Mittwoch, 5. Dezember 2018

Jahresrückblick 2018


Die bisherigen Jahresrückblicke finden sich hier

2017


2018 ist bald schon wieder vorbei und es ist an der Zeit für den alljährlichen Jahresrückblick. 2018 war in allerlei Hinsicht ein produktives Jahr.
 
Fangen wir mit der aktuellsten Neuigkeit an. 2007 habe ich den Vincent Preis in Leben gerufen und bis 2013 durchgeführt, die ersten beiden Jahre alleine, danach mit Elmar Huber, später kamen Markus Solty und Eric Hantsch dazu. 2013 war mein letztes Jahr und ich verabschiedete mich vom Vincent Preis. Leider ergab sich jetzt mit der Zeit, das persönliche und zeitliche Gründe der drei Organisatoren es immer schwerer machten, den Preis fortzuführen und so legten sie zum Bucon ihre Tätigkeit nieder. Ich habe lange mit mir gerungen, mich dann aber entschieden, den Preis erstmal in Eigenregie fortzusetzen. Wer  Lust und Zeit hat zu unterstützen oder den Preis auf Dauer zu übernehmen, kann sich gerne mit mir in Verbindung setzen. Die aktuelle Runde Vincent Preis 2018 ist auf jeden Fall eröffnet und mich unterstützt Markus Solty bei der Auszählung.
 

Als Herausgeber war es ebenfalls ein hochspannendes und intensives Jahr. Zwielicht 11 und Zwielicht 12 sowie Zwielicht Classic 13 und Zwielicht Classic 14 erblickten im Laufe des Jahres das Licht der Welt bzw. bei Zwielicht 12 ist es gerade so mit Ablauf des Jahres. Die beiden Zwielicht Ausgaben sind sehr schön geworden und langsam sieht man auch wieder steigende Käufer- und Leserzahlen. Insgesamt, so muss man sagen, war der Schritt weg von Saphir im Stahl die richtige Entscheidung.
 
Zwielicht Classic wird mittlerweile optisch von den schlichten Bildern des Künstlers Oliver Pflug gestaltet und hat sich als Markenzeichen etabliert und so wurde auch das Bild von Zwielicht Classic 12 dieses Jahr für den Vincent Preis nominiert, ebenso wie das Titelbild Zwielicht10 von Björn Ian Craig. Die Überarbeitung der Kurzgeschichte Wo deine Schuld vergeben ist wurde ebenfalls nominiert und erreichte den 2. Platz.
Die beiden diesjährigen Classic Ausgaben sahen vermehrt Geschichten aus Anfang des 20. Jahrhunderts. Willy Seidel und Friedrich Glauser sind in beiden Ausgaben vertreten und kamen sehr gut an. Franz Kafka in Zwielicht Classic 13 weniger, zu Gustav Meyrinks Geschichte in Zwielicht Classic 14 fehlt noch Feedback.
Feedback gab es zuhauf, da ich die Leserunden auf Lovelybooks fortgesetzt habe und dort werden die Ausgaben fleißig kommentiert, wenn auch manche diese Runden nur nutzen um Bücher abzustauben und dann kommentarlos abtauchen.
Zwielicht Classic 12 ist mittlerweile auf Rang 4 der bestverkauften Classic Ausgaben, allerdings sind mit Zwielicht Classic 13, ZwielichtClassic 10 und Zwielicht Classic 8 auch die drei unbeliebtesten Ausgaben relativ neu.
 
Die Zwielicht Familie bekam Zuwachs. Als erster Sonderband erschien Aileen von Algernon Blackwood, dort wurden  die in Zwielicht erschienen Kurzgeschichten gesammelt und um eine exklusive Übersetzung ergänzt. Abgerundet wurde der Band mit Hintergrundartikeln, die vorher ebenfalls in Zwielicht erschienen sowie einer Veröffentlichungsliste des Autors.
Anlässlich des Vincent Preis veröffentlichten wir mit Zwielicht Single 2 vier Geschichten von Julia Annina Jorges pünktlich zum Marburg Con. Der Band ist noch erhältlich, wird es aber nur temporär sein. Einen weiteren Band von Karin Reddemann titelten wir mit Blutrot die Lippen, blutrotdas Lied, enthält zehn ihrer Geschichten.
 
Auch Fantasyguide präsentiert wurde fortgesetzt. Nachdem 2010, 2013 und 2017 die Ausgaben bei pmachinery erschienen, haben wir den 2018er Band Scherben selbst herausgebracht und planen für 2019 schon den nächsten und sind gespannt, ob diese Kontinuität für einen größeren Leserzuspruch führt. Die Resonanz war bisher recht positiv.
 
Auch mit der eigenen Schreibe ging es vorwärts. Meine Kurzprosa Der gläserne Mann und Der subjektive Mann sowie Der Tag als ich... erschienen in meinem Blog. Meine SF Geschichte She´s so unusual erschien im März im Magazin Nova 25, der letzten Ausgabe bei Amrun und ein rundes Jubiläum. Was will man mehr. Enthalten ist eine Cyberpunk Geschichte mit meiner Heldin She, die damit ihren dritten Auftritt hat.
Drei Geschichten aus der Galactic Pot Healer Bar entstanden zu vollkommen unterschiedlichen Zeiten, erschienen aber quasi im Block. Die dritte der Geschichten, Sommer der Liebe, erschien als erstes im Fantasyguide Buch Scherben und verbindet Hippiekultur und SF, das Ganze auf herbhumorvolle Art und Weise. Holy Pot erschien in dem wunderbaren Bildband Inspiration, herausgegeben von Marianne Labisch, und ist eher feinsinnig humorvoll, dafür rasant unterhaltsam. Die Leserunde war begeistert. Und auch Thomas Harbach in den Andromeda Nachrichten. Im zweiten Band der Alien Reihe von Ellen Norten erschien dann Die Gebeine des PKD. Feedback zur Geschichte steht noch aus, aber es ist ein Crossover aus Märchen, berühmten deutschen Persönlichkeiten und Golden Age SF, da bleibt kein Auge trocken.
Eine weitere Geschichte zur Galactic Pot Healer Bar, Der Tag als Mr. Curry Gott erblickte, ist abgeschickt, aber über ihr Schicksal kann noch nicht abschließend berichtet werden.
 
Ansonsten konnte ich wieder einige interessante Interviews führen, die sich entweder hier oder auf dem Fantasyguide fanden, Leser, die es gedruckt vorziehen, sollten Mitglied des SFCD werden, in deren Vereinsmagazin Andromeda Nachrichten, werden diese ebenfalls abgedruckt.
 
2019 steht voraus und ich hoffe, der Vincent Preis 2018 zeigt ausgezeichnete Ergebnisse. Weiter ist geplant, das Zwielicht 13 das Licht der Welt erblickt, ebenso die fünfte Ausgabe der Reihe Fantasyguide präsentiert. Außerdem habe ich mir vorgenommen, 5 Geschichten zur Galctic Pot Healer Bar zu schreiben. Und das sollte ja zu schaffen sein. Ob es auch eine weitere Geschichte zu Silbermond wird? Lassen wir uns überraschen!


Dieser Blog hat übrigens mittlerweile 275.000 Seitenaufrufe!

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