Dienstag, 31. Juli 2018

Phantastische Neuigkeiten 310718

Eine Liste mit internationaler Phantastik, die nicht aus dem englischsprachigen Raum stammt, findet sich auf Fragmentansichten. Fehlende Titel können dort ebenfalls benannt werden.

Fahrenheit 451 ist der große Roman von Ray Bradbury und anlässlich der Neuverfilmung verlost Heyne den Roman. Auch wenn man nicht zu den Gewinnern zählen wird, den Roman sollte man unbedingt lesen.

Dennis E. Taylor stellt sich in seiner Kolumne die Frage: Wem gehört eine künstliche Intelligenz?
Unbedingt lesen und sich Gedanken zum Thema machen!


Inspiration ist ein Bildband, bei dem die Autoren Geschichten zu Bildern des Künstlers Andreas Schwietzke verfassten. Der Band, der im August erscheint, hat Fragen aufgeworfen und Herausgeberin Marianne Labisch stellte sich ihnen in einem Interview.
Meine enthaltene Geschichte Holy Pot spielt in der Galactic Pot Healer Bar.


Die vierte Ausgabe von Fantasyguide präsentiert ist jetzt erhältlich. Scherben vereint wieder ein weltoffenes Gemisch an phantastischen Zutaten. Meine enthaltene Geschichte Sommer der Liebe spielt ebenfalls in der Galactic Pot Healer Bar. Im Band findet sich übrigens eine Geschichte von Ray Bradbury.

Zwielicht Single heißt eine sporadisch erscheinende Reihe unter dem Label  Zwielicht. Für die beiden aktuell noch erhältlichen Bände gibt es jetzt auch ein E-Book.
Interessant für Leser der Reihe ist vielleicht auch der Beitrag Preise und Leser bei Zwielicht Classic.

Eine Übersicht der Phantastischen Magazine bzw. ihrer Dauerläufer findet sich hier.

Frankenstein, die Urfassung, wurde von Ralf Steinberg auf dem Fantasyguide besprochen.


Freitag, 27. Juli 2018

Phantastische Magazine - Dauerläufer!


Zwielicht 1 erschien im April 2009 und die Reihe wird somit nächstes Jahr 10 Jahre alt. Wenn man die beiden Vorgänger Die dunkle Seite (April 2004) und Schattenseiten (November 2004)noch dazu nimmt, sind es dann sogar schon 15 Jahre.
Cover von Björn Ian Craig

Deutschsprachige phantastische Magazine sind in Deutschland nicht so übermäßig erfolgreich, besetzen meist eine Nische, aber lassen ein hohes Maß an Durchhaltevermögen erkennen.
Sie glauben das nicht?

Ein paar Beispiele.

Seit 2008 gibt es das Magazin Cthulhu Libria, das erst als Newsletter zu Cthulhu Geschichten begann, dann ein PDF Magazin wurde, bevor es mit Cthulhu Äon und Cthulhu Neo ein gedrucktes Erzeugnis wurde, erst bei der Edition CL, die letzte Ausgabe im April 2018 dann aber in der Goblin Press. Da die Edition CL ihre Pforten geschlossen hat, gibt es Überlegungen, das Magazin bei Goblin Press fortzusetzen.

Nova 1 erblickte im Dezember 2002 das Licht der Welt. 2003 erschienen wie geplant 3 Ausgaben, danach ging die Publikationshäufigkeit zurück, Nova ging in die Bahnhofsbuchhandlungen mit Ausgabe 20 und erlitt eine Bruchlandung. Es landete dann zwischendurch beim Amrun Verlag und wechselte aktuell mit Nummer 26 zu pmachinery. Langweilig ist anders und dieses Jahr möchte man wieder 3 Ausgaben publizieren und zwei Drittel des Weges ist man gegangen.

Im November 2002 erschien das erste Heft des Magazins Arcana. Seitdem erschienen immer 1-2 Ausgaben jedes Jahr, 2013 noch zusätzlich die Sonderausgabe 21 1/2, der zweite Band mit französischer Phantastik. Zuletzt erschien Jubiläumsnummer 25 im Januar.

Schon seit 2001 gibt es phantastisch!, die Zeitung bei der der Name Programm ist und die seitdem wie ein Uhrwerk vierteljährlich erscheint, erst im Verlag Achim Havemann und jetzt schon eine lange Zeit im Atlantis Verlag.

