Mittwoch, 16. März 2011

Zeit der Veränderung

Ja, es ist eine Zeit der Veränderung in der Fußballbundesliga. Früher, ja früher war alles besser…oder anders?

Trainer wurden gefeuert bei Erfolglosigkeit. So ist es auch heute, geschehen mit Veh vom HSV. Van Gaal hat Karenzzeit bis zum Saisonende, ob das der Status Quo bleibt, steht in den Sternen. Zweimal Inter Mailand, zweimal verloren, der Ex-Verein von Boss Rummenigge sorgt für Götterdämmerung in Bayern. Im schlimmsten Fall droht die europäische Zweitklassigkeit namens Euro League. Ob das die hohen Bosse in Kauf nehmen? Oder erlebt Kaiser Franz ein nie erwartetes Comeback? Der Lehmann steht ja auch wieder im Tor.


Ich wusste es von Anfang an. Magath und Schalke, das geht nicht gut und fliegt mit Getöse auseinander. Meine Meinung im Sommer 2010 und ich war der festen Überzeugung, spätestens zum Winter ist die Ära zu Ende. Jetzt haben wir März 2011 und ich lag über ein Jahr daneben. Hätte ich dem Magath nie gegeben. Ein Welle der Glückseligkeit schwappte durch Gelsenkirchen in der letzte Saison. Vizemeister, Champions League, was will das Fußballherz mehr?

Das Viertelfinale ist erreicht, und damit sind sie beste deutsche Mannschaft. Dazu das Pokalfinale und ein Sieg in der Bundesliga am Wochenende, der den Abstand zu den Abstiegsplätzen komfortabel werden lässt.

Magath hat den Umbruch geschafft. Magath hat auch das Projekt Schalke o4 beendet. Unfreiwillig, aber ich habe es ja kommen sehen. Magath ist übrigens unter den HSV Fans der absolute Favorit für die Veh-Nachfolge. Interimstrainer Oenning wird es nicht gerne hören, fühlt sich doch selbst für Höheres berufen. Magath begann seine Profitrainerkarriere übrigens in Hamburg und sie endete, wie sie jetzt in Schalke endete. Mit dem Rauswurf. Das kann Grund sein, es nicht zu probieren. Das kann aber auch Grund sein, diese Scharte auszuwetzen und den Erfolg dort zu suchen, wo er sie als Spieler eine ganze Generation lang hatte.

Angeblich stand HSV Boss Hoffmann im Weg. Hoffmann, der nicht verstand, dass man kein Geld essen kann und das Geld auch keine Tore schießt. Hoffmann wurde von seinen Aufgaben entbunden und endlich, so wirkt es, ist der HSV wieder handlungsfähig. Der Trainer auf Zeit wurde freigesetzt, der Vereinsboss auf Zeit wurde freigesetzt. Einzig der Managerposten bleibt bis Sommer unbesetzt, ansonsten ist Bewegung in den Dinosaurier der Liga gekommen

Ob der Schritt früh genug gekommen ist, muss jetzt die Mannschaft beweisen. Achtmal gilt es, an die Leistungsgrenze zu gehen. Achtmal gilt es, eine verkorkste Saison zumindest halbwegs passabel zu beenden und das momentane Saisonziel 9. Platz zu beerdigen.

Ich verzichte auf einen Blick in die Glaskugel. Die Wahrheit liegt auf dem Platz. Lassen wir uns überraschen.

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