Sonntag, 31. Juli 2011

Hauptsache weiter!

Der VFB Oldenburg spielt in der Niedersachsenliga. Das ist die 5. Liga, noch unter der Regionalliga. Das war nicht immer so. 1954 stiegen die Oldenburger in die Oberliga Nord auf und spielten am 9.1.1955 vor 22.000 Zuschauer 0:1 gegen den HSV. In der nächsten Saison stiegen sie wieder ab, erreichten aber immerhin ein 1:1 am 6.11.1955 gegen die Hamburger.
1961 wurde der HSV Meister der Oberliga Nord und spielte erneut gegen Oldenburg. Vor 28.000 Zuschauer erkämpfte sich der Aufsteiger ein 1:1, im Jahr danach gewann der Oberligameister mit 3:0 vor 16000 Zuschauern. Am 16.9.1962 gelang sogar ein 6:3 Sieg und wieder wurde der HSV Oberligameister.

Danach kam die Bundesliga und die aktuelle HSV Mannschaft ist von Meisterehren weit entfernt. Immerhin ist der letzte Titel von 1987, im Finale des DFB Pokal schlug man den Zweitligist Stuttgarter Kickers mit 3:1.

Dieses Jahr nun lauerte in der Erstrunde des Pokals eben der alte Rivale aus Oberligazeiten. Und wieder wurde es ein schweres und knappes Spiel. Dabei ging es gut los, Kopfball Westermann und der Bundesligist führte. Selbiger verursachte durch lässiges Abwehrverhalten das Gegentor und plötzlich stand es 1:1.
So lief das Spiel wie die letzte Saison. Vorne wenig Chancen und die guten werden nicht genutzt oder wie das Tor von Petric aberkannt. Hinten unsicher, allen voran Westermann, dessen Stellungsspiel eklatant schlecht ist.
Im Gegensatz zur letzten Saison ging es gut aus. Petric verzagte nicht ob des aberkannten Tores und erzielte nach Zuckerpass Jarolim das 2:1.
Nicht gut gespielt aber gewonnen. Das würden jetzt auch die Herren aus VW Wolfsburg, Bayer Leverkusen (die es geschafft haben, eine 3:0 Führung gegen den Zweitligisten Dresden an die Wand zu fahren), St.Pauli (die von Trier geschlagen wurden, da will man nicht dran denken, was die TuS Koblenz erreichen hätte können, die im Rheinland-Pokal gegen Trier unterlag), Bremen und Cottbus.

Nur das Weiterkommen zählt. Respekt an kampfstarke und aufopferungsvolle Oldenburger, die einen schönen Ball spielten und eine tolle Leistung zeigten.

Der HSV dagegen wird sich gegen Dortmund steigern müssen. Die gewannen klar im Pokal und das ist keine Selbstverständlichkeit, haben die da doch Jahr für Jahr Blamagen gesammelt.


Aber der Pokal hat eigene Gesetze, sehen wir, welche Gesetzmäßigkeit die Bundesliga zeigt. Der Meister der Vorsaison Bayern München gewann zum Auftakt Freitags sein Heimspiel gegen Wolfsburg und wurde am Ende nicht Meister. Gönnen wir dem BVB die Meisterschaft und eine Niederlage zum Auftakt. Ich werde es mir anschauen und nach Dortmund reisen. Natürlich im HSV Block.
Sonderlich optimistisch bin ich allerdings nicht und befürchte fast, das wird ein sehr schwieriges Spiel, bei dem nur wenig zu gewinnen ist. Mir persönlich würde ein Unentschieden vollkommen reichen.
Gespannt bin ich, wie sich der neuformierte HSV im ersten ernsthaften Spiel präsentiert. Der Pokal ist ja immer eigen und die Vorbereitung sagt überhaupt nur wenig aus, glänzte die Mannschaft dort in der Vergangenheit oft und hielt nie, was sie versprach.
Die einzige Alternative in der Innenverteidigung ist der Holländer Bruma, der ist aber verletzt. Beide jetzigen Innenverteidiger sind ja auch Kandidaten für das defensive Mittelfeld. Mancienne macht bisher einen guten Eindruck, Westermann ist leider kein Aufbauspieler und wirkt alles andere als souverän.
Nun, malen wir nicht schwarz, hoffen auf eine respektable Leistung und vielleicht springt ja irgendwie ein Unentschieden raus.

Son schießt die Führung zum 1:0. Das wäre doch mal eine Schlagzeile!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Horror-Legionen 2 auf Platz 1

Die Horrorlegionen 2 sind auf Platz 1 der Horror Anthologie-Charts gestiegen: Zum Buch Das ist doch eine feine Sache! Enthalten ist ...