Der Schund kommt zwangsläufig nach oben

Das sagt Gronkh, der Youtube Star auf Spiegel. Also der unterstützungswürdige Vorsatz, das bessere Fernsehen zu machen, sei misslungen, führt er aus. Der Mehrheitsgeschmack, das was Einschaltquoten (bzw. Clicks) bringt, ist selten etwas Auserlesenes sondern der typische RTL II Durchschnitt.
Ein interessantes Interview.

Im Bereich Literatur ist es ähnlich. Sollte der Digitaldruck oder das E-Book die Literaturszene von den Verlagen emanzipieren und viele interessante und unangepasste Stoffe hervorbringen, ist dies überhaupt nicht gelungen. Es dominieren Liebesschnulzen, Gewalt und Sex, und am besten tausendfach kopiert, Originalität ist in der Masse nicht gewünscht.

Aber immerhin wachsen die Nischen quantitativ. Gab es früher das ein oder andere Genre oder deren Untergenres und man suchte verzweifelt nach Lesestoff, wird man jetzt förmlich von der Masse der Publikationen erschlagen. Das ist prinzipiell gut, schließlich ist man dadurch in der Lage, gezielt zu wählen, was man lesen möchte. Nachteilig ist natürlich der fehlende Filter, der vorab aussortiert. Aber das sind halt zwei Seiten derselben Medaille.

Einzig eines kann man festhalten:  Quantität ist nicht Qualität. Zu deutsch: Nur weil sich etwas gut verkauft, ist es nicht gut. Geschweige denn besonders wertvoll. Und wenn man das Feld nicht vollkommen dem Mob Geschmack überlassen will, sollte man einfach mal laut rufen, wenn einem etwas qualitativ Erwähnenswertes begegnet.

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