Freitag, 20. März 2020

Claude Klotz - Der Vampir von Paris

Der Vampir von Paris erschien 1975 bei Ullstein. Der Roman wurde als Vorlage für den Film Die Herren Dracula mit Christopher Lee verwendet. Der Film spielt aber in London.

Das Buch ist z.B. bei Amazon (gebraucht) erhältlich.
Ursprünglich erschien der Roman 1974 als Paris-Vampire. Autor ist Claude Klotz, hinter dem Namen verbirgt sich Patrick Cauvin.




Inhalt:
Herminie fährt zusammen. Das Geräusch dröhnt noch weiter an diesem unheimlichen Ort. Es kommt von unten, ist ein unterirdisches Geräusch; irgendwo hat irgend jemand oder irgend etwas eine riesige verrostete Tür zugemacht. Immer noch dieser Lärm unter ihr, als käme er aus einer hallenden Krypta. Ein Schritt. Ein Schritt nähert sich; jemand geht. Auf sie zu. Der Gong ihres Herzens schlägt im Rhythmus der Schritte. Herminies Hände fassen an ihren Hals, während ihre Knie die Bodenfliesen berühren. Ohne daß sich auch nur ein Hauch bemerkbar gemacht hätte, sind die Fackeln erloschen. In einer Wolke rötlichen Dampfes ist eben der Herr des Hauses erschienen.

Ferdinand, der 1719 geboren wurde, ist das Kind von Herminie und dem Grafen Dracula. Herminie stirbt zwei Jahre nach seiner Geburt und so wächst das Kind ohne Mutter auf.
1972, Dracula klagt über Karies und sieht sein Ende kommen und so siedelt Ferdinand nach Paris und übernimmt einen schlecht bezahlten Job als Nachtwächter, da er ja tagsüber schlafen muss. Frierend fährt er mit dem Fahrrad nachts durch die leeren Straßen Paris.

Er ist kein typischer Vampir, eher ängstlich, noch Jungfrau und ein sanfter Geselle. Als er eine Hure aufsucht, um ihr Blut zu trinken, wird er zwar entjungfert, verzichtet auf das Blut. Stattdessen trifft er auf Genevieve und verliebt sich.
Der Vater, Dracula, sucht ihn auf und fordert ihn auf, eine Dynastie des Schreckens zu errichten, doch selbst dabei versagt er.
Zitat:
Brennender Zorn stieg in ihm hoch, und mit den Gesichtern Lenins und Draculas im Herzen stürzte er sich auf den doppelt verfluchten Gegner...
Sie rissen ihn (Ferdinand) hoch und ohne mit den Füßen ein einziges Mal den Boden zu berühren, schoss er durch das Zimmer und flog die Treppe hinunter.

Wer lustige Vampirgeschichten mag und einen Trottel als Sohn des Obervampirs, der ist mit dem Roman gut bedient. Es sind auch nur 127 Seiten. Aber empfehlenswert ist der Roman wirklich nicht. Eher ein amüsantes Zeitdokument.

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