gelesen und fasse mal zusammen was der Band bietet:


M. de Mon - Daisy und der Medizinmann
Daisy und der Medizinmann ist eine spannende Werwesen Geschichte, spielt in England und Afrika und ist ein spannendes Abenteuergarn. Über den Autor M. de Mon findet man allerdings nichts.

Anthony Berwick - Ehrenstein, der Vampir
Diese Geschichte dagegen sehr angestaubt und insgesamt doch inhaltlich sehr bieder.

Dem Link folgen und selbst lesen. Es lohnt sich

Frank Kenney - Panik in der Stierkampfarena
Mit Panik in der Stierkampfarena von Frank Kenney ein Auszug aus einem Roman um den gleichnamigen Helden, das ist eine reine Abenteuergeschichte ohne phantastisches Element, dies aber spannend erzählt. Info zur Serie gibt es hier.

Otto Mielke - Schrecken um Mitternacht
Otto Mielke war wohl vor allem für seine maritimen Geschichten bekannt. Schrecken um Mitternacht erzählt eine recht gewöhnliche Story über einen Laster, der an einer Bahnschranke mit einem Zug Bekanntschaft macht und atmet die Atmosphäre dieser Zeit.

Peter Worm - La Chana irrt sich nie
La Chana irrt nicht von Peter Worm ist eine Hellsehergeschichte, so marktschreierisch sowas auf dem Jahrmarkt ist, so marktschreierisch ist sie geschrieben, und Charme hat sie in all ihrer Naivität.

E. Clipper - Die Revanche des Tom Barclay
Die Geschichte bewegt sich zwischen Geistergeschichte und Kameradenstreich und nimmt ein böses Ende.

*** - Der merkwürdige Fall von Kay Oberon
Waren bis hierhin alle Geschichten durch eine s/w Illu eröffnet, gilt das mit Der merkwürdige Fall von Kay Oberon von *** nicht. Keine Autorenangabe bzw. drei Sterne, das hat ja auch mal was. Die Geschichte handelt von Hypnose und einem millionenschweren Erbe, das alles ist sehr spannend und weiß zu gefallen, gehört zu den besseren Geschichten des Bandes.

Lucienne Pagel - Ich fand Simone
Ich fand Simone handelt von einer Prostituierten und was den Damen so passieren kann. Ist sozusagen die fünfziger Jahresversion von Extrem Horror und gefällt, auch wenn man wie in den meisten Geschichten des Bandes ahnt wie es ausgeht.

Henry H. Hill - Die letzte Nacht
Die letzte Nacht von Henry H. Hill hat dagegen überraschende Wendungen zu bieten. Die Geschichte ist eher im Agentenmilieu angesiedelt, also ein reiner Krimi, die hohe Politik mischt auch mit und das ganze wird ordentlich zu einer sehr interessanten Geschichte umgerührt.

Georg Büing - Das Gericht der Glocken
Das Gericht der Glocken von Georg Büing spielt mit den Erwartungen der Leser und ist wie alle unheimlichen Geschichten im Band, mal von der ersten abgesehen, eher ein Krimi mit einem unheimlichen bzw. übersinnlichen Anstrich versehen.

Fazit:
Die versammelten Geschichten sind keine große Literatur und insgesamt ist es auch eher gruseliger Krimi mit ein paar Geschichten, die gar nicht gruselig sind, besticht aber durch thematische Abwechslung und für seine Zeit doch einem recht interessanten Konzept.

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