Sonntag, 30. August 2020

John D. Carrigan - Keine Party ohne Mord


 Staffelübergabe. Auf das 63. und letzte Major Axel Larsson Abenteuer folgt der erste Cliff Corner Roman und in der Vorschau spricht man die Leser direkt an. Und während Corner noch Eingeweihten ein Begriff ist, darf das bei Larsson bezweifelt werden. Völlig zu Unrecht wie der vorliegende Roman zeigt.

In Nizza treiben amerikanische Gangster ihr Unwesen und so schickt Interpol seinen besten Mann, der als reicher Lebemann mit chinesischem Diener ermittelt und am Ende die entscheidende Party selbst gibt. Ultraspannend und unterhaltsam.



John D. Carrigan ist der Verfasser der Major Larsson Abenteuer, einem Mann von Interpol, der in ICH-Form das Verbrechen bekämpft, mal in London, mal in Paris, wahrscheinlich auch ganz woanders.
Erstes Abenteuer dürfte  Bastei Kriminal-Roman 331 Bis zum Jenseits und zurück sein, es ist zumindest der erste Roman unter dem Autorennamen. Der 63. Roman des Autors in der Reihe war Bastei Kriminal-Roman 605 Keine Party ohne Mord.
Hinter John D. Carrigan verbirgt sich der Autor Horst Friedrich List. Die Romane sind in der ICH-Form geschrieben. Vorliegender Roman ist Abenteuer Nummer 4 mit Larsson. Aber es kommen ja noch ein paar.

Drei Romane habe ich bisher gelesen gehabt:

Freitag, 28. August 2020

Hans E. Ködelpeter - Warum mußte Springfield sterben? (Jerry Cotton 579)

 

Warum mußte Springfiled sterben? erschien als Band 579 der Jerry Cotton Reihe. In der 3. Auflage erschien er als Band 680.

In der Cotton Classic Serie erschien er ein viertes Mal als Band 469.

Als Autor zeichnete sich Hans E. Ködelpeter verantwortlich.

Rex Yale - Geier der Unterwelt (Bastei Kriminal-Roman 329)

 

Rex Yale ist ein Verlagspseudonym. Dahinter stecken die Autoren Erwin Banzhaf und Oscar Herbert Breucker. Wer von beiden den Roman geschrieben hat ist unbekannt. Geier der Unterwelt ist der einzige Roman im Bastei Kriminal-Romanhttp://romanhefte-info.de/d_weitere_basteikriminalroman_0300.html und das ist gut so.

Dan Cillingh - Butler Parker contra Mord-AG (Bastei Kriminal-Roman 328)


Butler Parker contra Mord-AG kostet 60 Pfennig, Sonderpreis Berlin lag bei 30 Pfennig und wer ihn in Italien erworb musste 120 Lire investieren.
In der Neuauflage erschien der Roman als Band 40:

Donnerstag, 27. August 2020

Delfried Kaufmann - Ich faßte den Eisenbahnmörder (Jerry Cotton 8)

 Als Jerry Cotton Band 8 erschien Ich faßte den Eisenbahnmörder von Delfried Kaufmann:


1958 erschien der Roman als Leihbuch:

Crime Cologne Award 2020

 


Die Longlist des Crime Cologne Award 2020 ist verfügbar. Interessant ist das mit Qube ein Science Fiction Roman auf der Liste vertreten ist, der mit persönlich nicht gefallen hat.

Ansonsten habe ich noch keines der Bücher gelesen. Zwei Romane spielen in den 20er Jahren, einer in der Naziszeit und einer handelt von der DDR und einer handelt von Neonazis, die allerdings die Opferrolle einnehmen. Turmschatten klingt interessantRotlicht Frankfurt  klingt auch nicht schlecht, aber halt auch nach einem recht bekannten Schema. Ebenfalls recht spannend klingt Selim ÖzdoganDer die Träume hört.

Mittwoch, 26. August 2020

Günstige Versionen teurer Kleinstauflagen

Das schwärzeste Buch von Michael Siefener erschien ursprünglich als teurer Privatdruck bei Robert Bloch, ist mittlerweile ab günstig als E-Book erhältlich.

Ein Einzelfall? Mitnichten...

Totenmeer war ein ebenso exklusives Taschenbuch, es folgte später ein teures E-Book bevor der Roman als günstiger Heftroman das Licht der Welt erblickte. Oder Ein wahrhaft seltener Privatdruck mutierte zu Melusine. Für günstige Kleinstauflagen ist der neue Gespenster-Krimi zumindest teilweise eine richtige Fundgrube.


