Der HSV spektakelt

 


Der HSV hat am Samstagabend, Sonnabend wie die Nordlichter sagen, am 20. Spieltag den 2. Platz in der Tabelle der 2. Liga verteidigt. Wichtig, weil man gegen den Tabellendritten spielte. Die tabellarische Situation bleibt trotzdem herausfordernd. 

Mit 41 Punkten ist man vor Heidenheim mit 37 Punkten Zweiter. Es folgen Paderborn (35 Punkte) sowie der Aufsteiger Kaiserslautern, der aktuell auf 35 Punkte kommt, heute aber noch spielt.

Der HSV hat aus der letzten Saison gelernt. Statt immer wieder Unentschieden zu spielen, gibt es ein Alles-oder-nichts Szenario. 13 Siege, 2 Unentschieden und 5 Niederlagen bei 38:24 Toren.

Gestern in Heidenheim gelang das zweite Unentschieden und es war eine Art Siegunentschieden. Nach desaströser 1. Halbzeit lag man klar mit 0:3 hinten und dass man nicht noch mehr Tore fing, lag einzig am Heidenheimer Chancenwucher.

Der Dopingprozess und die Unfallfahrt waren Nebengeräusche, ebenso wie die üblichen Vereinstreitereien, doch scheinbar hatte die Mannschaft das dieses Mal nicht weggesteckt. Eine Woche lang lobte man sich für einen Auswärtssieg in Rostock und entsprechend pomadig und lauffaul präsentierte sich die Truppe. Heidenheim brannte und stellte den HSV vor arge Probleme im Spielaufbau. Fast hätte man das gekontert, Glatzels Pfostenschuss geriet aber zum Weckruf für die Heimmannschaft. Die Viererkette war rostig und verlor die Kontrolle, das defensive Mittelfeld glänzte durch Abwesenheit und so bekam man schnell drei Gegentore. Vorne spielte man keinen Pass an den Mann und lag verdient zur Pause hinten. Es kamen Benez und Kittel für Dompe und Montero, letzterer hatte ein gebrauchtes Debüt erlebt. Der HSV mit Dreierkette, doch die Nervosität blieb und die Fehlpässe häuften sich. Als dann irgendwie kein Gegentor mehr gefangen wurde, wechselte der Trainer Kattenbach und Nemeth ein, was erst mal für den kompletten Verlust der Ordnung sorgte, ab der 72. Minute dann aber für die Wende sorgte. Nemeth gelang auf Flanke von Benez der Anschlusstreffer, Glatzel feuerte mit einem Fernschuss die Hoffnung an und Jattas wuchtiger Linksschuss sorgte für den nicht mehr erwarteten Ausgleich.

Hinten hatte man ein wenig Glück. vorne sorgten alle Einwechselspieler für den Punktgewinn, der zwar insgesamt ein wenig glücklich war, aber nach dieser Aufholjagd verdient erscheint.

Warum alle Abwehrspieler des HSV schwammen? Es war nicht allein Montero, der kaum einen Zweikampf gewann. Auch hatte Schonlau ungewohnt rechts in der Innenverteidigung gespielt und zeigte eine schwache Leistung. Heyer sah auch oft schlecht aus und Meffert, der in der Woche Knieprobleme hatte, war wohl nicht fit für ein so inttensives Spiel und als der ging, wurde es besser. 

Sehr gut gefallen hat mir Kattenbach, der war einfach mutig und stark am Ball. Außerdem hatten Kittel und Benez Schwung reingebracht und das Nemeth schon zum zweiten Mal hintereinander einnetzte, scheint kein Zufall zu sein.

Der HSV muss jetzt sehen, das sich die Konzentration auf und nicht abseits des Platzes zeigt. Aber mit dieser Leistungssteigerung bin ich guter Dinge, dass die Mannschaft den Warnschuss verstanden hat und mit seriösen Leistungen den Aufstieg endlich schafft.

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