Freitag, 31. Juli 2020

John D. Carrigan - Stumme Zeugen kosten Geld (Bastei Kriminal-Roman 602)



Das 62. und vorletzte Major Larsson Abenteuer spielt in Paris und handelt von einer Kunsträuberbande. Ein Anschlag wird auf Larsson verübt und er verletzt sich am Oberarm, der Attentäter überlebt nicht. All das passiert obwohl niemand die Adresse des Majors kennen sollte.
Bei einem Kunsthändler wird eingebrochen und der Mann wird ermordet. Auch hier ist das Motiv unklar. Als bei den Ermittlungen bekannt wird, dass der Chaffeur erpresst wird, kommt der Fall ins Rollen. Ein Dieb, ein Hehler, Partygänger von Lady Ashly und die Erkenntnis, dass der tote Kunsthändler im Sumpf mit drin gesteckt hatte, das sind die Zutaten für einen spannenden Krimi. 

Kunstraub ist ein beliebtes Thema, z.B. in diesem Jerry Cotton: 309a  Wir und die rätselhaften Mörder

Donnerstag, 30. Juli 2020

Terry Moran - Sie machte ihren Mann zum Mörder (Bastei Kriminal-Roman 691)


Das Sechs-Tage Rennen ist eigentlich aus England. Berühmt sind die Zweier-Rennen, in dem sich die beiden Fahrer jeweils abwechseln und in der Neutralisation sechs Stunden bzw. acht Stunden schlafen können.Im Spitzensport, gerade wenn viel Geld im Spiel ist, ist die Tür immer für Korruption offen, siehe auch 650 Neuer Trick im Mordgeschäft mit Terry Moran. Nicht vergleichbar mit den Summen die heute im Spitzensport geboten werden. So sind die Sportgangster in diesen Romanen eher den normalen Kriminellen zuzuzählen.

Dienstag, 28. Juli 2020

Glenn Larring - Butler Parker hetzt den Mörder (Bastei Kriminal-Roman 277)


Butler Parker hetzt den Mörder ist der sechste Roman mit dem sonderbaren Helden im Bastei Kriminal-Roman. Von Havanna kommend legt Parker einen Zwischenstopp in Florida ein. Das Feriendomizil Santa Luma ist sein Ziel. Ein Klient seines Arbeitgebers wird erpresst und die Dame sitzt in Santa Luma.
Schnell lernt Parker die ganze Bande kennen, nur der geheimnisvolle Chef bleibt im Dunkeln. Als eines der Opfer der Verbrecher aus Versehen stirbt, wird die Bande nervös und Parker nutzt die Gunst der Stunde und stiftet Unruhe. Mit Erfolg, die Gangster werden nervös und der mysteriöse Chef macht einen fatalen Fehler.

Zum Einsatz kommt der Regenschirmdegen (der in den Abenteuern 2-4 noch nicht existierte) und Parker verwundet einen der Gangster mit dem Regenschirmdegen als Speer, eine Technik, die er aus dem Kongo hat und vorher erleuchtet er die Szenerie mit einer entsprechenden Rakete, die natürlich ebenfalls im Schirm steckte.
Nur zum Entwaffnen der Gangster benutzt er an einer Stelle ganz konventionell die Vase. Das wird sich bei späteren Romanen dann aber noch ändern.

Herrlich schräger Humor über einen Butler, der keine Mühe hat, über sich selbst zu schmunzeln.

Montag, 27. Juli 2020

John D. Carrigan - Parties, Puppen und Pistolen (Bastei Kriminal-Roman 394)


Corona-Zeit und Angst um den Urlaub? Davon kann Major Larsson von Interpol ein Lied singen. Erst muss er den Pariser Kriminalkommissar Leon Sustelle mit nach Marseille nehmen, da dieser dort für einen Gerichtsprozess benötigt wird und das sozusagen auf dem Weg nach St. Tropez ist, wohin es den gute Axel Larsson in Urlaub verschlagen hat.

