Larry Kent 122 - Ihr Trauring war mit Blei bezahlt

 


Larry Kent ist der Privatdetektiv der Schönen und Reichen. Carol Denning, Schauspielerin, ein wenig überspannt, bei der man nie sicher ist, ob sie eine Rolle spielt oder sie selbst ist, ruft und beauftragt Larry Kent.

Sie hat einen Mann ermordet und wird von einem anderen bedroht. Für den zweiten, Jimmy Boyle, besorgt Larry Kent einen Wachmann, dann fährt er mit der Denning zu dem Ferienhaus, um den Toten zu begutachten. Doch, oh Wunder, da ist keiner. Carol ruft ihren Guru Constantine, der natürlich sofort herbeieilt und den Sermon von der Schuld von sich gibt, welche die Schauspielerin verspürt und da sie gerade eine ähnliche Rolle im Film spielt, seinen wohl Fiktion und Realität eine unheilvolle Mischung eingegangen. Laut Carols Triniskop (eine Art erweitertes Horoskop) kann sie keinen Mord begangen haben. 

Der Roman ist ruhig und es wird viel erzählt, es passiert aber kaum was. Am Ende überschlagen sich die Ergeignisse. Eine Kaffeekanne voller Kokain, eine zu ehrgeizige Sektretärin im Verbund mit dem Guru und einer vermeitlichen Leiche, die eine wahre wird. Tja, das alles garniert mit dem speziellen Humor des Übersetzers Horst Kallmeyer, der die Aufgabe hatte, die etwas zu knapp geratenen Vorlage auf Heftromanformat zu bringen.

Ich bin ehrlich, da habe ich schon bessere Larry Kent gelesen. Dabei macht das Grundthema, reich, schön und astrologisch, ja eigentlich was her. Aber Ihr Trauring war mit Blei bezahlt, der auch der Titel von Carol Dennings Film war, hat es nicht gebracht.

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