Donnerstag, 30. Januar 2020

Cliff Corner - Er starb für eine Handvoll "Blüten" (Bastei Kriminal-Roman 606)


In der Reihe Bastei Kriminal-Roman debütierte die Reihe um den Chicagoer G-man Cliff Corner und zwar mit Band 606 Er starb für eine Handvoll BlütenRoman 129 war dann Wir zähmten die rote Hexe (Band 905). Ebenfalls 129 Romane erschienen später in der Reihe Cliff Corner/Larry Kent (1969-1973). Wer die Romane schrieb entzieht sich meiner Kenntnis. Eine kurze Liste mit Autoren findet sich hier.

606 Er starb für eine Handvoll Blüten erschien wohl 1964 und beginnt mit einem Paukenschlag. Cliff Corner kommt gerade aus dem Krankenhaus zurück und entdeckt ein Spiel in einer Schachzeitschrift. Der dort genannte Spieler ist ein verurteilter Verbrecher, der wegen Falschgeld sitzt. Als Corner seinen Partner Jo Muller darauf hin anruft, wird das Gespräch angenommen, es meldet sich aber niemand auf der anderen Seite. Corner ist alarmiert und sucht Muller auf. Dieser ist tot, erschossen und vor ihm steht das Schachspiel.
Sofort beginnt die Jagd auf Alex Karr und schnell wird er gefunden. Doch schnell wird klar, dieser ist nicht der Mörder. Als Karr das FBI zum Versteck der "Blüten" führt, finden sie statt des Banknotenpapiers einen Toten. Als der Tote identifiziert wird, nimmt das FBI die Ermittlungen auf und die Ereignisse überschlagen sich.

Der erste Cliff Corner Roman ist rasant und voller Action, bietet aber auch Hintergrundwissen zur Figur. Tom Harris ist noch beim Morddezernat. Durch diesen kennt Corner Susan Taylor, die ihn siezt, ihm andererseits aber unaufgefordert ein Frühstück macht und serviert, ihn auch so bedient. Die Dame ist tough, aber am Ende ist es Corner, der sie immer wieder rettet, so auch im vorliegenden Cliff Corner 1. Corner selbst, dessen Vater als Maurer begann und durch den er seine gute Konstitution vererbt bekommen hat, ist auch Pfeifenliebhaber und kauft sich für jeden Fall eine neue Pfeife. Wie sein berühmtes Pendant fährt er ein schickes Auto, nämlich einen Ford Mustang und statt New York ermittelt er in Chikago (damals noch mit k) und so landen sie auch im vorliegenden Roman auf dem Michigan See, da die Gangster nach Kanada flüchten wollen.
Mr. High heißt bei Cliff Corner Mr. Grant und schreckt nicht davor zurück, seinen FBI Agenten zu rügen ob des Sachschadens, den dieser bei seinen Ermittlungen hinterlässt.

Ein rasanter Roman mit schönen Wendungen und man erkennt genau warum die Corner Romane damals so erfolgreich waren. Dieser Auftaktband hat den Weg dazu bereitet.

Meine Kurzrezensionen

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