Das Schwestermagazin SOL gibt es seit 1995. Aktuelle Ausgabe des viertjährlich erscheinenden Magazins ist SOL 90.

Der EDFC bringt seit 1978? das Magazin Fantasia heraus. Laut eigenen Angaben erschien es dreißig Jahre regelmäßig dreimal im Jahr (hier die Info zu den ersten Bänden). Seit 2009 aber ausschließlich als E-Book und seit 2015 sogar kostenlos.

Eine länger zurückliegende Historie hat das Exodus Magazin. Die erste Ausgabe erschien 1975, aber 1980 war Schluss. Seit 2003 gab es aber einen Neustart mit Exodus 14 und die aktuelle Ausgabe 37 erschien Anfang des Jahres.

Quarber Merkur, da hat bestimmt schon jeder Mal von gehört. Unter der Ägide von Franz Rottensteiner erscheint das phantastische Magazin schon seit 1963 und seit Ausgabe 111 (September 2010) im Verlag Lindenstruth. Die bisher letzte Ausgabe 118 erschien im Oktober 2018 und scheint mir damit das älteste noch existierende (und dazu durchgängig publizierte) deutschsprachige Magazin zu sein.

Ein Magazin könnte noch älter sein wie man hier im Interview nachlesen kann. Ich zitiere:
Die ANDROMEDA NACHRICHTEN sind eigentlich der Nachfolger des ANDROMEDA SF MAGAZIN. Das gab es zuerst, 1955, zur Gründung des SFCD. 1970 kamen dann die ANDROMEDA NACHRICHTEN No. 1 von Heinz-Jürgen Ehrig als Spin-off des ANDROMEDA SF MAGAZIN.

Inspiration (Interview)


Michael Schmidt: Hallo Marianne, stell dich doch mal vor.


Marianne Labisch: Hallo Michael, ich wurde in München geboren, wuchs in NRW auf und lebe jetzt in der Toscana Deutschlands, im sonnigen Süden. Ich bin gelernte Groß- und Außenhandelskauffrau und arbeite als Assistentin und »MedienTante« in einem Verein, der sich mit Zukunftstechnologien beschäftigt. Ich war überrascht, dass es sich im Bewerbungsgespräch positiv auswirkte, dass ich überwiegend SF verfasse. Seit 2014 trete ich auch immer mal wieder als Herausgeberin in Erscheinung, ich illustriere ab und zu und habe nun sogar mein erstes Cover bekommen (»Aus finstrem Traum«, eine Storysammlung von Sascha Dinse), außerdem lektoriere ich neben meiner Hauptarbeit, z.B. das Zwielicht Magazin.

Donnerstag, 26. Juli 2018

Phantastische Neuigkeiten 26.07.2018

Literaturverfilmungen sind erfolgreicher als Verfilmungen eines Originaldrehbuchs, so ergab es eine Studie.

Anderzeiten heißt die Sammlung von SF Kurzgeschichten, die bei pmachinery erscheint und einen Umfang von 580 Seiten bekommen wird. Nachdem Helmuth W. Mommers jahrelang verschollen war, betritt er mit diesem Ziegelstein erneut die deutsche Phantastikbühne.

Die Shortlist des Skoutz Award ist verfügbar. Die drei Finalisten ermitteln den Sieger und werden auf der Buchmesse Frankfurt verkündet. Bei der Science Fiction sind mit Kai Meyer (Krone der Sterne)und Andreas Brandhorst zwei erfolgreiche Autoren vertreten, dazu kommt ein Steampunkroman von Markus Cremer. Die Krone der Sterne wurde übrigens mittlerweile fortgesetzt.
Im Bereich Horror sind mit Michael Barth und Simone Trojahn zwei Selbstverleger nominiert, dazu kommt Faye Hell mit Tote Götter, die beim Vincent Preis 2017 den zweiten Platz erreichte.

Das Magazin phantastisch! ist in seiner 71 Ausgabe erschienen und enthält eine Kurzgeschichte von Joe R. Lansdale.

