Donnerstag, 12. März 2020

Lisa Sandlin - Delpha Wade und Tom Phelan

Lisa Sandlin, geboren in Beaumont, Texas, lehrte lange Zeit in Omaha, Nebraska, lebt und arbeitet heute in Santa Fe, New Mexico. Für ihre Kurzgeschichten genießt sie höchstes literarisches Renommee und wurde vielfach ausgezeichnet. Für ihren ersten Roman, Ein Job für Delpha  (st 4779), erhielt sie den Shamus Award und den Hammett Award.

Ein Job für Delpha war ein großartiges Debüt. Delpha ist eine ganz besondere Frau und wie sie sich durch den Mief des Texas der 70er Jahre durchschlägt, das ist liebenswert, teilweise furchterregend und auf jeden Fall spannend und mitreißend. 

Unbedingt empfehlenswert.

Family Business ist da ein wenig anderes. Wer erwartet, dass ein Texas Western immer besonders hart und kompromisslos sein muss, wird hier enttäuscht sein. Die Geschichte wird da weiter erzählt wo Ein Job für Delpha  für Delpha aufhört. Phelan Investigantions bekommt mehrere Aufträge, der erste handelt davon, einen verschwundenen Bruder wieder zu finden. Tom Phelan und Delpha Wade merken schnell, da ist was faul, sind sich aber nicht sicher, wem nicht zu trauen ist. Dem gesuchten Bruder oder dem Auftraggeber.

Family Business  erzählt von drei verschiedenen Fällen. Neben dem Hauptfall gibt es eine Diebstahlserie; eine besorgte Ehefrau, die ihren Mann auf Abwegen sieht und der Marihuana schmuggelt; Delpha trifft auf das Mädchen Aileen, das wie in der gleichnamige Geschichte von Algernon Blackwood den Blick in eine andere Welt hat und auch einen entscheidenden Hinweis zur Lösung des Falls beiträgt.
Family Business ist sehr ruhig und auch ein wenig bieder erzählt, fast schon ein wenig zu bedächtig, zu kleinstädtig. Aber am Ende, wenn man die ganze Grausamkeit im Licht betrachtet und erkennt, dass auch alte Menschen böse bleiben und nicht auf Grund ihres Alters geschützt werden sollten, ist das etwas, das einem scho die Tränen in die Augen treiben kann.
Family Business wird nicht mein Lieblingsbuch, aber eine dritte Geschichte der beiden Ermittler werde ich auf jeden Fall wieder zur Hand nehmen und vergebe für das Buch am Ende ein gute Note.



Hier die Info zu den beiden Büchern:

Beaumont, Texas, Golfküste, 1973. Delpha Wade kommt nach vierzehn Jahren Knast anscheinend zufällig in die Kleinstadt und versucht, wieder Fuß im bürgerlichen Leben zu fassen. Mit viel Chuzpe und kreativer Energie ergattert sie sich die Stelle als Sekretärin bei dem jungen Privatdetektiv Tom Phelan, der nicht unbedingt die hellste Leuchte ist, aber hartnäckig und sympathisch.


Das Duo stolpert bald über ein Komplott in der Ölindustrie, von der die Gegend wirtschaftlich dominiert wird, und bekommt es mit einem üblen Killer zu tun. Außerdem begegnet Delpha dem Mann wieder, der sie einst ins Gefängnis gebracht hatte. Wird sie sich rächen? Ja, aber auf keinen Fall so, wie man denken mag …
Leseprobe

Beaumont, Texas, Golfküste, Mitte der Siebziger. Die junge Privatdetektei »Phelan Investigations« ist dringend auf Aufträge angewiesen, und seien sie noch so seltsam und schwierig. Für einen Klienten, der anonym bleiben will, sollen Delpha Wade und ihr Boss Tom Phelan seinen lange verschollenen Bruder finden. Ein einfacher Fall von Familienzusammenführung? Falsch. Je tiefer die beiden graben, desto undurchsichtiger und mysteriöser wird die Affäre. Nur eines ist klar: Einer der Brüder scheint ein ziemlich übler Killer zu sein. Aber welcher von beiden? Nur gut, dass zu Delphas besten Eigenschaften ihre Sensibilität zählt – und deswegen hört sie einem jungen Mädchen ganz genau zu. Denn dieses Mädchen kann den Menschen ganz tief ins Herz schauen, selbst ins schwärzeste.
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