Sonntag, 10. April 2011

Oennings Startbilanz und die Hoffnung auf den Schlussspurt

4 Punkte in 3 Spielen
So lautet die Bilanz für Neutrainer Michael Oenning. In Anbetracht der Tabellensituation eher durchwachsen. Doch betrachten wir es mal genauer.
Das HSV Lazarett ist lange schon geschrumpft und das nutzt Michael Oenning. Prominente Namen rutschten aus dem Kader. Mal Trochowski, mal Jansen, mal Guerro und zuletzt Pitroipa, der noch stärkster Spieler der Hinrunde war.
Für Demel setzte er Diekmeier ein, der bisher gute Noten bekam, auch wenn er nach langer Verletzungspause mit Sicherheit noch ein wenig für seine Topform braucht.

Im Mittelfeld wurde umgestellt und ZeRoberto bekam die Spielmacherposition.
Im ersten Spiel rollte der Express und Köln kam mit 6:2 unter die Räder. Wackler in der Defensive glich die starke Offensive mehr als aus. Ben-Hatira zeigte dort, wozu er fähig ist.
Im zweiten Spiel gab es ein 0:0 gegen Hoffenheim. Eigentlich zu wenig, doch gegen die starke Offensive der Hoffenheimer war eine sichere Defensive wichtig und so sieht man so ein Ergebnis mit einem lachenden und einem weinenden Auge.
Das nächste Heimspiel gegen den Tabellenführer und der HSV spielte stark, soweit man das aus der Zusammenfassung erkennen kann. Verdient bekam man einen Elfmeter und führte. Warum der Hummels keiner Rote Karte bekam, weiß nur der merkwürdige Schiedsrichter. In einem anderen Spiel dieses Tages wurde der Verteidiger vom Platz gestellt. Zwar eine unsinnige Regel, doch hier hätte der Dortmunder vom Platz gemusst.
Umgekehrt bekam Ben-Hatira wegen eines Allerweltfouls die Gelb-Rote Karte. Das hat was von Mädchenfussball.
Der HSV fand leider nicht mehr in der Offensive statt und so war es nur eine Frage der Zeit, bis wann das Gegentor fiel. Die letzte Minute, Jansen zeigte, warum er momentan eher auf der Tribüne als in der Startaufstellung zu finden ist. Er ließ Kuba laufen, der den sehenswerten Gegentreffer erzielte. Der Kommentator war gnädig und sprach von platten Hamburgern. Jansen dagegen sollte nicht platt sein, wurde er doch erst im Laufe der zweiten Halbzeit eingewechselt.
Wie auch immer, insgesamt kann man mit dem Punkt leben.

Drei Punkte Abstand zu Mainz, dazwischen noch Nürnberg, das einen Punkt gegen die Bayern holte. Auch wenn es aus eigener Kraft nicht möglich ist, es ist noch alles drin. Dafür muss allerdings in den kommenden fünf Spielen alles passen.
Nächster Gegner ist Hannover und mit einem Sieg wäre man sogar bis auf 8 Punkte an den Niedersachsen dran.
Drei Spiele hat der HSV ordentlich gespielt, jetzt wird es Zeit für die Schlussoffensive. Gerade am Ende der Saison ist vieles möglich, das haben schon viele Spielzeiten gezeigt. Doch dafür muss vorne das Tor getroffen werden. Die Verfassung des HSV ist auf jeden Fall nicht schlecht und sehen wir mal, ob noch was geht.
Und sollte es nicht so sein, seien wir ehrlich. Nach der 0:6 Klatsche in München hat niemand mit irgendwas noch gerechnet. Also liebe HSV Profis, sorgt doch mal für eine positive Überraschung.

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Ein Hamburger

... war der erste Auswechselspieler der Bundesliga .