Mittwoch, 30. Oktober 2019

Karl Langhoff - Der Gruß aus dem Jenseits (Bastei Kriminal-Roman 178)


Über den Autor Karl Langhoff konnte ich nichts finden. Sein erster Roman in der Reihe Bastei Kriminal-Roman war Band 141 Banditen im Schacht. Sein  zweiter Roman war Band 150 Gift aus Teufelshand. Der vorliegende Band 178 Der Gruß aus dem Jenseits war der dritte und letzte Roman unter dem Autorennamen.
Im Gegensatz zu den bisherigen Romanen, die ich in der Reihe Bastei Kriminal-Roman gelesen haben, spielt dieser in Deutschland (Düsseldorf) und handelt von einem Banküberfall auf die Rheinische Bank. Inspektor Brock trifft dabei auf einen Gegenspieler, den er eindeutig als tot wähnt.



Ein interessanter Roman. Die Bankräuber arbeitet mit einem Insider, der natürlich auch Chef der Bande ist. Dazu kommt ein Hypnotiseur, der Tote zum Leben erwecken kann, was am Ende auch auf wissenschaftlicher Basis erläutert wird.
Kahleys, zu Beginn noch Streifenbeamter, wird im Laufe des Falles zur Kripo befördert, entkommt knapp mit dem Leben, nachdem der Hypnotiseur ihn an die Gleise gekettet hat, und wird am Ende von seinem Partner, Inspektor Brock, gerettet.
Kahleys ist auch für den schwülstigen Teil des Romanes zuständig. Er lernt beim Blumenkauf seine spätere Frau Edith kennen, die natürlich sehnlichst auf die Begegnung gewartet hat und ihn noch während des Romans ehelicht. Als sie später ihren Gatten vermisst und mit Inspektor Brock einen Polizisten in dem Cafe vermutet, in dem sie sich befindet, schickt sie den Ober zu diesem, damit er sie an ihren Tisch bittet und berichtet, das ihr Mann überfällig ist und so kommt Brock erst auf die Spur um seinen Partner zu retten.
Der Roman besticht einerseits durch die Brutalität der Verbrecher, hat aber gerade am Ende viel Pathos, das man meinen könnte, der Roman wäre aus der Vorkriegszeit, ist aber aus dem Jahr 1958, parallel war gerade Jerry Cotton Band 2 erschienen.
Hier und da gibt es schöne Bezüge zur Zeitgeschichte, man spricht von West- und Ostzone, der Pfennig war noch was wert und generell ist die typische deutsche Steifigkeit dieser Zeit allgegenwärtig. Und Telefon hieß damals noch Fernsprecher, die Polizei führte einen Funkstreifwagen und die Polizisten nannte man auch in den Romanen noch Wachtmeister.

Ein interessantes Zeitdokument, das man gut lesen kann. Parallel zum Roman erschien übrigens der zweite Roman der eigenständigen Jerry Cotton Serie.

Meine Kurzrezensionen

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