Montag, 24. August 2020

Bob Morgan 3 - Auf blonde Puppen schießt man nicht

 

Schön und reich, das ist die Welt der Illusion. Die Küste Floridas, das Eldorado der Faulenzer, Glücksritter und der Reichen. Paul Henderson, das Wasserskiwunder, sieht die Ehe wie eine Lebensversicherung, je später man eintritt, desto teurer wird sie, zumindest für das naive Wesen, das auf ihn herein fällt, denn er als Frauenschwarm ist auf der Suche nach einer guten Partie und beim Kaugummi-Millionär Horace Watson fündig geworden und er hat dessen Tochter Daisy solange becirct, bis sie ihren Vater rumbekommen hat und er der Eheschließung zugestimmt hat.

Drei Engel für Charly hat gezeigt, im die Gleichberechtigung ist im Krimigenre lange schon angekommen. Im vorliegenden Falle sind es wenig damenhafte Gestalten, welche die Verlobungsparty sprengen und das Boot, wo diese stattfindet überfallen. Reiche Beute, einer der Gäste rastet allerdings aus und wird erschossen.

Privatdetektiv Bob Morgan, mit seinem Kumpel John Belmont, Captain der Mordkommission Brooklyn, machen gerade genau dort Urlaub. Morgan wird von Horace Watson gebeten, den Fall zu übernehmen, aber erst ein Drohanruf überzeugt ihn davon, es auch zu machen.

Ein heiterer Krimi, in dem wirklich die meisten Täterinnen sind, nur der wasserskifahrende Gigolo, der auf den Erpresserzug aufspringt, ist männlich, aber am Ende genauso erfolglos.

Interessant auch, man kann anhand eines Haars feststellen, das der Träger eine 23-25 jährige Frau ist.

Die Krimiserie Bob Morgan im Verlag Schaper Romane wird auf das 1965-1966 datiert, aber wie man im Link nachlesen kann, sprechen die Titelbilder dagegen. Der Baron kostete wie der vorliegende Roman 90 Pfennig und erschien 1972. Das scheint als Erscheinungsdatum recht realistisch.

Die Bände 25-49 scheinen nicht erschienen zu sein.

Nachdrucke von Bob Morgan gibt es in der Reihe Mephisto.

Der Verlag Schaper Romane hat noch diverse Liebesromane, Western (Arizona WildwestromanRoter Wildwestroman), Rätselhefte und den Kriminalroman für Kenner im Angebot.


Meine Kurzrezensionen


Susanne Wiemer - Der Mann, der einen Mord vergaß (Jerry Cotton 1156)

 


Laut Zauberspiegel ist Der Mann, der einen Mord vergaß von Susanne Wiemer, die mit Band 623 ihr Jerry Cotton Debüt gab und für die Serie bis Band 1709 schrieb.
Der Roman erschien als Band 1156, in der 3. Auflage als Band 1086.

Delfried Kaufmann - Ich stürmte das graue Haus (Jerry Cotton 6)

 Als Jerry Cotton Band 6 erschien Ich stürmte das graue Haus von Delfried Kaufmann:


Samstag, 22. August 2020

Frank Boston - Der Satan schoß mit Todes-Strahlen (Bastei Kriminal-Roman 614)

 

"Frieden durch Verständigung", rief der Präsident der Vereinigten Staaten. "Das ist das Motto dieser Weltausstellung 1964 in New York". Und für viele Polizeibeamte eine stressige Phase. 2000 Polizeibeamte sind seit Wochen im Einsatz.

Jerry Cotton 863 - Ich zerschlug den Gangster-Terror

 


Als Band 863 der 1. Auflage erschien Ich zerschlug den Gangster-Terror. Kostete der Roman in der 1.Auflage noch 1 DM. waren es in der 2. Auflage 1,40 DM. In der 3. Auflage kostete er 1,90DM/DDR 5,70M und erschien als Band 791. Band 797 war übrigens der letzte Roman mit der Auszeichnung für die Ost-Mark, 786 der erste. Die ostdeutsche Mark ist lange Geschichte, aber Jerry Cotton erscheint immer noch. Der Autor ist laut Zauberspiegel unbekannt. Schade.
Schönes Feature in der 3. Auflage: Mittlerweile wird die Heftnummer der 1. und 2. Auflage genannt.

