Donnerstag, 30. Oktober 2014

DFB Pokal HSV-Bayern 1:3

Ja, das war ein rauschendes Fußballfest gestern. Der HSV vor ausverkauftem Haus gegen die übermächtigen Bayern.
Fing gut an. Der HSV aggressiv und laufstark. Rechts verteidigte der junge Götz und machte seine Sache gut, immerhin gegen niemand geringeres als Frank Ribery.
In der Defensive begann Jiracek und entgegen meinen Befürchtungen machte er die Sache gut, schied aber nach 18. Minuten aus.
Da war das Spiel aber schon auf den Kopf gestellt. HW4 schaffte es in seiner ureigensten Art, den entscheidenden Fehler zu machen und so liegt der HSV 0:1 zurück. 7. Minute.
Der HSV zwar jetzt verunsichert, fängt sich aber schnell und erarbeitet sich den Respekt zurück. Matti Steinmann kommt für Jiracek und gewinnt direkt die ersten beiden Defensivkopfbälle. Er macht aber auch den entscheidenden Fehler. Nachdem Bayern zu Unrecht Einwurf bekommt, ist die Mitte unbesetzt und den Schuss von Alaba hätte Drobny halten müssen, egal wie schwierig die neuen Bälle sind und wie sehr sie sich drehen.
Egal, das Spiel war durch. Zweite Halbzeit fälscht Djourou noch unhaltbar ab und so steht es 0:3. Am Ende gibt der HSV aber nicht auf und erzielt noch durch Lasogga das 1:3 nach Vorarbeit van der Vaart.

Letztendlich ging man chancenlos unter, wenn man auch lange dagegen hielt. Man sieht aber auch das Grundproblem des HSV. Regelmäßige individuelle Fehler.
Westermann spielt gut und ist zweikampfstark, aber eine Szene wie in der 7. Minute ist immer drin. Ein Abwehrspieler der immer für ein Gegentor gut ist, ist nicht tragbar.
Ein Torwart, der zwar phasenweise Weltklasse hielt, aber einen dreißig Meter Schuss nicht hält, reicht für eine nach oben strebende Mannschaft nicht.
Negativ viel auch auf, das Müller und Lasogga im Zusammenspiel doch sehr viele Defizite hatten. Aber das kann ja im Laufe der Saison noch wachsen.

Aber es gab auch positive Aspekte. Ashton Götz spielte gut und traute sich auch mal was zu, wenn auch noch vieles daneben ging. Matti Steinmann, 19 Jahre, zeigte sein großes Potenzial. Und es sind noch mehr junge Talente da, die nach oben streben.
Und Jiracek, Kacar oder auch Stieber zeigen, das der HSV auch in der Breite Alternativen hat.

Jetzt muss weiter hart an den Fehlern gearbeitet werden und das in allen Mannschaftsteilen. Aber das Ziel, einen einstelligen Tabellenplatz, sehe ich immer noch machbar. Verein und Mannschaft dürfen nur nicht die Nerven verlieren und müssen einfach weiter an sich arbeiten.

Also Jungs, gegen Leverkusen müsst ihr punkten!
 

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