Euro-Dollar-Parität


 Man kann es ja niemanden Recht machen. Erst gab es lange Zeit keine Zinsen und eine stabile Währung ohne relevante Inflation, jetzt geht letztere durch die Decke und die Zinsen hinken natürlich hinterher. Dafür kann Europa jetzt auf dem Weltmarkt günstig exportieren.

Warum es zur Euro-Dollar-Parität kam titelt die Tagesschau. Die Entwicklung der DM bzw. des Euros hatte ich hier unter die Lupe genommen.

Wie man am Euro/US Dollar Chart erkennen kan, war die Parität letztmals 2002 gegeben. Wikipedia schreibt zum Euro Dollar Wechselkurs:

Im Juli 2008 erreichte der Euro mit einem Kurs von 1,5990 US-Dollar pro Euro sein bisheriges Allzeithoch (siehe Tabelle „Jahreshöchst- und -tiefstwerte“ oben); im Zuge der Griechenland-Finanzkrise 2009/10 fiel der Kurs von 1,35 USD/EUR auf etwa 1,20 USD/EUR (= um etwa 10 %).[73]

Somit ist seit Einführung der Papierwährung auf Rekordtiefstkurs. Nimmt man die Deutsche Mark als Referenz ist aber noch ordentlich Luft nach unten. Man darf gespannt sein wo der Euro seinen Boden findet.

Generell hat eine starke und eine schwache Währung ihre Vor- und Nachteile. Öl, das in Dollar gehandelt wird, wird z.B. teurer. Auf dem Weltmarkt dagegen kann man als Europäer günstiger verkaufen. Wenn die allgemeine Lehre stimmt, müssten jetzt die schwächeren europäischen Lände davon profitieren. Urlaub in Griechenland ist für US Touristen auf jeden Fall günstiger und Maschinen aus Italien ebenfalls für den US Markt.

Allerdings sollte man auch andere Währungscharts betrachten wie Euro/Yen oder Euro/Yuan. Generell ist der Krieg in der Ukraine die Hauptursache für die Währungsentwicklung, wie sich auch an diversen Aktienkursen in Europa ablesen lassen kann. Die wertvollsten Unternehmen sitzen zumeist außerhalb Europas.

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