Mittwoch, 13. Dezember 2017

Tanith Lee

...war eine englische Autorin. Ihre Wikipedia Seite findet man hier.
Zuletzt las ich von ihr die Geschichte Flammentiger (Bright Burning Tiger (1984)) in dem Auswahlband Phantastische Literatur 85. Flammentiger erzählt eigentlich eine recht profane Geschichte über einen Tigergeist in Indien. Klingt von der Zusammenfassung wenig spektakulär, die Autorin schafft es aber, einen wirklich zu packen.
Im Band ist auch eine Geschichte eines deutschen Autor enthalten. Die Nacht im Labyrinth von Herbert Bream ist nur halb so lang und weniger als halb so gut. Die ebenso profane Idee zweier Männer, die sich in einen Sarkophag legen, in dem der Legende nach ein Orakel hauste, ist aber auch von der Umsetzung sehr bieder und kann überhaupt nicht punkten.
Im Vergleich der beiden Werke kann man schön sehen, wie eine wenig spektakuläre Idee einerseits eine tolle Geschichte hervorbringt, aber andererseits es vom Autor auch vermurkst werden kann.
Die enthaltene Geschichte Das vierte Siegel von Karl E. Wagner zeigt übrigens, das Geheimbünde nicht erst durch Dan Brown Gegenstand phantastischer Literatur sind. Wagner erzählt wovon er sich auskennt. Es ist keine Story über einen Autor sondern über einen Mediziner, denn auch das ist der geniale Verfasser von Kane.

Tanith Lee, um zu unserem Ausgangspunkt zurück zu kehren, ist eine sehr vielseitige Autorin, die Fantasy, SF und Horror schrieb und auch prämierte Kurzgeschichten verfasste. Man sieht, Autoren, die genügend Ideen haben für Romane und Zyklen, treibt es trotzdem zur kurzen Form, was manch deutscher Phantastik-Kritiker wohl nicht nachvollziehen kann, den Leser aber natürlich erfreut.

Empfehlungen zu Tanith Lee habe ich natürlich auch, ich liste direkt mal recht unterschiedliche Werke auf, da ich nur einen Bruchteil ihres Oeuvres gelesen habe, kann es durchaus sein, das ich herausragendes vergessen habe:

Von Tanith Lee ist übrigens eine Werksausgabe beim Apex Verlag gestartet. Aktuell sind 8 Bände als E-Book erschienen.

Man findet sich auch auf den Seiten von Christian Pree:


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Daniel Schenkel

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