Carmen Maria Machado ist eine amerikanische Autorin aus Philadelphia und hat auf Deutsch bisher eine einzige Geschichte veröffentlicht. In Zwielicht 11 erschien ihre Geschichte Abstieg (Descent) aus dem Jahre 2015. Diese ist allerdings nicht in der oben genannten Storysammlung Her Body and Other Parties enthalten, wer diese auf Englisch lesen mag, die ist z.B. auf Amazon erhältlich.
Her Body and Other Parties hat den Shirley Jackson Award gewonnen. Außerdem wurde die Sammlung für den World Fantasy Award und den Locus Award nominiert.

Die neunte Folge der Pulp Treasures kann man auf dem Zauberspiegel nachlesen.


Übersetzer von Computerspielen stehen nicht unbedingt im Fokus der Öffentlichkeit. Der Fantasyguide hat daher Kerstin Fricke interviewt.
Ebenfalls im Fantasyguide findet man das Interview mit Willi Hetze. Marianne Labisch interviewte Dr. Willi Hetze, dem Autor von Die Schwärmer, einem Science-Fiction Roman, der bei salomo publishing erschienen ist.

Zwei neue Zwielicht E-Books


Wo deine  Schuld vergeben ist und Blutrot die Lippen sind jetzt auch als E-Book erhältlich:




Wo deine Schuld vergeben ist




Blutrot die Lippen, blutrot das Lied

Freitag, 20. Juli 2018

Phantastische Neuigkeiten 20.07.2018

Einen Nachruf von Hartmut Kasper auf Harlan Ellison findet sich auf Deutschlandfunk. Meine Leseempfehlung zum Autor: Jeffty ist fünf.
Aktuell lese ich auch die von ihm herausgegebene Anthologie Dangerous Vision von 1967, auf Deutsch in zwei Teilen erschienen.

Soeben ist die Neuauflage von Das zweite Gesicht erschienen. Der Band ist schon mehrmals erschienen, die Neuauflage geht auf die Ausgabe des Blitz Verlages zurück, die mittlerweile vergriffen ist.
Inhalt: Die Stummfilmwelt der Zwanziger Jahre, Schemen zwischen Licht und Schatten.
Als die Diva Jula Mondschein stirbt, übernimmt ihre Schwester Chiara deren letzte Rolle. Chiara treibt durch ein Berlin, in dem die Schrecken der Leinwand nach der Wirklichkeit greifen. Hinter den Samtvorhängen feiner Salons findet sie Ausschweifungen und Geisterglauben. Im Armenviertel erbricht ein Medium menschliche Knochen. Und ein Regisseur träumt davon, sein Publikum in den Sitzen zu versteinern. Spukgestalten und Doppelgänger, Menschenzucht und Größenwahn sind Vorboten eines Grauens, das alle Phantome des Films übertreffen wird.
Unbedingte Leseempfehlung! Die Neuauflage gewann den Vincent Preis 2012.

Der dritte Band mit Kurzgeschichten deutscher Autoren ist erschienen. Zwielicht Single 3 vereint zehn unheimliche Geschichten aus der Feder von Karin Reddemann. Blutrot die Lippen, blutrot das Lied heißt die Sammlung und wer die Autorin nicht kennt, sollte es mit dem Band versuchen. Allerdings ist der Band nichts für sanfte Gemüter.

Auf Lovelybook läuft eine Leserunde zu Zwielicht 6.

Die Gewinner des Shirley Jackson Award 2017 sind verfügbar.

Blutrot die Lippen, blutrot das Lied (Zwielicht Single 3)


Zwielicht Single 3
Karin Reddemann - Blutrot die Lippen, blutrot das Lied

Die dunkle Muse der unheimlichen Phantastik in zehn glitzernden Diamanten.



Marthe
Gut geträumt, Bruder
Liesbetts Gäste
Blutrot die Lippen, blutrot das Lied
Zeit der Kniestrümpfe
Kleiner
Haffners Ring
Das samtrote Sofa
Die bessere Geschichte
Irgendwo daneben





Mittwoch, 18. Juli 2018

AN 262

Die Andromeda Nachrichten 262, die Hauspostille des SFCD, ist soeben erschienen und kann kostenlos heruntergeladen werden. Neben der neusten Ausgabe Zwielicht in den AN finden sich Rezensionen zu Nova 25 (mit meiner SF Story She´s so unusual) und Rund um die Welt in 80 Geschichten (mit meiner SF Story Transformation).