Sonntag, 26. Juli 2020

Mr. Mo - Bronx-Blüten (Mr. Mo 7)


Die Kriminalromane um Mr. Mo beginnen mit Band 208 im Anschluß an die allgmeine Hallberg Reihe und endet mit Band 246. Erscheinungszeitraum ist 1965-1968.
Parallel oder etwas später erschienen die Romane auch als Leihbuch.
Nachdrucke finden sich unter anderem in: TerryLondon 999Scotland Yard 333 und Kriminalroman für Kenner.

John Garden - Dr. Shortts Geheimnis (Bastei Kriminal-Roman 152)


Der Bastei Kriminal-Roman erschien von 1952-1977 und dort erschienen bekannte Serienhelden wie Jerry Cotton, Butler Parker oder Cliff Corner.
Von John Garden erschienen zwei Romane. Als Band 138 Der Tod geht um sowie der vorliegende Band Dr. Shortts Geheimnis. John Garden soll laut Jörg Weigands Pseudonymlexikon Manfred Swoboda sein, aber laut dem Leihbuchregal handelt es sich um einen englischen Autor.

Samstag, 25. Juli 2020

Delfried Kaufmann - Ich stellte die große Falle (Jerry Cotton 2)



Ich jagte den Diamantenhai war nicht der erste Jerry Cotton, aber der erste der eigenständigen Heftreihe und erschien 1956. Zuvor erschienen 21 Romane in der Reihe Bastei Kriminal-Roman.
Autor des Bandes und Erfinder der Figur Jerry Cotton war Delfried Kaufmann.
Ich stellte die große Falle war daher Band 2 der Serie, insgesamt das 23. Abenteuer mit dem G-man aus New York.

Venus - vorgelesen!

Venus, meine Geschichte über eine Pandemie in der Galactic Pot Healer Bar, wurde von Anja Klukas eingelesen und kann auf Podyssey gehört werden.

Phantastische Neuigkeiten 25.07.20

Die Kurd Laßwitz Preisträger in der Kategorie Roman werden von Robert Corvus vorgestellt. Aktuell ist Das zerissene Land von H.J. Alpers Thema. Erst wird das Jahr 1994 vorgestellt, dann der Roman der Reihe Shadowrun:

Géza Maria Francesco - Der Mann im schwarzen Ulster (Terra-Romane 77)



Die Terra-Romane des Alfons Semrau Verlag erschienen von 1953 bis 1956 und brachten Kriminal- und Liebesromane. Dabei waren alle geraden Nummern plus ein paar Ausnahmen Krimis. Band 77 Der Mann im schwarzen Ulster war einer davon. Die Reihe begann wohl mit Band 51.
Die Romane haben einen Umfang von 48 Seiten, heutzutage sind es ja 64 Seiten, und auffällig ist das Fehlen von Seitenzahlen.

Freitag, 24. Juli 2020

Cliff Corner - Sie pokern um den Todesstuhl (Bastei Kriminal-Roman 739)

Brend Boehme, FBI Agent aus Detroit, sitzt auf einem Hochsitz und wartet auf den Tod. Wenig später erfährt er, was die Verbrecher von ihm wollen. Er soll Landesverrat begehen.

Donnerstag, 23. Juli 2020

John D. Carrigan - Heiße Nächte - kühle Frauen (Bastei Kriminal-Roman 378)



Belém ist eine Großstadt im Norden Brasiliens; sie liegt an der Baía de Guajará, der Mündung des Rio Guamá in den Rio Pará und die Bucht von Marajó. Belém ist die Hauptstadt des Bundesstaates Pará. 
Axel Larsson ist auf einer Party und gerade im Begriff sich die Füße zu vertreten, als er auf einen aggressiven Mann trifft. Wenig später findet er eine tote Blondine, wird niedergeschlagen und als er wieder wach wird, gibt es keine tote Frau und verwundert zieht er von Dannen.