Der Roman beginnt wie ein Western. Ein Mädchen wird missbraucht und der gläubige Vater des Mädchen macht sich mit der Schrotflinte auf den Weg und erschießt den Mann. Der hat Bilder und Dokumente des Gangsterchefs Jack Bonetti bei sich und das FBI vermutet, es handelt sich um einen Killer. Cotton nimmt die Ermittlungen auf und stößt schnell auf den nächsten Killer, der wiederum wird erschossen und Cotton streckt den Täter mit einer Kugel nieder.
Da hat Cotton in ein richtiges Wespennest gestochen. Drei Gangsterbanden, die Krieg miteinander führen. Es geht um Gebietsabtretungen und Falschgeld. Die Verbrecher sind dreist genug, mit den Blüten die Kaution für ihre festgenommenen Männer zu bezahlen.

Bei einer Entführung wendet Cotton die neuste FBI Masche an. Er isoliert den Entführer und dieser hat weder Telefon, noch Sprachkontakt und kein Wasser und Licht. Natürlich ist die Taktik erfolgreich, auch auf Grund der toughen Schwester, die dem Gangster völlig überlegen ist.

Der Roman trieft stellenweise vor Sarkasmus, die Ermittlungen sind eher Nebensache und auch ein wenig belanglos. Kein Höhepunkt der Cotton-Serie, aber lesbar.

Freitag, 21. August 2020

John D. Carrigan - Sie stoppten ihn im Westend-Park (Bastei Kriminal-Roman 569)

 

Zum 53-mal ermittelt Major Dr. Axel Larrson in Sie stoppten ihn im Westend-Park. Der Roman spielt in London und Chefinspektor Gordon und Larsson ermitteln in einem Überfall, bei dem achthundert Britische Pfund erbeutet wurden. Das wäre aber noch kein Grund für Interpol sich einzuschalten. Es ging aber auch eine Kiste mit Bleiplatten verloren, in der sich Röhrchen mit dem Strahlentod befanden. 

Die Zeit eilt und dieses Mal wollen sie nicht nur die Verbrecher fangen sondern auch vor ihrer unfreiwilligen Beute schützen und so ermitteln sie im Umfeld des erschossenen Fahrers und kommen schnell auf die richtige Spur. Doch die Beute ist nicht unfreiwillig, sondern ein Spion hat den Diebstahl angezettelt und will die brisante Fracht außer Land verkaufen.

Es sind zwar alle Ingredienzien für ein spannendes Larrson Abenteuer enthalten, aber insgesamt ist der Roman ein müder Abklatsch vergangener Geschichten und kann leider nicht überzeugen. 

John D. Carrigan ist der Verfasser der Major Larsson Abenteuer, einem Mann von Interpol, der in ICH-Form das Verbrechen bekämpft, mal in London, mal in Paris, wahrscheinlich auch ganz woanders.
Erstes Abenteuer dürfte  Bastei Kriminal-Roman 331 Bis zum Jenseits und zurück sein, es ist zumindest der erste Roman unter dem Autorennamen. Der 63. Roman des Autors in der Reihe war Bastei Kriminal-Roman 605 Keine Party ohne Mord.
Hinter John D. Carrigan verbirgt sich der Autor Horst Friedrich List. Die Romane sind in der ICH-Form geschrieben. Vorliegender Roman ist Abenteuer Nummer 4 mit Larsson. Aber es kommen ja noch ein paar.

Drei Romane habe ich bisher gelesen gehabt:

Donnerstag, 20. August 2020

Scheinbar

Ein Haufen Geschichten haben sich im Laufe der Zeit angesammelt. Geschichten  verschiedenster Genres, verschiedenster Art. Zeit genug, die Geschichten Stück für Stück zu präsentieren:

Scheinbar (aus Neues aus Anderswelt 37 und Teutonic Horror)