Dienstag, 17. Juli 2018

Shirley Jackson Awards 2017


Die Gewinner des Shirley Jackson Awards 2017 sind verfügbar:
Congratulations to this year's Shirley Jackson Award winners! Presented Sunday, July 15th, at Readercon 29 in Quincy, MA.
Novel: The Hole, Hye-young Pyun (Arcade)
Novella (tie): The Lost Daughter Collective, Lindsey Drager (Dzanc); Fever Dream, Samantha Schweblin (Riverhead)
...
Novelette: Take the Way Home That Leads Back to Sullivan Street, Chavisa Woods (Things to Do When You’re Goth in the Country)
Short Fiction: The Convexity of Our Youth, Kurt Fawver (Looming Low Volume 1)
Single-Author Collection: Her Body and Other Parties, Carmen Maria Machado (Graywolf)
Edited Anthology: Shadows and Tall Trees Volume 7, Michael Kelly, ed. (Undertow)


Quelle


Carmen Maria Machado ist eine amerikanische Autorin aus Philadelphia und hat auf Deutsch bisher eine einzige Geschichte veröffentlicht. In Zwielicht 11 erschien ihre Geschichte Abstieg (Descent) aus dem Jahre 2015. Diese ist allerdings nicht in der oben genannten Storysammlung Her Body and Other Parties enthalten, wer diese auf Englisch lesen mag, die ist z.B. auf Amazon erhältlich.

Montag, 9. Juli 2018

Preise und Leser bei Zwielicht Classic

Nachdrucke von Kurzgeschichten sind nicht unbedingt ein Bestseller. Trotzdem hat mich das nicht abgehalten, bisher 13 Bände von Zwielicht Classic zu veröffentlichen. Ursprünglich war die Reihe geplant, als Überbrückung zu dienen, bis Zwi3licht einen Verlag gefunden hat. Doch statt einer Übergangslösung hat sich Zwielicht Classic zu einer Institution entwickelt. Zuletzt erschien Zwielicht Classic 13 und ein vierzehnter Band ist angedacht.
Zwielicht Classic 2 wurde damals als beste Anthologie für den Vincent Preis 2012 nominiert und erreichte den 4. Platz. Völlig überraschend wurde auch das Kurzgeschichtenfragment Thuban aus Zwielicht Classic 10 für den KLP 2017 nominiert.
Letztes Jahr ist aber scheinbar mit Zwielicht Classic 12 der große Wurf gelungen. Für den Vincent Preis 2017 wurden das Titelbild Zwielicht Classic 12 von Oliver Pflug sowie der Kurzgeschichte Wo deine Schuld vergeben ist von Julia Annina Jorges nominiert.
Obwohl der Preis nicht gewonnen wurde, scheint der Leser das honoriert zu haben. Zwielicht Classic 12 ist der erfolgreichste Band seit Zwielicht Classic 6.


Zwielicht Classic bei Amazon


Zwielicht Classic bei Thalia


Zwielicht bei Ebay


Kommerzialisierung und Leserschwund!

Minus 6,4 Millionen Leser und das in fünf Jahren. Der Artikel des Standard klingt alarmierend:
Zitat: Erfolgreicher Populismus ist der Triumph der Simplifizierung. Unser Bildungssystem und unsere Medienentwicklung fördern ihn, indem sie auf Mephisto komm raus auf Vereinfachungen setzen und auf Quoten. Nein, es ist nicht geboten, das Publikum dort "abzuholen", wo es sich vorgeblich befindet – es ist vielmehr intellektuell zu fordern, ja herauszufordern. Die Behauptung, eine Diplomiertenrate würde per se den Kenntnisstand einer Bevölkerung attestieren, gehört zu den Trugschlüssen, die in den reichen westlichen Ländern zu einer prekären kulturellen sowie gesellschaftspolitischen Situation geführt haben.

