Die Ladenhüter


Im Laufe der Zeit habe ich die verschiedensten Anthologien herausgegeben. Es begann 2004 mit dem Band Die dunkle Seite, eine Mischung aus Krimi und Horror. Das Buch wurde recht oft verkauft und der Nachfolger Schattenseiten erreichte beim DPP den 5. Platz.

Neben Erfolgen muss man als Herausgeber auch mit Misserfolgen leben. Schiff der Spione ist eigentlich ein spannendes Buch. Deas Titelbild ein Hingucker, enthalten sind eine Übersetzung von Das Steingeschöpf von G.V. Anderson, die Autorin hat einen deutschen Titel verwendet und die Geschichte spielt auch dort. Die Story gewann sogar den World Fantasy Award 2017. Auch die AutorInnenliste verspricht einiges: Achim Hildebrand, Uwe Hermann, Galax Acheronian, Merlin Thomas, Andreas Flögel, Frederic Brake oder Torsten Scheib. Andererseits Ellen Norten, Christel Scheja, Nina Teller oder Diane Dirt, Mit Mack Reynolds gibt es eine weitere Übersetzung.

Nur, kein Mensch will das Buch haben. Schiff der Spione ist bisher der absolute Lowseller. Und ich habe keine Ahnung, warum gerade dieser Band so schlecht läuft. Vorgängerband Scherben lief sehr gut und Nachfolgeband Alles eine Frage des Stils wieder wesentlich besser.



Auch bei Zwielicht Classic gibt es ein ähnliches Phänomen. Zwielicht Classic 8 und Zwielicht Classic 10 verkauften sich schlechter als die anderen Bände. Erst Zwielicht Classic 12 war ein überwältigender Verkaufserfolg.


Wolfsbrut, die Sammlung von Werwolfgeschichten, scheint ein ähnlicher Fall zu sein. Die Kritiken waren sehr gut, das Thema schien gut anzukommen, doch bisher machen die Leser einen Bogen um das Buch, trotz des wie ich finde, hervorragenden Titelbildes. Aber Wolfsbrut ist ja noch im Rennen und erst im September letzten Jahres erschienen. Die Hoffnung, das es ein Bestseller auf längere Sicht wird, ist noch nicht gestorben.

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