Stunden später aber Smaragde im Wert von 170.000 Dollar,die gestohlen wurden. Bei dem Mann, wo Larsson die vermeitliche Tote fand.  Der Major von Interpol wittert eine Spur und nimmt Fahrt auf.
Larsson endet fast im Amazonas als Fraß für die Moskitos, aber wer ihn unterschätzt ist ein toter Mann. Leichen pflastern seinen Weg und oft genug entgeht er knapp selbst diesem Schicksal 
Dina Corvin, die  Detektivin, wird zu seiner Partnerin für diesen Fall, blebt aber in heißen Nächten eine kühle Dame. Außer ihr wimmelt es voller blonder Frauen in den heißblütigen Tropen und so erschwert sich die Suche nach der blonden Toten. 

Ein Minensyndikat, weltweit operierende Diebe, verwöhnte Töchter kommender Senatoren und brasilianische Polizisten, die zwischen Unfähigkeit und Brillanz schwanken. Brasilien mit Major Larsson ist eine Reise wert. Messerwerfer, Tänzerinnen, der Roman ist voller Leben und Exotik und am schlimmsten ist das Wort ENDE, denn dann weiß man, es ist vorbei und das ist echt schade. 
Sehr lesenswerter Roman, einer der besten Interpolromane die ich bisher von John D. Carrigan gelesen habe.

John D. Carrigan ist der Verfasser der Major Larsson Abenteuer, einem Mann von Interpol, der in ICH-Form das Verbrechen bekämpft, mal in London, mal in Paris, wahrscheinlich auch ganz woanders.
Erstes Abenteuer dürfte  Bastei Kriminal-Roman 331 Bis zum Jenseits und zurück sein, es ist zumindest der erste Roman unter dem Autorennamen. Der 63. Roman des Autors in der Reihe war Bastei Kriminal-Roman 605 Keine Party ohne Mord.
Hinter John D. Carrigan verbirgt sich der Autor Horst Friedrich List. Die Romane sind in der ICH-Form geschrieben. Vorliegender Roman ist Abenteuer Nummer 4 mit Larsson. Aber es kommen ja noch ein paar.

Drei Romane habe ich bisher gelesen gehabt:

Mittwoch, 22. Juli 2020

Glenn Larring - Die Spur des Todes (Bastei Kriminal-Roman 235)


Die Spur des Todes ist der vierte Butler Parker Roman im  Bastei Kriminal-Roman. Die beiden Vorgänger habe ich ebenfalls gelesen:
219 Glen Larring - Die Lady mit dem Dollar-Koffer (Butler Parker 2)
229 Glen Larring - Zentrale Chicago (Butler Parker 3)

Zwei Seelen in meiner Brust

Ein Haufen Geschichten haben sich im Laufe der Zeit angesammelt. Geschichten  verschiedenster Genres, verschiedenster Art. Zeit genug, die Geschichten Stück für Stück zu präsentieren:

Zwei Seelen in meiner Brust 
(aus Teutonic Horror und Zwi3licht )

Das Hämmern in meinem Kopf ist mörderisch. Im Takt meines Herzens attackieren mich die Schmerzwellen hinter meiner Stirn.
Klopf! Klopf! Klopf!
Die Parodie eines hämmernden Technobeats. Unaufhörlich und beharrlich. Ich versuche meinen Atem zu kontrollieren, hole tief Luft, doch der penetrante Gestank macht alles noch viel schlimmer. Jetzt, wo es vorbei ist.

Dienstag, 21. Juli 2020

Karl Langhoff - Gift aus Teufelshand (Bastei Kriminal-Roman 150)



Über den Autor Karl Langhoff konnte ich nichts finden. Sein erster Roman in der Reihe Bastei Kriminal-Roman war Band 141 Banditen im Schacht. Sein letzter Roman war  Band 178 Der Gruß aus dem Jenseits.
 Der vorliegende zweite Roman ist  Band 150 Gift aus Teufelshand. 

