Donnerstag, 4. August 2011

Gebt dem Jungbrunnen eine Chance!

Freitag startet die Bundesliga. Der HSV muss zum amtierenden Meister Borussia Dortmund.

Für die neuformierte Truppe ein schwerer Test. Der HSV hat mit 23,58 Jahren den jüngsten Kader. Ob auch eine junge Truppe spielen wird, muss man allerdings sehen.

Der Auftakt hat es in sich. Auswärtsspiele in Dortmund, Bayern und Bremen. Da drohen 0 Punkte. In den Heimspielen warten dagegen Hertha und Köln, vermeintlich leichte Gegner. Doch gerade gegen diese tat sich der HSV schwer.



Eine alte Achse hat der HSV noch. Im Tor Drobny, davor Westermann, im Mittelfeld Jarolim und im Sturm Petric. Drei davon werden wohl am Freitag beginnen und ich tippe mal, auch Jarolim wird auflaufen. So jung wird die Mannschaft auf dem Platz also nicht sein.



Hoffnungsträger ist im Sturm der 19jährige Südkoreaner Son, der hoffentlich vor einer glänzenden Spielzeit steht. Überraschend im Gespräch für die Anfangsformation ist der Kölner Töre, der bisher nur gute Kritiken bekam.



Leider stören viele Nebengeräusche. Demel versucht seinen Vertrag platzen zu lassen, da er ablösefrei wechseln will. Letztendlich wird das gelingen, die Spieler sind da am längeren Hebel. Schade, dass es so enden muss, war Guy Demel doch ein Sympathieträger. Aber ein Fußballverein ist ja mittlerweile ein mittelständiges Wirtschaftsunternehmen und auch für den Spieler geht es nicht nur um die Fahrtkosten.

Nationalspieler Westermann, Kapitän und letztes Jahr von Schalke gekommen, hat eine ganz schlechte Saison hinter sich. Auch in der Vorbereitung glänzte er vorwiegend durch Fehler in der Defensive und Torgefährlichkeit in der Offensive. Die Fans zeigen wenig Geduld und pfeifen ihn mittlerweile gnadenlos aus.



Keine guten Rahmenbedingungen. Ein runderneuerter Kader mit vielen unerfahrenen, wenn auch talentierten Spielern. Dazu ein Trainer, der bisher nicht viel vorzuweisen hat und auf Platz 1 der Liste der am gefährdetsten Trainer steht.



Dazu der Auftakt in Dortmund beim amtierenden Meister, der als Supercupgewinner seine Frühform unter Beweis stellte. Im letzten Aufeinandertreffen verlor der HSV chancenlos und so ist die Marschrichtung klar: Der HSV ist krasser Außenseiter und das Tabellenende winkt. Das traditionell unruhige Umfeld (von der Qualität locker an Schalke und Köln heranreichend) scharrt schon mit den Füßen und legt sich schon die Schuldigen zu Recht.



Nun, ein Spiel muss erst einmal gespielt werden. Die Defensive kann vor Saisonbeginn noch so wackelig sein, wenn sie zum Auftakt steht, werden alle Unkenrufer in die Wüste geschickt.

Ich träume, sehe einen bestens aufgelegten Eliah, dessen Elan einen Son und einen Petric anstecken. Von außen hämmern die Flanken von Aogo und Diekmeier, während Töre den Schlußpunkt setzt. In hoher Not klären Westermann und Mancienne ein um das andere Mal und im Zweifel hält Drobny wie ein junger Gott.

Auswärtssieg. Die Überraschung der Saison!



Und sollte es nichts werden: Gebt der neuen und jungen Truppe doch einfach mal eine Chance. Sie hat sie verdient!

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