Dienstag, 3. Januar 2012

Das Jahr 2011


Nach dem der Jahresrückblick 2010 überaus beliebt war, führe ich die Tradition dieses Jahr weiter.
Insgesamt war 2011 mit wenigen Veröffentlichungen im Print.

Das Jahr begann mit Phase X 8 und dem Thema „Phantastische Ermittler“. 5 Jahre gibt es das Magazin schon und hat sich mittlerweile auf dem Markt etabliert wie drei Nominierungen für den DPP zeigen.
Mein Artikel beschäftigt sich mit den Ermittlern der Heftserien. So begleitet der Artikel zwei Interviews mit Jason Dark und Christian Montillon und stellt die einzelnen Ermittler vor und spannt dabei den Bogen von Larry Brent bis Vampira, die aktuell eine zweite Auflage erfährt.

Da war es schon April und das Jahr immer noch veröffentlichungsjungfräulich.


Doch das war nicht alles. Im Noel Verlag lief eine Ausschreibung zu Chaos Frauen und Macho Männer. Meine Geschichten „Der arme Mann“ und „Emanzien“ gingen ins Rennen. „Der arme Mann“ schaffte es leider nicht, aber „Emanzien“ erblickte die Leser dann im August. Die Geschichte war noch relativ frisch und zeigt den Wandel der Geschlechter im Lauf der Zeit, natürlich auf satirisch/humorvolle Weise. Immerhin die erste Veröffentlichung außerhalb der phantastischen Literatur seit März 2007. Und das Buch hat bei aller wechselnden Qualität der Geschichten Freude beim Lesen bereitet und kann von meiner Seite nur empfohlen werden.

Und unerwarteter Weise fand ich in dieser Anthologie einen neuen Kandidaten für Zwielicht. Lest Zwielicht 3 und ihr werdet seine tolle Story über ein abgefahrenes Filmteam genießen können. Aber das ist erst in 2012 möglich, den herausgeberseitig glänzte ich durch Abwesenheit.
Weiter ging es im Herbst.
Es war wohl irgendwann 2010 als Alisha Bionda nach Poe Geschichten fragte. Keine Geschichten in Poe Tradition sondern etwas, wo er selbst mitspielte. Edgar Allan Poe ist ja gar nicht mein Geschmack und ich konnte mir erst überhaupt nicht vorstellen, eine entsprechende Geschichte zu schreiben. Aber ich ließ die Idee sacken und sagte zu. Schweiß brach dann aus als ich mich näher mit dem Thema beschäftigte und das Blatt erst leer blieb. Doch mit der Recherche kamen die Ideen und das Ergebnis namens „Schwarz wie Blut“ scheint gut anzukommen, will man den ersten Rückmeldungen Glauben schenken.

Das wäre das Jahr 2011 gewesen, wenn Amazon nicht just in diesem Jahr den kindle eBook reader einführte. Mit einhergehend die Möglichkeit, selbst eBooks zu veröffentlichen und im Mai war es soweit: Meine erste Storysammlung „Geschichten der Dekadenz“ war geboren. Der Titel stand schon lange fest, doch wer veröffentlicht eine Sammlung mit nicht-phantastischen Geschichten eines unbekannten Autors? So schlummerte die Idee nahezu 8 Jahre in meiner Großhirnrinde bevor sie die digitale Realität erlebte.
Wie sich zeigte, fand sich durchaus nicht grundlos kein Verleger, denn das eBook lag wie Blei in den digitalen Regalen von Amazon und der erste Leser fand die Geschichtensammlung erst Ende Dezember.

Im Juli startete ich einen zweiten Versuch. Die Geschichte „Adrian“ aus Schattenversuchungen war eine Kurzgeschichtenveröffentlichung und das Titelbild war von meinem Kumpel Harald Kadenbach. Und siehe da, der ein oder andere lud sich das eBook auf seinen Reader. So folgte im September die zweite Geschichte namens „Eisige Begierde“, die ebenfalls Leser fand.

Die Sache war klar, es musste ein weiterer Versuch her und der Roman Schattenspiele aus dem Saramee-Universum wurde hochgeladen. Ich hatte ihn sowieso für die geplante eBook Variante der Saramee Serie überarbeitet, die leider nicht bis zu Band 5 kam. Leider war der Roman auf Amazon auch nicht sonderlich erfolgreich.

Der plötzliche eBook Wahn kurz vor Weihnachten zeigte aber, da geht was. Ich erinnerte mich an ein Bild von Lothar Bauer, sammelte ein paar meiner Horrorgeschichten und „Teutonic Horror“ war geboren. Der Band sieht schön aus und allein daher hat sich die Veröffentlichung gelohnt. Teutonic Horror fand auch seine Leser und unterstützte damit die These, Horror via eBook sei ein Erfolgsrezept.

Klarer Fall, mein Roman „Silbermond –Weststadt“, ergänzt um zwei weitere Geschichten, wurde das nächste eBook und katapultierte sich auf Platz 2 meiner eBook-Charts.

Und da mir ein weiteres Bild von Lothar Bauer ins Auge fiel, sammelte ich auch meine SF Geschichten in „Teutonic Future“. Wie ich finde, harmoniert das Bild außerordentlich.

Geholfen ein paar Leser zu finden haben die kostenlos Aktionen durch kdp select, die auch zu Anschlusskäufen führten. Ob und wie sich die Chancen für eBooks entwickeln, muss man aber erst einmal abwarten. Der Hype kann sich ausbreiten aber auch versiegen, das weiß man nie. Das gedruckte Buch ablösen wird es aber so schnell sicher nicht, da bin ich mir sicher.

Somit füllte sich die Veröffentlichungsliste für 2011 doch um einiges. Und die Verkaufszahlen der eBooks sind zwar nicht überragend, doch zeigen sie, da geht durchaus was. Und das die Kurzgeschichte „Adrian – Rotschwarze Lust“ mein Bestseller des Jahres war, lässt für die Zukunft hoffen.

Als Herausgeber dagegen war es ein schwierigeres Jahr. Zwei Anthologien parallel waren einfach zu viel und statt mich zu verzetteln, wurde Zwielicht 3 mehr oder minder vollendet und wird im Frühjahr 2012 erscheinen. Und erst wenn das Buch in trockenen Tüchern ist, mache ich mich an das zweite Fantasyguide Jahrbuch heran, das in den Startlöchern bereit steht.

Eine Lehre aus 2011 ist, man soll sich nicht verzetteln. Daher wird für die Zukunft das ein oder andere nicht mehr angepackt und sich aufs Wesentliche konzentriert. Hoffen wir das Beste!


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