Gestern war wieder einer dieser Tage. Einer dieser überflüssi-gen Tage, die einem jeglichen Optimismus rauben und die Stimmung vermiesen.
Es hatte, wie sollte es anders sein, mit Ärger auf der Arbeit begonnen. Und das an einem Freitag. An einem Freitag sollte man sich normalerweise beschwingt fühlen, da das Wochen-ende und die damit verbundene Freizeit greifbar nahe sind. 
Von wegen!
Mein Chef schien seinen letzten Lehrgang zu ernst genommen zu haben. Wie sonst kam er auf die Idee, mir eines dieser Mitarbeiterprofile überzustülpen und mich bezüglich meiner weiteren beruflichen Entwicklung zu nerven? Da stand ich. Einerseits musste ich den Karrierehengst mimen, andererseits durfte er sich von meinen erfundenen Zielen nicht bedroht fühlen. Dieser schmale Grat hatte mir leider keinen Halt gegeben. Musste er das Mitarbeitergespräch auch ausgerechnet am Tag nach unserem Skatabend führen?
Ich war geistig alles andere als auf der Höhe und verstrickte mich in allerlei Widersprüche. Um es kurz zu machen: Er war danach richtiggehend sauer und kündigte mir für die Zukunft eine härtere Gangart an.
Ich nahm es locker. Wozu gibt es Arbeitsverträge, in unserem schönen Staat ist der Arbeitnehmer eine der bestgeschützten Spezies. Seinen Schlusssatz mit dem Hinweis auf in Zukunft ausgesetzte Gehaltserhöhungen und stärkere Kontrolle meiner Arbeit nahm ich weniger locker auf. 
Das konnte ja heiter werden.
Kurze Zeit später rief mich mein Lieblingskunde an und teilte mir seinen Unmut mit. Der Unmut sorgte für Überstunden, der gemütliche Freitagabend rückte in weite Ferne. Auf der Heim-fahrt bewies der Deutsche zu allem Überfluss seine mangelnde Fähigkeit beim Führen eines Automobils, so verbrachte ich die frühen Abendstunden im unfallverursachten Stau. 
Na danke!
Das wäre alles halb so schlimm gewesen, da mein Kater-bekämpfungstraining in greifbarer Nähe rückte, doch hatte meine Freundin meine Abneigung gegen kulturelle Veran-staltungen unterschätzt und uns zwei Karten für das abendli-che Theaterprogramm besorgt. Ich liebe meine Freundin und brachte dieses Opfer. 
Ich hätte es besser nicht getan.
Meine schlechte Laune ließ sich einfach nicht mehr verbergen. Ein Wort gab das andere. Haben Sie schon mal mit einer hysterischen Frau gestritten? Unversehens sah ich mich vor meiner Wohnung abgesetzt, während sie immer noch fluchend das Weite suchte.
Jetzt stehe ich hier und kann nur hoffen, dass der neue Tag besser wird. Mein in blauen Ziffern leuchtender Radiowecker zeigt halb zwei in der Nacht, der Kühlschrank demonstriert ganz ungeniert den Mangel an alkoholischen Getränken. Zum Glück sind wenigstens die Kippen auf meiner Seite. Ich über-lege kurz, mir noch ein Ersatzpäckchen um die Ecke zu zie-hen, verwerfe den Gedanken aber faulheitsbedingt wieder.
Kein Bier, kein Whisky, so beschließe ich, meinen Frust in den Weiten des Internets abzuladen. Mein Arbeitszimmer ist ein von CDs, Bücher und Unrat vollgestopfter Raum, der an einer kleinen Stelle einen mickrigen Schreibtisch nebst Laptop beherbergt. Ich klappe den Bildschirm hoch und schalte den Rechner an.
Als erstes checke ich meine Emails. Das Übliche. Ein Mix aus Werbung, persönlicher Konversation und Benachrichtigungs-mails. Aber was ist das?
”Hallo Salvat, du dürftest mich nicht kennen, doch bin ich auf dich aufmerksam geworden. Folge einfach dem Link, und sei gewiss, es handelt sich weder um eine Sexseite, noch um ver-steckte Werbung. Ich kenne die Probleme deiner momentanen Situation und kann dir helfen. Komm einfach rüber. Es ist ganz einfach.
Dein Lucio!”
Ich bin wie immer skeptisch, doch die kurze Nachricht hat mein Interesse geweckt. Ich hadere eine Zeitlang mit mir selbst, zögere und besuche die üblichen Seiten, ohne jedoch in Stimmung zu kommen. Mein Blick fällt erneut auf die Nach-richt. 
Ach, Scheiß drauf, ich bin neugierig.
Ich öffne den Link. Der Hintergrund der Seite ist ein kräftiges 
mittelblau, die Schrift erscheint in fetten roten Lettern. 
”Fühlst du dich durch den Alltag gegeißelt? Möchtest du etwas erfahren, erleben, das deinen Erfahrungsschatz erweitert und dir einen ganz neuen Kick gibt? Tritt ein und lasse deine Sinne verwöhnen.”
Mit der Schrift öffnet sich selbstständig ein kleines Fenster.
”Hallo Salvat, du siehst vielleicht den Weg noch nicht, aber gehe einfach weiter, du wirst es nicht bereuen. Dein Lucio!”
Jetzt packt mich das Entdeckungsfieber. Meine Probleme treten in den Hintergrund. Eine grimmige Erregung hält mich und treibt mich voran. Natürlich erwarte ich den üblichen Nepp, aber die ganze Situation ist für mich eine Heraus-forderung. Vielleicht ist das die Rettung eines misslungenen Tages. Schaden kann es nichts. Ich habe ein spezielles Pro-gramm, das die 0190er Nummern blockiert, also ist von daher kein Problem zu erwarten.
Ich trete ein und schaue mich um!
Witzig! Ähnlich realem Blut läuft an den Seiten des Bildschir-mes eine rote Flüssigkeit herunter. Rechts unten ist ein Ket-tensägensymbol. Bei welchen Irren bin ich denn hier gelandet? Ich lache in mich hinein und öffne die angebotenen Links.
”Hallo Salvat, deine Sorgen sind bei uns in guten Händen. Du hattest heute Probleme mit deinem Chef. Hier hast du die Möglichkeit, deinen Frust über ihn abzureagieren. Klicke den Link Chef” an und du kannst es ihm mal so richtig geben. 
Dein Lucio!”
Was soll denn das? Ich zweifle ein wenig, ob ich die ganze Sache nicht abblasen soll. Wer weiß, was mich dort erwartet. 
Dann schelte ich mich einen Narren. Bist du ein Hasenfuß?
Ich befinde mich im Internet, in der virtuellen Realität. Was soll da passieren? Was mache ich mir Gedanken? Hier ist alles Illusion, nichts ist real.
Ich öffne den Chef-Link.
Das virtuelle Abbild meiner Firma baut sich am Bildschirm auf. Sein zweckmäßiges Büro, lieblos eingerichtet. Ich kann selbst die verdorrten Pflanzen erkennen, die den langsamen Tod des Wassermangels sterben. Rechts ist eine Leiste mit einem Auswahlmenü. 
Fäuste! Messer! Pistole! Kettensäge!
Ich wähle die Faust und harre der Dinge, die da kommen. Nicht nur die Pflanzen dürsten.
„Schlag zu!”

