Dienstag, 8. Juni 2021

Heinz Krafft - Der Schuß aus der Loge (John Kling 40)



Heinz Bruno Decker schrieb unter Heinz Krafft bei der Serie  John Kling mit und das schon vor dem Krieg. In der Nachkriegserie erschien als Band 40 Der Schuß aus der Loge.

Im Bastei Krininal-Roman 24 findet sich eine Vita des Autors:


Burthe und Kling machen Urlaub in der Nähe von Edinburgh und beobachten, wie ein futuristischer Wagen verunfallt. Sie wollen zur Hilfe eilen, aber das ist in diesem Moment gar nicht nötig. Der Fahrer ist der Ingenieur Bentley, der den Wagen entwickelt hat. Dieser verhindert Schaden bei einem Fahrer wenn er sich überschlägt. Desweiteren kann man den Wagen fernsteuern, er hat eine Kamera im Grill und er kann schwimmen wie ein Boot. Aber jemand trachtet dem Erfinder nach dem Leben.

Bentleys Vater war reich, verspekulierte sich aber und veruntreute Geld, so begann er Selbstmord. Sein jüngerer Bruder Fred, ein verkommenes Subjekt, ging nach Übersee. Als ein sonderbarer Franzose auftaucht, scheint die Sachlage klar. Burthe und Kling erkennen ihn wieder. Es war der einzig entkommene Ganove eines Kinderdiebesring. Aber was will der Schurke von Bentley?

Wie sich herausstellt, ist der Schurke in Wirklichkeite ein Polizist aus Frankreich, ein Geheimer, und will Bentley retten, dem das wiedergefunde Vermögen des Vaters zusteht. Abzüglich der veruntreuten Gelder bleibt ein größerer Batzen übrig. Doch der Bruder Fred ist als Verwalter in Bentleys Dienste getreten und will sich zum Alleinerbe krönen und seinen Blutsverwandten meucheln. John Kling deckt es auf, braucht aber Beweise, um eingreifen bzw. die Polizei zu rufen. Und kommt, als sich die Ereignisse überschlagen, fast zu spät.

Ein Krimi, der alles beinhaltet. Eine abgeschiedene Gegend, ein genialer Ingenieur und ein missratener Bruder. Aber am Ende ist es ein eher unfreiwillig komischer Kriminalfall, dessen Logiklöcher einem Schweizer Käse Ehre machen, und so wie dieser stinkt, so riecht John Kling Band 40 nach einem Desaster. 

Schade, da war mehr drin!

Die Serie John Kling lief damals vierzehntägig und insgesamt von 1949 bis 1954 wie man hier nachlesen kann. Insgesamt erschienen 161 Romane der Nachkriegsserie. Dazu kam die Serie John Klings Erinnerungen von 1952-1954.

Ursprünglich erschienen die Romane vor dem Krieg, ob es sich bei den Nachkriegsauflagen um reine Nachdrucke handelt, entzieht sich meiner Kenntnis. In den 60ern gab es sogar eine Fernsehserie John Klings Abenteuer.

Die Serie erschien in unterschiedliche Formaten. Die ersten Romane waren sehr kleinformatig und hatten 64 Seiten, die späteren dann fast das heutige Heftromanformat und 48 Seiten. John Klings Erinnerungen gab es im größeren Format zu 64 und 80 Seiten.

In Texte zur Heftromangeschichte findet man ebenfalls einen Band zu John Kling.


Meine Kurzrezensionen

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