Sonntag, 23. Februar 2020

M.G. Braun - Das Phantom von Las Vegas (Sam&Sally 2)


Maurice-Gabriel Brault (M.G. Braun), geboren in Hanoi, war ein französischer Krimiautor (1919-1984). Er ist der Schöpfer und Verfasser der Reihe Sam und Sally, die von 1954 bis 1984 lief.
Eine deutsche Übersetzung erschien von 1975-77 im Bastei Verlag: Sam und Sally.
Der vorliegende Roman ist der erste in der Reihe der Neuauflagen.
Angaben der französischen Wikipedia:
Die Black River-Ausgaben haben eine Sammlung geschaffen, die der Reihe der Abenteuer von Sam und Sally von M. G. Braun gewidmet ist. Diese Sammlung enthält neue Originalromane aus der Reihe und mehrere Neuauflagen von Romanen, die Fleuve noir in der Special Police-Sammlung aus den 1950er Jahren veröffentlicht hat. Bei Neuauflagen unterscheidet sich die Reihenfolge der Veröffentlichung in der entsprechenden Sammlung von der Reihenfolge der Originalveröffentlichung. Zum Beispiel ist Une fille calme, der erste Roman der Reihe, der ursprünglich 1952 veröffentlicht wurde, der letzte Roman, der 1984 aus der Sammlung Sam and Sally veröffentlicht wurde.
Ein Artikel findet sich im Black Stone Magazine


Der Originalband sieht scheinbar so aus. Auch nicht besser als das Titelbild des Bastei Heftes.
In der deutschen Reihe sind auch neu veröffentlichte Romane von deutschen Autoren, z.B. Friedrich Tenkrat und Hans-Joachim von Koblinski enthalten.

Sam Krasmer und seine Frau Sally kommen nach Las Vegas, um dem Mafiaboss Giarotti einen Gefallen zu tun. Die Mafia sorgt sich um ihre Geschäfte, da die von ihnen gekauften Polizisten einer nach dem anderen ermordet werden. Es scheint als wolle sich jemand ins Geschäft drängen. Während Sam offiziell als Privatdetektiv auftritt, spielt Sally die Rolle der gutsituieren Spielerin, freundet sich mit der Puffmutter Loretta an, die eine Ranch leitet, die eigentlich ein Bordell ist. Deren Schwester Sandi ist mit dem ortsansässigen Gangsterboss Shorter liiert, obwohl sie mit Mic verheiratet ist. Als dieser stirbt, kommen die Geschehnisse ins Rollen.
Eine Art Frauen Ku-Klux-Klan, der angeblich für Frauenrechte kämpft, soll dahinter stecken. Aber niemand kennt das Gesicht hinter der roten Kapuze.

Der Roman spielt mit sexuellen Andeutungen, hat mehr Dialoge als Actionszenen und ist unterhaltsam, allerdings auch ein Kind seiner Zeit, als das Verbrechen eher den Hintergrund bildet als die Hauptsache und es ist die typische Geschichte über Personen und ihre Beziehungen. am Ende kommt dann einer ermüdende Gerichtsszene mit Auflösung die wirklich Niemanden mehr überraschen kann.
Insgesamt doch eher unterdurchschnittliche Kost, die stellenweise unfreiwillig komisch ist.

Meine Kurzrezensionen

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