Sonntag, 8. Juli 2018

Kurzgeschichtennominierungen aus Zwielicht


Ob eine Kurzgeschichte gut ist, liegt neben gewissen objektiven Kriterien, natürlich auch im Sinne des Betrachters. So sind Rückmeldungen in Rezensionen und Foren wichtig, ein anderes Kriterium sind die Nominierungslisten der Preise.
Bei Zwielicht sind bisher neun Geschichten für den Vincent Preis nominiert worden, dreimal wurde der 2. Platz erreicht:

Götterdämmerung von Torsten Scheib (Zwielicht 1) für den Vincent Preis 2009, 2. Platz
Eine andere Wildnis von Jakob Schmidt (Zwielicht 1) für den Vincent Preis 2009, 3. Platz
Motten von Torsten Scheib (Zwielicht 2) für den Vincent Preis 2010, 2. Platz
Feuerhaut von Marcus Richter (Zwielicht 2) für den Vincent Preis 2010, 4. Platz
Im Himmel von  Jakob Schmidt(Zwielicht 2) für den Vincent Preis 2010, 5. Platz
Rex nemorensis von Marcus Richter (Zwi3licht) für den Vincent Preis 2013, 4. Platz
Tintige alte Welt von Antje Ippensen (Zwi3licht) für den Vincent Preis 2013, 6. Platz
23b von Sascha Dinse (Zwieli5ht) für den Vincent Preis 2014, 6. Platz
Wo deine Schuld vergeben ist  von  Julia Annina Jorges  (Zwielicht Classic 12) für den Vincent Preis 2017, 2. Platz

Samstag, 7. Juli 2018

Phantastische Neuigkeiten 070718

Unter dem Label “Übermorgen Film” hat sich eine Gruppe deutscher SF-Autoren zusammengetan und aus Uwe Hermanns Kurzgeschichte “Das Internet der Dinge” (die kürzlich den Kurd Laßwitz Preis gewann) einen Animationsfilm gemacht. Zu sehen z.B. hier.

Heftromane sind die Dinosaurier de Unterhaltungsliteratur und oft totgesagt wie im Artikel des Zauberspiegels. Der Bastei Verlag geht da eigene Wege und laut Ankündigung wird der Gespenster-Krimi sowie der Dämonenkiller neu aufgelegt. Letzterer erschien früher bei Pabel und zuletzt als Dorian Hunter bei Zaubermond. Es gibt aber bisher nur diese Ankündigung. Ob es sich um Nachdrucke oder neue Geschichten handelt, bleibt bisher das Geheimnis des Bastei Verlages.

Eines ist allen Geschichten gemein: Sie sind spannend - so spannend und pointiert, dass ich eine klare Leseempfehlung gebe, verbunden mit dem Hinweis, dass es sich für Leser aller Genres lohnt, sich auf diese Reise voller Vielfalt einzulassen, und wer glaubt, die Geschichten vorhersehen zu können, wird sehr überrascht werden. So schreibt Ute auf Amazon und vergibt 5 Sterne für Der letzte Turm vor dem Niemandsland.

Ground Zero, der 13. Handyman Jack Roman, soll noch diesen Monat erscheinen und kann vorbestellt werden.

Die bisher beste Ausgabe schreibt Voss auf Amazon und vergibt 5 Sterne. Damit bekommt Zwielicht X bisher 4,2 von 5 Sternen bei 6 Besprechungen. Das freut uns doch sehr und motiviert für die nächsten Ausgaben.

Inspiration ist im Druck und kann vorbestellt bzw. bald überall erworben werden. Die Hardcovervariante ist aber sehr limitiert und wer eine haben will, sollte es sofort versuchen und hoffen, das es noch ein Exemplar gibt.


Donnerstag, 5. Juli 2018

Fantasyguide präsentiert: Scherben


Der vierte Band der Reihe Fantasyguide präsentiert steht in den Startlöchern und enthält 16 phantastische Geschichten. Im Gegensatz zu seinen drei Vorgängern wird der Band in Eigenregie erscheinen.

Scherben plädiert dabei für Offenheit und so finden sich die unterschiedlichsten Genres von den unterschiedlichsten Autoren, eine phantastische Reise durch die Welten der Fantasy, der Science Fiction und des Horrors.

Erhältlich als Taschenbuch und E-Book.