Sonntag, 19. Juli 2020

Terry Moran - Seine Waffe war das Grauen (Bastei Kriminal-Roman 666)



Der Roman beginnt wie eine Horrorgeschichte. Die Gewinnerin des Miss California Wettbewerbs findet eine Hand in ihrem Hotelzimmer und entdeckt sofort, von wem diese ist. Wenig später, der Arzt hat ihr ein Beruhigungsmittel gespritzt, stirbt das Mädchen. Doch wie sich schnell rausstellt, nicht an einem Herzschlag, es ist Mord und der Täter hat medizinischen Sachverstand.

G-man haben keinen 8-Stunden-Tag und so schlägt sich Moran Tag und Nacht um die Ohren um den Fall zu lösen. Schöne Frauen, Rauschgift, Erpressung und bewaffneter Raubüberfall, Los Angeles ist ein heißes Pflaster und fast segnet Terry Moran das Zeitliche. 

Sonderlich innovativ ist der Roman nicht, aber kurzweilig und spannend und zeigt mal wieder die dunkle Seiten Hollywoods, im vorliegenden Fall haben fast alle Dreck am Stecken außer der Agentur, der man nachsagte, sie sei das Schwarze Schaf der Branche. Na, das ist doch mal eine Ansage.

Die G-men im Bastei-Kriminalroman waren legendär. 21 Auftritte von Jerry Cotton aus New York, der danach als eigenständige Serie Weltruhm erlangte. Cliff Corner aus Chicago, der später ebenfalls eine eigene Serie hatte und der eher unbekannte G-man Terry Moran aus Washington (später, spätestens mit 650 Terry Moran - Neuer Trick im Mordgeschäft (Terry Moran 12) aus Los Angeles), der mit Band 594 Im Keller war die Mordzentrale seinen ersten Auftritt hatte und insgesamt 38 Abenteuer beisteuerte. Terry Moran ermittelt oft gemeinsam mit seinem Schäferhund Arrow. Vorliegendes Abenteuer ist die Nummer 17. Hier bezieht Moran endlich sein Zimmer auf dem Santa  Monica Boulevard und June Hollland wird endgültig nach Los Angeles  versetzt.

Die Abenteuer mit Terry Moran im Bastei Kriminal-Roman 
(die verlinkten Einträge sind mit einer Rezension hinterlegt):



594 Im Keller war die Mordzentrale
608 Der Mörder saß im ersten Rang
610 Menschenfalle in den Slums
619 Auch der Satan braucht Reklame
624 Zwölf Namen auf der Todesliste
627 Mein Lohn war heißes Blei
633 Allein unter Bestien (1. Teil)
634 Allein unter Bestien (2. Teil)
636 Mein Doppelgänger war ein Mörder
638 Er bezahlte seinen Henker
645 Ein Toter blufft den FBI
650 Neuer Trick im Mordgeschäft
654 Ein G-man kämpft für einen Mörder
658 Ein Mörder für den blinden Tramp
660 Todesurteil aus dem Jenseits
662 Ich lud den Tod zum Whisky ein
666 Seine Waffe war das Grauen
672 Die Toten von Hollywood
675 Das 1 x 1 der City-Killer
679 Ein Ticket für die Höllenfahrt
684 Ein G-man gegen hundert Killer
688 Nur eine weint um Amos Miller
691 Sie machte ihren Mann zum Mörder
696 Zur Hochzeit heiße Diamanten
700 Der Ball der tödlichen Masken
704 Tränen in der Todeszelle
708 Eine Geisel fleht um Gnade
712 Ausgepeitscht für einen Dollar
716 Ein FBI-Chef wird erpreßt
720 Haschisch, Teufel und Blondinen
724 Schade, daß du sterben mußt
728 Die Hölle von Paris
732 Das Syndikat der Boxer
736 Tränen um den toten G-man
740 Sie nannten ihn den Dollar-Jack
744 Ein Phantom hielt mich in Atem
748 Im Negligé zur Hölle
752 Keiner weinte um Lulu

Samstag, 18. Juli 2020

Glen Larring - Zentrale Chicago (Bastei Kriminal-Roman 229)



Die Gesellschaft der Mörder (Band 214) heißt der erste Butler Parker Roman im Bastei Kriminal-Roman, erschienen unter dem Pseudonym Glenn Larring. Mit  Band 294 Butler Parker und die Mannequins hieß der Autor der Butler Parker Romane dann Dan Cillingh. Autor der Parker Romane ist Günter Dönges, der diese unter verschiedenen Pseudonymen veröffentlicht hat.

