Sonntag, 21. Juli 2013

Nicht Jedermanns Liebling

Es gibt Geschichten, die sind Jedermanns Liebling. Gefallen einer großen Masse an Lesern und wie es der Herdentrieb will, folgen einige willig, andere widerwillig der vorherrschenden Meinung.
Es gibt aber auch Geschichte, die spalten die Leserschaft in zwei Lager. Lieben oder Hassen, dazwischen befindet sich eine kaum sichtbare Minderheit, die beiden lautstarken Lager dagegen trommeln für oder poltern dagegen.
Meine Sammlung Teutonic Horror ist da ein gänzlich anderer Fall. Zwei Meinungen erhielt ich und auch diese sind konträr, dabei geht es aber nicht um die Sammlung an sich sondern um die enthaltene Geschichten. Der weibliche Leser war sehr angetan von den Werwolfgeschichten Maria und Zwei Seelen in einer Brust. Auch Adrian gefiel ebenso wie Scheinbar. Neben den Geschichten die sie toll fand, waren auch welche, die sie als grottig bezeichnete.
Der zweite Leser war männlich. Drei herausragende Geschichten, sehr viele gute und zwei Ausfälle so sein Resümee. Na, wenn überrascht es. Maria und Zwei Seelen in einer Brust waren die Ausfälle. Überragend fand er Ein Stein in der Mauer, das fand die Leserin grottig.
Okay, könnte man sich denken, da trafen zwei sehr unterschiedliche Geschmäcker aufeinander.
Weit gefehlt. Beiden gefiel Hellrider, Volldampf voraus! und Der Tod ist dir sicher.
Beide konnten dagegen meiner 1. Weltkriegsgeschichte Remanenz überhaupt nichts abgewinnen. Eine Geschichte, die eine 4 Sterne und eine 5 Sterne Rezension auf Amazon erhalten hat.
Man sieht, die Meinungen sind sehr vielfältig. Das verwirrt den Autor auf der einen Seite, gibt ihm andererseits das Gefühl, eine interessante und spannende Sammlung veröffentlicht zu haben.
Letztendlich muss sich aber jeder selbst eine Meinung bilden.

Ein Wort noch zu den Amazonrezensionen. Ich orientiere mich da als Leser eigentlich überhaupt nicht dran. Viele der Rezensionen sind gekauft und man liest es ihnen auch oft genug an.
Ich persönlich mache das nicht. Ich sehe da rein wirtschaftlich keinen Sinn, denn ich glaube nicht, dass man dadurch wirklich viel mehr Bücher verkauft, also ist es wohl er ein Minusgeschäft.
Andererseits empfinde ich die gefakten Rezensionen als reine Werbesprüche, ästhetisch also eher uninteressant. Wären gekaufte Rezensionen lesenswert und würden Spaß beim Lesen bereiten, würde ich wohl schon eher schwach werden.
So tummeln sich bei mir Rezensionen von 1 Stern bis 5 Sterne, je nachdem, ob ich die Zielgruppe erreicht habe oder nicht, ob dem Leser das Buch gefallen hat oder nicht. Manchmal ist es schon erstaunenswert, welche Lesergruppen auf meine Geschichten aufmerksam werden. 
Nachvollziehen, dass Rezensionen den Verkauf fördern, kann ich ebenfalls nicht. Tendenziell werden ebooks von mir ohne Bewertung eher gekauft. Was allerdings stimmt: ebooks, die nur eine schlechte Bewertung haben, verkaufen sich überhaupt nicht mehr. 




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