Das Titelbild ist von Detlef Klewer


Titelliste:



Achim Hildebrand - Zeit ist Gold
C.M. Dyrnberg - Die Gewächskirche
Peter Nathschläger - Das Heerlager der Toten
Matthias Ramtke - Kein Mittelweg
Andreas Flögel - Katzen in U-Tortuga
Nina Horvath - Bahnfahrt in die Ewigkeit
Diane Dirt - Tod eines Wechselbalgs
Michael Schmidt - Sommer der Liebe
Ralf Steinberg - Rinnsale
Merlin Thomas - Vox Pobuli
Christel Scheja - Ein Schwert zu schmieden
Sascha Dinse - Scherben
Uwe Herrmann - Der Geschichtenzähler
Ralf Kor - Die Messias-Maschine
Detlef Klewer - Herofluenza
Ray Bradbury & Forrest J. Ackerman - Die Schallplatte


Die Geschichte Die Schallplatte wurde von Sebastian Rudolph übersetzt.



Mittwoch, 4. Juli 2018

Whatever happened to Little Albert?

Im Jahr 1920 konditionieren John B. Watson und Rosalie Rayner die Angst vor Ratten in einem Baby, das sie "Albert B." (bekannt als Little Albert) nennen. Als Little Albert das Experiment mit etwas über einem Jahr verließ, berichteten die Forscher, dass sich diese Angst auf einen Hund und andere pelzige Tiere und Objekte verallgemeinert hatte. Niemand weiß, was mit Albert passiert ist, denn seine Identität blieb über 90 Jahre lang ein Geheimnis (Quelle)

Basierend auf diesem Experiment schrieb Marcus Richter die Geschichte Whatever happened to Little Albert?, zu finden in Zwielicht 6.

Nicht der einzige Höhepunkt des Bandes. 65 Standardseiten hat die Geschichte von Marcus Richter. Noch länger ist nur die deutsche Erstveröffentlichung von Algernon Blackwood. Max Hensig ist ein deutscher Chemiker, der als Mörder verurteilt ist und ein Journalist hat den Auftrag, ihn zu porträtieren und verliert sich in der Grenze zwischen Wahn und Wirklichkeit. Die Geschichte, ursprünglich 1907 erschienen, spiegelt auch die Erfahrungen von Blackwood in den 90er Jahren in New York wieder.

Kleiner Vogel flieg! von Christian Weis ist dagegen eine Geschichte zum allgegenwärtigen Thema Zwangsprostitution und nichts für zarte Gemüter, wenn auch auf explizierte Darstellungen verzichtet wird. Umso schlimmer sind die Bilder der eigenen Vorstellungskraft.

Zwielicht 6 enthält auch eine Geschichte von Jörg Kleudgen, die zu einen seiner besten gehören soll. Penventinue zeigt auf jeden Fall die volle Schaffenskraft des Autoren.

11 Geschichten und 3 Artikel laden zum Verweilen ein. Einfach mal zugreifen!

Bezugsquellen:

Tipp für Sammler: Unbedingt die Ausgabe von Saphir im Stahl erwerben, die verlagsseitig vergriffen ist. 



Dienstag, 3. Juli 2018

Skoutz Award 2018 - die Abstimmung

Der Skoutz Award ist ein zum dritten Mal durchgeführter Preis, der sich querbeet durch Literatur, Bilder und Blogs kämpft.
In vier Stufen wird der Preisträger ermittelt. Auf der Midlist waren zwei Bücher, bei denen ich beteiligt war. In der Kategorie Anthologie waren Der letzte Turm vor dem Niemandsland und Das Alien tanzt Kasatschok nominiert. Um ins Finale der besten drei zu kommen, benötigt es neben Daumendrücken auch tatkräftige Mithilfe durch eure Stimmen:

Übrigens zu beiden Büchern sind Nachfolgebände geplant. Über Näheres werde ich demnächst informieren.

Eloy Edictions


Eloy Edictions war ein Kleinverlag, der Bücher herausgegeben hat zwischen 2005 und 2012. Schwerpunkt war Horror und unheimliche Phantastik. Hier die Liste aller erschienen Bücher:

  1. Michael Siefener - Der Teufelspakt (2005) - Roman
  2. Christian von Aster - Im Schatten der Götter (2005) - Roman
  3. Boris Koch - Der adressierte Junge (2005) -  Storysammlung
  4. Paul Kane - Schattentänzer (2005) - Storysammlung
  5. Paul Kane& Walter Diociaiuti - Albions Albträume (2005) - Anthologie
  6. Markus Kastenholz - Schwarzdunkel (2006) - Storysammlung
  7. Markus K. Korb - Insel des Todes (2006) - Storysammlung
  8. Brian Keene - Angst vor dem Sturz (2006) - Storysammlung
  9. T.M. Wright - Das kalte Haus (2006) - Roman
  10. Kealan-Patrick Burke - Der Schildkrötenjunge (2006) - Novelle
  11. Sven Kössler& Werner Placho - Liberate Me (2006) - Anthologie
  12. Gary Braunbeck - Midnight Museum (2007) - Roman
  13. Walter Diociaiuti - Master Of Unreality (2007) - Anthologie
  14. Marco Milani - Träume und Ähnliches (2007) - Roman (kein Horror)
  15. Tobias Bachmann - Das Spiel der Ornamente (2007) - Roman
  16. Sven Kössler& Werner Placho - Creatures (2008) - Anthologie
  17. Walter Diociaiuti - Das Arsenal (2008) - Novelle
  18. Simon Clark - Die Lichter der Koboldstadt (2008) - Storysammlung
  19. Michael Knoke - Im Wendekreis der Angst (2008) - Roman
  20. Michael Schmidt - Zwielicht 1 (2009) - Anthologie
  21. Lars Maria Maly -  Der Fluch des dunklen Mondes (2009) - Novelle
  22. Kristle Reed - Stein (2010) Roman
  23. Torsten Scheib - Casus Belli (2010) - Anthologie
  24. Michael Schmidt - Zwielicht 2 (2010) - Anthologie
  25. Malte S. Sembten - Dhormenghruul (2012) - Storysammlung
Die beiden Bücher von Marco Milani und Kristle Reed sind Übersetzungen aus dem Italienischen.

Eloy Edictions gewann 2008 den Vincent Preis als Bester Verlag.

Außerdem gewannen folgende Werke den Vincent Preis:

Kurzgeschichte
2007 Walter Diociaiuti - Zigeuneraugen (Masters Of Unreality, Eloy Edictions)

Anthologie/Storysammlung/Magazin
2010 Michael Schmidt - Zwielicht 2, Eloy Edictions (Anthologie)
2009 Michael Schmidt - Zwielicht 1, Eloy Edictions (Anthologie)
2008 Sven Kössler& Werner Placho - Creatures, Eloy Edictions (Anthologie)

Gruselhefte

Der Gespensterkrimi startete am 13.07.1973 als Heftreihe und brachte mit Die Nacht des Hexers sofort einen Klassiker. Dieser Roman von Jason Dark (Helmut Rellergerd) war der Auftakt einer Erfolgsgeschichte. John Sinclair hatte das Licht der Welt erblickt und nach 50 Abenteuer im GK bekam der Inspektor von Scotland Yard eine eigene Serie, die immer noch läuft. Aktuell findet sich Band 2085 in der Vorschau.
Die Reihe brachte weitere Helden wie Tony Ballard und Der Hexer hervor, andere Serie wie Damona King gingen den umgekehrten Weg.
Im weitesten Sinne Nachfolgeformate waren die Reihen Dämonenland und die Horror Factory, bei letzterer schrieben auch Zwielicht Autoren mit.
Unbestätigten Gerüchten zu Folge ist eine Neuauflage des Gespensterkrimi geplant, im Gegensatz zur Horror Factory aber nicht als E-Books sondern gedruckt. Ob es sich bei dieser Neuauflage um Nachdrucke, neue Romane oder einer Mischung aus beidem handelt, ist dabei vollkommen unklar. Man darf aber gespannt sein ob sich das Gerücht bewahrheitet.
Laut einem Leitartikel des Zauberspiegels sollte man es lassen, schließlich sieht man dort keine Zukunft für den Heftroman.
Ich selbst habe auch mal einen Heftroman in dieser Tradition verfasst und aktuell ist eine Neuauflage von Das Vermächtnis des Milton Lucas verfügbar.

Die Romantruhe bringt übrigens schon seit längerem die Reihe Der Geister-Schocker heraus, allerdings als Paperback Serie, daher kosten die Romane auch mehr.

Apropos Hefte. Dark Land, das JS Spin-Off, scheint den umgekehrten Weg zu gehen und eingestellt zu werden. Hier die Archivseite.