Jerry Cotton 309a - Wir und die rätselhaften Morde


Am 25. Oktober 2005 erschien eine neue Auflage der Jerry Cotton Romane. Längst vergriffene Abenteuer um die New Yorker FBI-Agenten Jerry Cotton und Phil Decker wurden neu aufgelegt und liefen bis Band 500. Ersetzt wurde die Reihe durch Jerry Cotton Sonderedition, eine 80seitige Serie mit Nachdrucken der Jerry Cotton Taschenbücher.

Freitag, 17. Juli 2020

John D. Carrigan - Interpol ruft Tripolis (Bastei Kriminal-Roman 341)



Drei Morde, ein Mädchenhandel, Waffenschmuggel und eine verloren gegangene geheime Liste der englischen Regierung sind die Zutaten dieses spannenden Krimis.

Mittwoch, 15. Juli 2020

Vincent Voss: Die dicksten Kartoffeln

Horror von Vincent Voss: Die dicksten Kartoffeln

Frisch erschienen in Zwielicht 14

Die Leseprobe Die dicksten Kartoffeln aus dem deutschsprachigen Horrormagazin Zwielicht findet sich hier:

Die meistverkauftesten Anthologien im Halbjahr 2020


Im ersten Halbjahr konnte Zwielicht/Fantasyguide präsentiert ein gemischtes Ergebnis zeigen. Einerseits war schon wie 2019 insgesamt eine Zurückhaltung der Käufer zu entdecken, andererseits gab es im April den bisher besten Monat des Jahres 2020. Bestes Verkaufsjahr bisher war 2018.

Wie auch 2019 geht der Trend dabei weiterhin Richtung E-Book, der Anteil liegt bei über 60%.

Hier die Rangliste 1.Halbjahr 2020:

1. Algernon Blackwood - Aileen  (Gewinner des Vincent Preis 2018)
2. Zwielicht Classic 15
3. Alles eine Frage des Stils 
4. Zwielicht 1  (Gewinner des Vincent Preis 2009)
5. Zwielicht 12 (Gewinner des Vincent Preis 2018)
5. Zwielicht 13

Im Juli führt erwartungsgemäß Zwielicht 14 die Rangliste an.


Meine Werke

Dienstag, 14. Juli 2020

Cliff Corner - Im Netz der Bestien (Bastei Kriminal-Roman 737)


Als die Parry Bande in Boston eine Bank überfällt und Unterschlupf sucht, erkennen sie im Fernsehen den Streifenbeamten Perkins, der jetzt als Nachtwächter in der Banc of national arbeitet. Eine Idee reift in ihnen. Se fliehen nach Chicago, nehmen Perkins Tochter in ihre Gewalt und wollen mit seiner Hilfe die Bank ausrauben. Perkins schafft es, seinen Sohn, der G-man ist, zu warnen, wird von den Gangstern aber ermordet.

Montag, 13. Juli 2020

Adam Hülseweh - Klunga und die Ghule von Köln

Verlagsangabe:
Vergiss alles, was du bislang über Ghule zu wissen glaubtest! Brutal und geistlos nach Menschenfleisch geifernd? – Die infame, jahrhundertelange Verleumdung mittels Vampir-Propaganda wirkt bis heute. Lerne die unterschätzten, gewitzten und schrägen »Geier des Menschenreichs« ganz neu kennen, denn sie sind wahre Meister darin, den Frieden einer Stadt zu wahren. So ringt Klunga, graue Eminenz und ältester Ghul Kölns, hinter den Kulissen um das Wohl der Stadt, damit sie nicht wieder unter die Kontrolle der skrupellosen Blutsauger gerät, die die Colonia von der Römerzeit bis zu den Fünfzigerjahren mit eisernem Biss, äh, Griff regierten. Selbst wenn das erfordert, Menschen einen Einblick in die verborgene Welt der Ghule, Trolle und Troglodyten zu gewähren.