Die ganze Geschichte ist hier erhältlich: Teutonic Horror

Phase X - Das Crossover Magazin aus dem Hause Atlantis


Phase X ist ein Magazin im Paperbackformat . Gegründet als Online Magazin mit dem Namen SONO splittete sich nach sechs sehr erfolgreichen Ausgaben - die einzelnen Ausgaben wurden über 3000mal heruntergeladen - der Hauptteil der Macher ab und beschloss, ein gedrucktes Magazin herauszubringen.

Science Fiction Times über PKD

 Die Science Fiction Times ist eine Zeitschrift für Science Fiction und Fantasy und hat schon länger das Zeitliche gesegnet. Allerdings werden nach und nach die alten Ausgaben digitalisiert. So auch der Jahrgang 1982.

Die Ausgabe 6/1982 beschäftigt sich auf Grund seines Todes mit dem Werk von Philip K. Dick.

Steidl Nocturnes

Der Steidl Verlag, in dem ja auch Alexander Pechmann veröffentlicht, hat eine neue Reihe mit Klassikern gestartet: Steidl Nocturnes:

Mittwoch, 19. August 2020

Glenn Larring - Butler Parker wird energisch (Bastei Kriminal-Roman 284)

Das 7. Abenteuer Butler Parker wird energisch im Bastei Kriminal-Roman ist schon eine Nummer. Was will man machen wenn man einen englischen Krimi in Ohio spielen lassen will? Ein Kunstgriff hilft. Jemand mit zuviel Geld hat Vernon-Castle bei Akron im Staate Ohio wieder aufbauen lassen. Und so spielt sich auch alles genau da ab und erinnert an entsprechnde Romane und Filme.

Der kleine (und auch große) Bestseller-Ruhm

Bestseller sind immer relativ. Absolute Bestseller kennen die meisten und diese verkaufen sich außerordentlich.

Dienstag, 18. August 2020

Cliff Corner - Explosiv in Samt und Seide (Bastei Kriminal-Roman 729)

 

Explosiv in Samt und Seide ist der 54. Cliff Corner und etwas anders als seine Vorgänger. Kein Erpressungsversuch, kein Ultimatum, keine Entführung. Eine Flugzeugexplosion mit 30 Toten und jeder ist verdächtig. Na, nicht jeder, die Baseballmannschaft aus Boston wird von der Liste gestrichen, aber alle anderen nicht. Einer erbt Millionen, ein Pärchen wird von der Ex.Frau tyrannisiert, Ein Gangsterboss, ein weiterer Schwerverbrecher, der mit Geld um sich schmeißende Co-Pilot oder die französische Kriminalbeamtin, die Susan Taylor besuchen wollte.

Es ist wie ein Spiel mit verdeckten Karten. Corner, Harris und Taylor finden viele Trümpfe, doch dahinter stecken meist falsche Fährten oder Verbrechen, die mit dem Flugzeugattentat nichts zu tun haben und Corner und Taylor Bekanntschaft mit einer richtigen Giftschlange machen lassen.

