W.L. Gebauer - Atomtod für alle (Joe Brand 22)

 

Joe Brand, der rasende Reporter, erschien 1951-52 im Deutscher Reihenbuch Verlag Nowack. Sein Vater ist Chefdetektiv in New York und dessen Abenteuer erschienen erstmals als Leihbuch.


Wie man sehen kann, waren die Verleihregeln streng und man musste 5 Pfennige nachzahlen, wenn man überzog:

Atomtod für alle war das zweiundzwanzigste Abenteuer. Dieser Roman ist als Bastei Kriminalroman 189  erneut veröffentlicht worden:

Insgesamt erschienen fünf Abenteuer im Bastei Kriminalroman, fünf im Silber-Kriminalroman, einer im Franke Kriminalroman und einer im Neuer Kriminal Roman.

Viel über den Autor Walter L. Gebauer fand ich nicht. Geboren ist er 1903, wie das SF-Leihbuch berichtet. Der Autor soll laut dieser Quelle  auch unter Walter Delft schreiben. Er schrieb auch für die Serie John Kling.


Bei einem Raketenversuch, der Physiker Professor Fried hat den entscheidenden Durchbruch geschafft und sechs Raketen erschaffen, die an die deutsche V2 erinnern, passiert ein Unglück. Die Raketen explodieren ungewollt und Fried wird als Verantwortlicher für 20 Jahre nach Alkatraz gebracht, was für den über sechzigjährigen lebenslänglich bedeutet. Dabei ist sich Fried keiner Schuld bewusst. 

Chefinspektor White, der Fried hinter Gitter brachte, taucht überraschend mit weitreichenden Vollmachten in Alkatraz (mit alter Schreibweise k😁) auf und nimmt den Physiker mitsamt dem gestohlenen Schiff "Lorenzo" mit. White ist ein Wahnsinniger in Polizeiuniform, der drei Raketen in seine Gewalt gebracht hat, es sind nämlich damals nur die Hälfte explodiert, die andere hat er an sich gebracht. Er droht die Tochter von Fried zu ermorden, wenn dieser ihm nicht die Flugbahnen berechnet, um Fricso zu bedrohen und vom Staat 20 Millionen Dollar zu erpressen.

Senator Patterson weiß sich nicht anders zu helfen und beauftragt Joe Brand, dem Verbrecher das Handwerk zu legen.

Der Krimi fängt ein wenig bedächtig mit der Entführung der "Lorenzo" an und fast fühlt man sich in ein deutsches Beamtenwesen versetzt. Schnell nimmt der Roman aber Fahrt auf. Gebauer philosophiert immer wieder, in dem er Gesrpäche zwischen Fried und White bringt, um die fehlende Moral des Chefinspektors und seinen grassierenden Größenwahn zu charakterisieren. Der Roman selbst ist für 1953 hart, kommpromisslos und spannend und liest sich heute noch sehr gut, auch wenn es sich im Mittelteil ein wenig zieht. Das Ende kommt dann ein wenig aprupt. Aber irgendwie auch folgerichtig. Der Held und Antiheld, Fried und White, im tödlichen Duell. 

Bisher erst mein zweiter Joe Brand. Aber auch Carrigan kassiert war lesenswert.

Ansonsten habe ich vom Autor die John Kling Romane Der Zauber-Spiegel und Die Teufelsmachine gelesen.


Kurz-Rezensionen


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