Donnerstag, 9. Juli 2020

Mittwoch, 8. Juli 2020

Lady Evil

Ein Haufen Geschichten haben sich im Laufe der Zeit angesammelt. Geschichten  verschiedenster Genres, verschiedenster Art. Zeit genug, die Geschichten Stück für Stück zu präsentieren:


Lady Evil (aus Zwielicht 5)


Die runtergekommene Gasse im Westteil Silbermonds stinkt nach Pisse und das ziemlich penetrant. Das Neonlicht flackert in den Pfützen wie in einer Disco und erzeugt surreale flüchtige Bilder, die mal an die Karikatur einer Frau, mal an einen intensiven Maronrausch erinnern.
Die fünf Typen vor mir fühlen sich stark. Breit thronen sie auf dem Bürgersteig vor dem Postillion, die Welt herausfordernd  in all ihrer selbstgefälligen Arroganz.
Ich nehme die Herausforderung an, stehe prompt vor dem ersten und setze ihn mit einem trockenen Tritt in die Weichteile außer Gefecht. Der zweite sinkt mit gebrochener Nase zu Boden.
Jetzt nehmen mich auch die drei anderen Flachpfeifen wahr. Ich schenke ihnen ein dreckiges Grinsen und ein paar schnelle Kombinationen, dann warte ich mit unverhohlener Ungeduld.
Der Rausschmeißer braucht geschlagene 78 Sekunden. In unserer Bude wäre er jetzt geflogen, aber Robert, der Eitle, ist nicht umsonst die Nummer Zwei im Bezirk. Er hat sein Personal einfach nicht im Griff. Der Fisch stinkt eindeutig vom Kopf und den werde ich heute waschen.
Der Typ gafft mich blöde an und zieht ernsthaft in Erwägung, sich an mich heranzumachen. Nun, der Fehler würde garantiert ohne Wiederholung bleiben. Aber ich habe ehrlich gesagt keine Zeit für solche Spielchen.
„Bürschchen. Trab schnell zu deinem Boss, sonst gibt es einen Satz heiße Ohren. Ich soll eine Nachricht von Bob Rock übergeben. Also troll dich, ich warte nicht gerne.“
Das Gesicht ist eine wahre Pracht. Das Schießpulver hat dieser Tiefflieger nicht erfunden, er schaut wie ein Dum-Dum-Geschoss, wenn auch eines in Superslomo. Ein Blick auf meine erhobene Faust sowie das elende Quintett am Boden scheinen ihn die richtigen Schlüsse ziehen zu lassen.
Umgehend und kommentarlos verzieht er sich aus meinem Gesichtsfeld. Diesmal warte ich geduldiger, stecke mir eine Fluppe an und philosophiere über das Leben und seine Vorzüge. Die Flachpiepe ist schnell wieder zurück und deutet mir an, mitzukommen. Na, warum nicht gleich so.
Ich folge ihm auf dem Fuße, aber mit dem nötigen Abstand. Wir durchwandern ein Gewirr von Treppen und Gängen, das verwirren soll, aber nur die Schäbigkeit des Etablissements aufzeigt. Allgegenwärtig liegt dieser unschöne Duft in den Räumen, eine Mischung aus Urin, Parfüm, kaltem Tabakrauch und Rosen. Letzteres wirkt ein wenig fehl am Platz, aber irgendwie wundert mich bei dem Eitlen und seinen Mannen mittlerweile gar nichts mehr. Fröhlich pfeifend folge ich dem Bodyguard und grinse vor mich hin. Das ist ein einfacher Auftrag.
Der eitle Robert lümmelt in einem dieser scheißmodernen Designersessel. Geformt wie ein Ufo nach harter Landung auf dem Mars in den Bröseln hängt der sonnenverbrannte Schwachmat und grient mich blöde an. Ich griene zurück und sage meinen Spruch auf:
„Zehn Prozent oder Bob Rock jagt den Postillion durch den Mixer!“
Er bleibt eitel, sieht mich nur herausfordernd an, dick und faul in seiner Selbstsicherheit. Ich habe nichts anderes erwartet, alles verläuft nach Plan. Zeit, seine Zuversicht einer Diät zu unterziehen.
„Sag. Deine Kleine. Sarah. Wann hast du die zuletzt gesehen?“
Seine Gesichtszüge entgleisen und ich weiß, ich habe ihn bei den Eiern.