Viele Verhaftungen später ist es der Zufall und eine weitere Maschine, die aus New York landet, die den Fall löst. Mord aus Leidenschaft, der billigend weitere 28 Tote in Kauf nimmt. Ein bitteres Ende, auch wenn die Mörderin vielleicht ein wenig arg überzeichnet ist.

Insgesamt nicht der beste Cliff Corner Roman, aber lesenswert war er alle mal. Einzig der Versuch des Autors witzig zu sein traf nicht meinen Geschmack


Mit Band 606  Er starb für eine Handvoll Blüten starteten die Abenteuer des G-Man Cliff Corner aus Chicago im Bastei Kriminal-Roman. Mit Band 906 Wir zähmten die rote Hexe endete das Engagement und der Verbrecherjäger bekam eine eigene Serie zusammen mit Larry Kent im zweibändigen Wechsel (1969-1973). Mit Band 239 Der Ripper von Chicago war dann  mit dem 227 Abenteuer Schluss.

Eine kleine Liste mit Rezensionen und Autoren findet sich hier: Cliff Corner.


Montag, 17. August 2020

Splatterpunk Award 2020

 Die Gewinner des Splatterpunk Award 2020 steht fest. Die Ergebnisse finden sich hier.

Den J.F. Gonzalez Lifetime Achievement Award (eine Art Sonderpreis) gewann Edward Lee, bekannt durch seine Romane bei Festa.

Auch der Gewinner der Storysammlung, Bryan Smith, ist aus dem Festa Verlag bekannt.

Sonntag, 16. August 2020

Thomas Ziebula - Der Hass, die Bomben und wir (Jerry Cotton 2307)

Der Hass, die Bomben und wir ist vom Autor Thomas Ziebula, den die meisten unter seinem Pseudonym Jo Zybell kennen. (Quelle: Zauberspiegel) Der Roman kostete 2,60DM/1,33 €, das zeigt, er ist in der Zeit von 1999 bis 2001 erschienen, Und zwar vor dem 11.September wie eine Textstelle zeigt: "Genug um einen Turm des World Trade Centers zu sprengen" Ein leider prophetischer Satz.

 

Samstag, 15. August 2020

Phantastische Neuigkeiten 15.08.20

 

100 Jahre nach »1984« »Zweitausendvierundachtzig - Orwells Alptraum« so lauter die Überschrift der Rezension von Uwe Weiher im Zauberspiegel. Das Buch selbst ist bei pmachinery erschienen. Fazit: Orwells Warnung vor dem Überwachungsstaat hat auch heute noch nichts von ihrer Dringlichkeit verloren. Dieser Band macht eindrucksvoll deutlich, was auf uns zukommen könnte. Die Geschichten variieren in Länge und Thematik. Und - wie bei so einer Anthologie nicht anders zu erwarten - nehmen mich nicht alle in gleicher Weise ein. Für mich trotzdem eines der wichtigsten Bücher dieses Jahres. Absolut empfehlenswert.

Die Neuerscheinung des Monats listet sf-lit.de auf. Es handelt sich natürlich um Science Fiction Literatur.


Killer von David Drake und Karl E. Wagner ist im Festa Verlag erschienen. Rom vor etwa 2000 Jahren: Ein Außerirdischer soll gegen Gladiatoren kämpfen.

Robert E. Howard war nicht nur der Schöpfer von Conan sondern auch Erzähler von Cthulhu Geschichten. Ein Band mit diesen Geschichten erscheint ebenfalls bei Festa Ende August.


Vol. 8 der Basement Tales sind erschienen, meine Eindrücke kann man hier nachlesen.


Die aktuelle Ausschreibung es Geisterspiegel ist Dark Empire und läuft bis 31.5.2021.

Freitag, 14. August 2020

Basement Tales - Vol. 8 Kopflos


Die Basement Tales sind eine Erfolgsgeschichte. Die Hefte erscheinen als hochwertiges Produkt, edel aufgemacht und mit zweiseitigen Postern zu den Geschichten. Die Basement Tales sind so erfolgreich, das die erste Ausgabe nachgedruckt wurde und die zweite aktuell ausverkauft ist. Wer also sich eines zulegen will, sollte nicht zu lange überlegen. Ob Sperrgebiet nachgedruckt wird, entzieht sich meiner Kenntnis.

