Dienstag, 4. Oktober 2011

Beim HSV geht es aufwärts

Gut, nach Punkten sieht es eher schlecht aus. Immer noch. Heimspiel gegen Schalke, 1:2 verloren, Tabellenplatz 18 zurück erobert. Die Fakten sprechen dagegen. Aber nur die Fakten.

Fakten sagen aber nichts über den Gemütszustand einer Mannschaft und auch nicht über die Leistungsfähigkeit. Zwar steigt man ohne Punkte ab, aber immerhin sind noch viele Spiele in der Saison und die kommenden Gegner nicht das Kaliber von Schalke 04.

Das Spiel begann gut. Beide Mannschaften zeigten sich stark. Der HSV war viel präsenter als in der Vergangenheit. Zweikampfstark mit der entsprechenden Härte, keine Zeichen vom Mädchenfußball zu Beginn der Saison.

Das Problem liegt eindeutig in der Defensive. Petric und Guerro begannen unisono schwach, da können sich zwei wohl nicht riechen. Doch beide steigerten sich im Laufe der Partie, wenn der Peruaner auch Standschwierigkeiten hatte.

Die beste Chance hatte Petric, der nach einem „Durchlassen“ von Guerro statt am Torwart vorbeizuziehen, ebenselben anschoss. Ein guter Auftakt.

Auf der anderen Seite hatte Schalke mehr Glück. Töre lässt Höger flanken und der ewig lange Ball köpft Huntelaar ins lange Eck. Der Holländer zeigt, was ein starker Sturm ausmacht.

Der HSV nur kurz verunsichert. Dann spielte er weiter mutig nach vorne. Und so kam es wie es kommen musste. Pass Lam auf Petric, der zieht aus achtzehn Meter ab und dank Fährmann geht der Ball ins Tor. Der unbestritten verdiente Ausgleich.

In der Folgezeit hat Guerro die Konterchance, verstolpert aber. Der HSV ist das überlegene Team. Auch in der zweiten Halbzeit immer präsent, immer nach vorne, ohne die Defensive zu vernachlässigen. Ein starkes Spiel.

Stärkster Mann der Hamburger war Rajkovic, sowas wie der Chef auf dem Platz. Auffällig auch Töre, der Mann für die genialen Momente. Töre ist für mich aber kein Spieler für die Außenbahn sondern der Mann hinter den Spitzen. Gut gefallen haben mir auch Aogo und Rincon, eigentlich war es aber eine sehr gute Mannschaftsleistung.

Aber es endete bitter. Flanke Fuchs auf den kurzen Pfosten, wieder Hunterlaar und Schalke siegt in Hamburg. Der HSV hätte für seine Leistung mehr verdient gehabt. Aber Schalke war stark und ein Gegner, der vielleicht im Moment noch nicht zu knacken ist. Dafür fehlt auch das nötige Quäntchen Glück und die Durchschlagskraft im Sturm.

Aber die gezeigte Leistung war beeindruckend. Der HSV war auf Augenhöhe, hätte einen Sieg verdient gehabt und unterlag auf hohem Niveau. Es gab Chancen, hinten wurde nicht viel zugelassen und die Mannschaft gab nie auf.

Die nächsten Spiele werden auf dem Papier leichter und jetzt gilt es, das Versprechen aus dem Schalke Spiel einzulösen. Mit der Leistung gewinnt man in Freiburg, gegen Nürnberg oder Kaiserslautern. Und die müssen in der momentanen prekären Lage der Maßstab sein. Ich bin nach Sonntag auf jeden Fall optimistisch und glaube, der HSV schafft die Wende zum Besseren.

Auch wenn es noch ein ganz schwieriges Stück Arbeit wird.


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