„Bleib locker. Schau dir das an und höre, was Bob Rock zu sagen hat. Und wenn einer von deinen Vögeln auf die Idee kommt, eine falsche Bewegung zu machen, erleben wir hier eine Bombenstimmung.“
Ich reiche ihm das präparierte Handy und lüfte gleichzeitig mein Jackett. Unter meinen Achseln thront der Sprengstoff, die Botschaft ist eindeutig und kommt an.
Die Sonnenbräune gewinnt Land und so starrt mich der bleiche Eitle eine halbe Ewigkeit an, bevor er in der Lage ist, das Video zu starten. So ein Handy hat keinen großen Bildschirm, doch man kann eindeutig erkennen, was seine Kleine und Bob Rock da miteinander veranstalten.
Er schaut mich an, das Versprechen meines Todes im Blick. Ich lächle nur schwach und warte.
„Was…“
„Sie mal. Deine Kleine und das Maron sind die besten Freunde geworden“, erwidere ich lakonisch. „Sie verdient es sich jeden Morgen und jeden Abend. Bob Rock ist echt ausdauernd. Ich befürchte nur, wenn sie das noch ein paar Jahre macht sieht sie genauso übel aus wie die Schwalben auf der Acacia. Noch besteht Hoffnung, dass sie vom Stoff wieder runter kommen kann. Es wäre doch echt wünschenswert wenn sie wieder in den Armen ihres geliebten Vaters versinkt. Damit der sich fürsorglich darum kümmert, dass sie in den Schoß der Gesellschaft zurückkehrt und ein spießiges Leben führt. Kinder in die Welt setzen, das Haus sauber halten, kochen, das Übliche halt. Besser als die Matratze eines jähzornigen Bosses zu sein, dessen Launen berühmt und berüchtigt in Weststadt sind. Was sind schon zehn Prozent dafür, dass man seine Tochter zurück erhält. Und mit ein wenig Glück bist du in Jahresfrist Großvater und hast einen strammen und gesunden Enkel. Hey, was will das Herz mehr?“
Mit den letzten Sätzen öffnet sich die Tür und die pure Sünde tritt ein. Rotes Haar, weibliche Rundungen und ein Mund, nach dem sich Männer verzehren. Wie ein Blitz trifft mich der Blick ihrer grünen Augen. Sekundenlang starre ich sie mit offener Kinnlade an, buchstäblich wie vom Donner gerührt. Es rauscht in meinen Ohren und alles um mich herum verliert an Bedeutung. Ich versinke in den Tiefen ihrer Iris, gelähmt in jedem noch so kleinen Muskel.
„…sag das Bob Rock. Aber…Hey, hörst du mir zu?“
Mit Gewalt konzentriere ich mich auf das Hier und Jetzt und löse mich von ihrer Präsenz.
„Also, ich sage es ein letztes Mal. Bob Rock ist im Arsch wenn ich meine geliebte Sarah nicht umgehend heute noch zurückbekomme. Ist das klar?“
Er springt auf, schreit es mir förmlich entgegen, ein halb wahnsinniges Flackern in den braunen Augen.
Robert, der Eitle, ist am Rande des Zusammenbruchs und ich frage mich, ob das wirklich nur mit dem Dilemma, in dem sich seine Tochter befindet, zu tun hat. Er wirkt fahrig, aber unberechenbar wie ein Vulkan, jederzeit bereit, den dünnen Grat zu überschreiten, der ihn vom völligen Wahnsinn trennt.
„Er bekommt seine zehn Prozent. Aber ich will meine Tochter heute noch zurück. Bring sie mir! Und zwar so schnell wie nur irgendwie möglich.“
Er lässt die Schultern sinken.
Robert der Eitle ist jetzt Robert der Gebrochene.
Er faselt vor sich hin. Ein letztes Rückzugsgefecht, der Versuch, die Tochter und seine Selbstachtung zu retten, aber spätestens in ein paar Tagen wird ihm bewusst werden, dass er auf ganzer Linie verloren hat. Wenn er schlau ist sucht er bald das Weite und kehrt Silbermond den Rücken.
Ich schaue auf die grünäugige Sünde. Sie hat es ebenfalls erkannt und wendet sich von ihm ab. Ihr Blick ist das Versprechen der vollkommenen Sünde.
Beschwingt verlasse ich den Saal. Ich bin mehr als bereit den Platz des Eitlen einzunehmen. Lady, das wird nicht unsere letzte Begegnung gewesen sein.