Donnerstag, 13. August 2020

Terry Moran - Im Negligé zur Hölle (Bastei Kriminal-Roman 748)

 

Terry Moran und sein neuer Partner Jim McNally sind dem Polizistenmörder und Rauschgifthändler Harper auf der Spur, doch bei Zugriff wird dieser von einem Auto erfasst und stirbt einen Tag später an seinen Verletzungen. Der Unfallfahrer flieht und hat wenig später einen weiteren Unfall mit Fahrerflucht. 

Mittwoch, 12. August 2020

Zwi3licht feiert siebenjähriges Jubiläum!

 

Zwi3licht erschien im August 2013 als Taschenbuch bei Saphir im Stahl. Damit ging eine längere Reise zu Ende. Ursprünglich sollte der Band bei Eloy Edictions erscheinen, doch der Verlag schloss seine Pforten vor der Veröffentlichung. pmachinery war danach im Gespräch, allerdings dauerte es auch dort zu lange und so erschien im März das E-Book im Eigenverlag. Als Coverillustrator zeichnete sich zum ersten Mal Björn Ian Craig verantwortlich, der bisher auch alle weiteren Ausgaben illustriert hat.

Der Horrogemeinde gefiel es und so gewann Zw als Beste Anthologie und Bestes Titelbild den Vincent Preis 2013. Bei den Kurzgeschichten landete Rex nemorensis (Marcus Richter) auf Platz 4 und Tintige alte Welt (Antje Ippensen) auf Platz 6.

Das Buch ist auch bei Reuffel erhältlich!

Phantastische Neuigkeiten 12.08.20

Die Seite Phantastiknews sollte jedem Interessierten der phantastischen Literatur ein Begriff sein. Gestartet als Magazin, später eine Internetseite, die neben Neuigkeiten auch den DDP ins Leben rufte. Vom "Fantastic Reader" zu Phantastik-News.de - Der Versuch einer Chronologie zeigt die Entwicklung der Seite auf. Interessant ist auch die verlinkte Ausgabe von 2000.

Im Steidl Verlag erschien Die zehnte Muse von Alexander Pechmann. Verlagsangabe: Im Juli 1905 macht der Maler Paul Severin im Zug eine geheimnisvolle Bekanntschaft. Algernon Blackwood, Journalist und Abenteurer, ist überaus interessiert an Severins Malerei. Vor allem an einem Gemälde: Es zeigt das Mädchen Talitha, das Severin ein Jahr zuvor Modell gestanden hatte. Doch Blackwood behauptet, Talitha bereits vor zwanzig Jahren getroffen zu haben. Ungläubig lässt sich Severin Blackwoods Geschichte erzählen: Als Internatsschüler war ihm nachts in den Wäldern etwas Unheimliches begegnet, das ihn nicht losließ. Auch Severin kennt diesen Wald und seine Geheimnisse und berichtet wiederum Blackwood von seiner dramatischen Kindheit. Als die beiden Männer ihr Ziel Königsfeld im Schwarzwald erreichen, beschließen sie, dem Rätsel gemeinsam auf den Grund zu gehen. Ihre Suche nach dem Mädchen Talitha, das eine seltsame Sprache spricht und nicht zu altern scheint, mündet in einem Labyrinth aus halbvergessenen Gerüchten und düsteren Legenden. Doch vielleicht ist die Wahrheit noch fantastischer als Märchen und Spukgeschichten aus alter Zeit?

Die Kirche des heiligen Prozesses wird als New Weird Thriller angepriesen. Verlagsangabe: Sie ist kaltblütig, sie ist berechnend, sie ist gefährlich. Das ist alles, was Siem Kallason über die Kirche des heiligen Prozesses weiß, als er ihr beitritt. Sie verspricht, ihm zu zeigen, wofür er bestimmt ist.​ Doch das weiß er schon längst. Er hasst seine Arbeit, er hasst die Unterdrückung der Staatsvollstrecker, er hasst die endlose Stadt, aus der es kein Entkommen gibt. Er will all das hinter sich lassen.​Und das wird er, denn er hat eine Vereinbarung mit einem geheimnisvollen Geist. Ein Jahr lang soll Siem sich in die Kirche einschleichen und Informationen sammeln. Dann wird der Geist ihn fortbringen. Also tritt Siem der Kirche als Spion bei und lernt ihre fragwürdigen Praktiken und Bräuche kennen. Doch als er zu verstehen beginnt, wie gefährlich die Kirche wirklich ist, bekommt er es mit der Angst zu tun. Auf was hat er sich da eingelassen?

