Sonntag, 10. Juni 2012

Patriotismus

Über Patriotismus und Nationalbewusstsein wird spätestens alle zwei Jahre wieder gesprochen. Saß man früher vor dem Fernseher und drückte der Deutschen Nationalelf die Daumen, heißt die jetzt Team Deutschland.
Früher sah man selten schwarzrotgoldene Fahnen. Zumindest nicht in der schier überwältigenden Menge.
Deutschland zeigt Farbe.

Natürlich ist das deutsche Team eine Mischung der Gesellschaft. Die Väter oder Mütter der Nationalspieler sind aus Spanien, Tunesien, der Türkei oder Polen. Große Aufregung darüber findet man nicht. Einzig das Verweigern der Nationalhymne wird immer wieder thematisiert.
Der eine singt halt, der andere nicht. Es steht auch nicht immer jeder auf und das wird den Personen des öffentlichen Lebens auch vorgeworfen.

Doch wie sieht das nichtöffentliche Leben aus. Schau ich mit meiner Clique Fußball, steht maximal eine Minderheit auf und niemand singt mit.
Gerade die, welche sich über die öffentlichen Personen aufregen, ereifern sich darüber. Ich frage mich, warum. Fühle ich mich als Patriot, muss ich doch selbst aufstehen und singen, so wie es die mexikanischen oder spanischen Nachbarn machen.
Aber anderen etwas vorwerfen, das man selbst nicht vorlebt?
Finde ich nicht in Ordnung.

So bleibe ich sitzen, singe nicht und konzentriere mich auf das Wesentliche: Das Fußballspiel!

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