Mittwoch, 1. Januar 2020

Basement Tale Vol.6

Basement Tale Vol.6 ist erschienen und damit der vierte Band 2019. Sechs Geschichten sind enthalten und es ist die erste reine Männerausgabe.

Den Auftakt macht Bernhard Stäber mit Stockwerk 12A. Ein Dealer arbeitet für zwei Auftraggeber und sein eigentlicher Boss erzürnt das. Eric Isaac sollte den Fehler mit seinem Leben bereuen, doch als er zur Exekution im Fahrstuhl befördert wird, hält dieser in Stockwerk 12A, von dem man sich üble Gerüchte erzählt. Und Isaac entkommt seinem Schicksal, doch erwählt ihn ein Schlimmeres.


Für Wald und Königreich von Christian Endres ist eine typische Fantasygeschichte, die einen bösen Twist am Ende bietet. Unterhaltsam!

Mrs. Miller has disappeared von Lee Hollis bietet allein dadurch etwas besonderes, als das sie in englisch verfasst ist und in Basement Tale Vol.6 erscheint. Auf rotziger Art und Weise beschreibt Lee Hollis wie es zu Mrs. Millers Verschwinden kam. Kurz, prägnant und herausragend.

Michael Hess erzählt in Eis die klassische Geschichte einer reichen Familie und ihres Fluchs. Und das in einer derart spannenden Art und Weise, das macht Lust, mehr vom Autor zu lesen. Der Twist am Ende wirkt, auch wenn man ihn erahnt, doch ein wenig aufgesetzt und wird der Geschichten nur bedingt gerecht.

Tom Daut Wolfgang beginnt spannend, toll erzählt, um dann auf dem Altar der Unglaubwürdigkeit geopfert zu werden. Der Schluss ist nicht nur viel zu lang, auch ist die ganze Auflösung der Geschichte völlig absurd und an den Haaren herbeigezogen. Ein Totalausfall.

Das Beste kommt zu Schluss. Christian von Aster erzählt in Wahnsinn anfangs sehr verschachtelt, und treibt am Neujahstag damit den Verfasser der Zeilen in die titelgebende Phrase, doch bald nehmen die Geschehnisse Fahrt auf und was als Kannibalismuskrimi aussieht, transformiert schnell zu einer bitterbösen, herrlich erzählten Horrorgeschichte, die einfach nur großartig ist.
Warum aber alle Geschichten in dieser Richtung sich immer und immer wieder um Lovecrafts Kosmos drehen, erschließt sich mir nicht und wirkt doch immer ein wenig einfallslos. Das ist aber der einzige Kritikpunkt in dieser ansonsten herausragenden Geschichte.

War Basement Tale Vol.5 doch eher ein schwächerer Band, so ist Basement Tale Vol.6  wieder um einiges besser und wusste sehr gut zu gefallen, wenn auch eine Geschichte völlig fehl am Platz war.

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