Freaks: Ein Meisterwerk und seine wundersamen Helden ist ein Artikel von Karin Reddemann auf dem FantasyguideZwei Filmgiganten buhlten, einer verlor und gilt trotzdem als der große Sieger. Den verdienten Lorbeerkranz für Freaks, Meisterstück der Kino-Geschichte, hat weder Regisseur Tod Browning noch Irving Thalberg von MGM sich jemals aufsetzen dürfen. Jahrzehnte mussten verstreichen, bevor man (und vielleicht auch Rivale United Pictures) begann, sich tief und tiefer zu verbeugen.

In Geek! 50 ist eine Rezension zu Alles Eine Frage des Stils enthalten und kommt auf 4,5 von 5 Sternen! Das freut die Redaktion! Alle Infos zum Buch finden sich hier


Montag, 10. August 2020

Tom Shark 59 - Ein seltsames Testament

 

Tom Shark ist neben Jack Morlan eine der beliebteren Detektiv-Nachkriegsserien und leif von 1949 bis 1951. Tom Shark lief mit 553 Ausgaben bereits vor dem Krieg und zwar von 1927 bis 1939.

Verfasst haben die Romane unter anderem Elisabeth von Aspern-Buchmeier (1905-1989), Otto R. Braun (1931-2016), Hans Georg Reinhard (1894-1959) und Hanns Zomack (1903-1945).

Sonntag, 9. August 2020

Harvey F. Lime - Der unheimliche Passagier (Bastei Abenteuer-Roman 171)

Der Bastei Abenteuer Roman lief von 1960 bis 1964 und brachte es auf 196 Romane. Das äußerliche Erscheinungsbild änderte sich mit Band 139 und hatte dann den vorliegenden grünen Rahmen.

Hinter dem Pseudonym Harvey F. Lime verbirgt sich der Autor Horst Friedrich List, der im Bastei Kriminal-Roman unter John D. Carrigan die Major Larsson Abenteuer verfasste.

Samstag, 8. August 2020

Jerry Cotton 602 - Ein Toter gab den Mordbefehl

 

Ein  Toter gab den Mordbefehl kostete damals 80 Pfennige und erschien im Jahr 1969 als Band 602 der 1. Auflage.

Der Zauberspiegel hat keine Angaben zum Autor.
In der 3. Auflage und 4. Auflage erschien der Roman als Band 506

Frank Patter - Die Hexe von Hollywood (o.k. Detektiv-Roman)

 

Die Hexe von Hollywood erschien 1949  in der Reihe o.k. Romane. Autor ist Frank Patter, über den ich nichts im Netz gefunden habe. Der Roman Mord im Zirkus Rivoli ist mit dem gleichen Privatdetekiv Dick (Richard Bickerton) Carey. Der Roman hat einen Umfang von 48 Seiten.

Freitag, 7. August 2020

Jerry Cotton 633 - Das Gesicht im Whiskyglas

 

Das Gesicht im Whiskyglas kostete damals 80 Pfennige und erschien im Jahr 1969 als Band 633 der 1. Auflage.
Der Zauberspiegel hat keine Angaben zum Autor.
In der 3. Auflage und 4. Auflage erschien der Roman als Band 534
Cotton ist zugegen als einer der "Schrecklichen" vom Berufskiller David Gurian exekutiert wird. Der Killer schnappt sich ein Mädchen und kann so ungeschoren fliehen. Vier der "Schrecklichen" sind schon tot, nur Kieffer bleibt übrig und ist sich sicher, sein alter Boss Donovan steckt hinter den Morden. Seine fünf Killer sind damals für ihn in den Knast gegangen und Donovan ist im Ausland untergetaucht. Jetzt kehrt er zurück und räumt auf.

Und so ist es tatsächlich. Der plötzlich auftauchende Verwalter in Donovans Anwesen ist der Gangster selbst in Verkleidung und die zufällige Geisel des Berufskillers seine Tochter. 
Der Krimi selbst fängt rasant an und hält einen bei Atem, aber je länger die Geschichte dauert, desto zäher wird die Angelegenheit und umso mehr wird die Logik strapaziert. 
Insgesamt ein eher durchschnittlicher Cotton Krimi.

Jerry Cotton 631 - Die letzte Kugel machte eine Kurve

 

Die letzte Kugel machte eine Kurve kostete damals 80 Pfennige und erschien als Band 631 der 1. Auflage.
Der Zauberspiegel hat keine Angaben zum Autor.
In der 3. Auflage erschien der Roman als Band 568

Delfried Kaufmann - Ich zerschlug die Bande der Fünf (Jerry Cotton 3)

 Ich zerschlug die Bande der Fünf von  Delfried Kaufmann  erschien 1956 und kostete 60 Pfennige. 1956 war einfach eine andere Zeit. Es gibt ...