Adrian – Eisige Begierde

Ein Haufen Geschichten haben sich im Laufe der Zeit angesammelt. Geschichten  verschiedenster Genres, verschiedenster Art. Zeit genug, die Geschichten Stück für Stück zu präsentieren:
Adrian - Eisige Begierde (aus Adrian)


Adrian – Eisige Begierde


Freitag, 3. Juli 2020

Thematisch gut gemischte Sammlung zu Unrecht vergessener Kurzgeschichten

Fantastic Pulp wurde auf der Phantastik-Couch besprochen:

Fazit:
Thematisch gut gemischte Sammlung zu Unrecht vergessener, hierzulande überhaupt unbekannter Kurzgeschichten, die für den historisch interessierten Phantastik-Fan eine Lücke schließt. Der Lese-Spaß wird durch Hintergrundinfos ergänzt. Das Cover ist allerdings nicht ‚pulpig‘, sondern unbeholfen.

Zwielicht - das deutsche Horrormagazin

Mittwoch, 1. Juli 2020

Felix Woitkowski (Hrsg.) - Wenn die Welt klein wird und bedrohlich


Im März 2020 beherrscht COVID-19 die Welt. Auf die drastisch steigende Infiziertenzahlen reagiert die Politik mit immer einschneidenderen Maßnahmen. Das öffentliche, soziale und wirtschaftliche Leben kommt zum Erliegen.
30 Phantastik-Autorinnen und -Autoren begleiten den ersten Monat der Corona-Isolation.
30 Perspektiven auf eine Welt im Krisenzustand.
Ein literarisches Tagebuch zwischen realer Dystopie und erschreckender Wirklichkeit.

John D. Carrigan - Auf den Wellen schaukelt der Tod (Bastei Kriminal-Roman 521)


Bryan Mason ruft Major Larsson an und will sich abends mit ihm auf seinem Schiff treffen. Jemand will ihn umbringen. Als Larsson und Li Wan eintreffen, ist Mason tot. Sie untersuchen alles, verlassen das Schiff, treffen einen Landstreicher und rufen die Polizei.
Doch plötzlich legt das Schiff ab und fährt davon.
Keine Leiche, kein Mord.
Larsson sucht Mason auf und statt das er vermisst wird, ist er quietschlebendig. 
Wen hat Larsson auf dem Schiff gesehen?
Ein spannendes Rennen um die Wahrheit beginnt...

Jerry Cotton 602 - Ein Toter gab den Mordbefehl

  Ein  Toter gab den Mordbefehl   kostete damals 80 Pfennige und erschien im Jahr 1969 als Band 602 der  1. Auflage . Der Zauberspiegel  hat...