Sonntag, 1. Juli 2018

Repulsitstrahlen und Marssegler

Matthias Käther, Pulpaktivist, Übersetzer und vor allem Rundfunkjournalist widmet sich in dem unten verlinkten Podcast der frühen Science Fiction und Abenteuerliteratur.
Mehr über Matthias findet man im Interview.

Gegenstand des Podcast sind beispielsweise der Verlag Dieter von Reeken, Robert Kraft und Kurd Laßwitz.


Repulsitstrahlen und Marssegler. Frühe deutsche Science Fiction-Literatur
RBB Kulturradio - Erstausstrahlung 30.6. 2018, 19.04 Uhr

Die Besetzung:
Autor:             Matthias Käther
Sprecher:      Matthias Käther
Zitator:           Uve Teschner
Technik:         Sabine Dreßler
Regie:           Paul Sonderegger
Redaktion:    Anne-Dore Krohn





Die SF Kneipe:

Der Tag als ich…


Der Tag als ich…ich muss weiter ausholen, schließlich fängt man höflicherweise nicht am Ende an.

An diesem Tag herrschte weder Blitz noch Donner am Firmament, es war, im Gegenteil, einer dieser ruhigen Sommertage, Ende Juni. Es war ausgesprochen heiß, für deutsche Verhältnisse. Nicht rekordwarm, aber doch so, dass man ordentlich ins Schwitzen kam. Trotz Trockenheit, die schon tagelang anhielt.

Ich gammelte in den Tag hinein, weder motiviert, mich zu bewegen, noch irgendwas Sinnvolles zu beginnen. Ich hing rum und genügte mir selbst.

Aber irgendwann auch nicht mehr. Von einem auf den anderen Moment wurde ich unruhig und es kribbelte innerlich, als hätte jemand eine schwache Stromquelle an mich angeschlossen.

Nervös tigerte ich hin und her, leicht panisch, hatte mich der stille Tagesstart doch so runtergebracht, dass die jetzige Unruhe fast schmerzte. Es war wie die Drohung vor Unwetter, bei der das Ende eines sonnigen Tages drohte, aber in der Luft lag keine Elektrizität. Die Spannung lag einzig und allein in mir und nirgendwo anders.

Ich hibbelte ein wenig und so verging die nächste Stunde, als die Anspannung sich stetig verflüchtigte und ich kaum noch wusste, dass ich unruhig gewesen war. Erneut gammelte ich und genoss den lauen Sommerabend, der endlich einen sanften Hauch von Kühle hervorbrachte.

Wie ich da so saß, an nichts dachte, passierte es.

Mein Gesichtsfeld verengte sich kurz, dann erstrahlte ein Licht und Worte sprachen zu mir, eindringlich, mit ernster Stimme und so nachdrücklich, dass meine Haut vor lauter Aufregung an allen Stellen zu jucken anfing. Ich lauschte der Stimme, den Bildern, die auf mich einprasselten und mich auf ein höheres Level setzten. Ein Wissender, der sein Wissen weitergeben musste, sollte, wollte.

Der Schweiß brach mir aus und schwemmte das Jucken weg und mit ihm die zittrige Unruhe, die mich erfasst hatte.

Die Vision war vorbei. Ich stand auf. Und…

Ich verharrte. Kratzte mir verlegen durch das dünner werdende Haar.

Ja, das war der Tag als ich…

…als ich was auch immer. Eine Vision hatte? Gott sich mir offenbart hatte?

Ich weiß es nicht. Denn so energisch ich auch aufgestanden war, so klar mir vor Augen war, was meine Aufgabe werden sollte, so durchdrungen ich von Durchsetzungskraft und Überzeugung war…

…so frustriert war es, dass ich, plötzlich, wie aus dem Nichts, vergessen hatte, was mir die kraftvolle Stimme aufgetragen hatte.

Und je länger ich darüber nachdachte, desto mehr kam die Überzeugung in mir auf, dass mich die Hitze zum Narren gehalten hatte. Auch wenn in dem hintersten Stübchen meines Verstandes eine leise Stimme dem vehement widersprach.


Scherben auf epubli

Scherben  ist jetzt auch auf epubli verfügbar und zwar hier . Somit wird das E-Book demnächst auf alle bekannten Plattformen erhältlich ...