Montag, 5. August 2013

Es geht wieder los!

Die Saure-Gurken Zeit ist vorbei. Die Bundesliga rollt ab Freitag wieder. Und der HSV ist weit davon entfernt, das Graue Maus Image zu verinnerlichen. 
Nein, Drama ist angesagt. 
Der HSV mit mehreren Neuzugängen. 
In der überbesetzten Abwehr kamen Djourou und Sobiech dazu, ergänzt mit Nachwuchsspieler Tah, der im Pokal zum jüngsten HSV Profi aller Zeiten wurde, der ein Pflichtspiel bestritt. Sein Vorgänger schaffte es nicht, daraufhin eine Karriere zu starten. Niemand mehr kennt Mustafa Kucukovic. Wünschen wir ihm mehr Erfolg! 
Die Abwehr verstärken zusätzlich Westermann und die Restposten Mancienne, Rajkovic, Scharner. Westermann bleibt wohl trotz durchwachsener Leistungen gesetzt. Scharner hat den Drama-Effekt und wird wohl den Boulevard beschäftigen. Ansonsten ist Djourou verletzt, Sobiech im besten Westermann-Niveau mit Licht und viel Schatten, Tah noch nicht zu bewerten und man fragt sich ernsthaft, wo da die Steigerung herkommen soll. Mancienne wirkte auf Grund der überraschenden Ausbootung eher verunsichert und so bleibt die HSV Abwehr eine Wundertüte, die immer für einen Gegentreffer gut ist. 
Im Sturm kam Zoua. Was ich gesehen habe, hat mich noch nicht überzeugt. Aber die Taktik des Trainers ist klar und erinnert an die HSV Historie. Einst kam Doll, übernahm den HSV am Tabellenende. Und rettete den Verein, zog in die Champions League ein. Zwischendurch, das ist das entscheidende, wurde der treffsicherste HSV Stürmer seit Jahren demontiert. Statt Bernardo Romeo wurden pfeilschnelle Sturmversager verwendet. Doll erwischte es dann, als er das Tabellenende zurückeroberte. Er wurde gefeuert. Fink versucht ähnliches. Rudnevs, die lettische Tormaschine, kann keinen Ball stoppen. Wen interessiert das? Rudi denkt nicht lange nach, Rudi sieht auch die Mitspieler nicht immer. Rudi ist halt ein Mittelstürmer. Er macht das, was ein Mittelstürmer machen muss. 
Tore! 
Vor der Bundesliga ist Pokal und so spielte der HSV in Jena beim SV Schott, Landesliga Thüringen. Bis Rudi kam stand es 0:0. Dann traf die lettische Tormaschine doppelt, legte noch einen für Zoua auf und der HSV gewann doch noch 4:0. 
Im Mittelfeld des HSV darf jeder Mal ran. Jiracek war stark, schwächelte aber zuletzt. Skjelbred darf nicht, und die defensive Doppelsechs aus Arslan und Badelj hebt sich ihre Form hoffentlich für den Bundesligastart auf. Van der Vaart und Calhanoglu, die beiden potentiellen Spielmacher sowie Außenstürmer Beister und Ilicevic, oder Kampfmaschine Rincon, beim HSV schafft es jeder, seine Form in den Keller zu schrauben. 
Eine Prognose? 
Ich wage keine aufzugeben. Der HSV bleibt eine Wundertüte. Die Vorbereitung durchwachsen, der Pokal mit einem glücklichen Ende und im Verein hohe Schulden und Unruhe in der Führungsriege. Das wird alles, aber garantiert nicht langweilig. 
Sonntag geht es auf Schalke. Seien wir ehrlich. Da gibt es was auf die Hose. Und dann fängt die HSV Saison an. 
Hoffen wir das Beste.

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