Dienstag, 28. April 2020

Michael von Zoorn - Der Mann, der aus dem Denkmal kam (Bastei Kriminal-Roman 411)



Michael van Zoorn Die Burg der Zauberer erschien mehrmals. Ursprünglich 1938 als Band 178 der Reihe John Klings Erinnerungen, so steht es dort auf der Seite. Ob das stimmt kann leider nicht verifiziert werden, da sich im Netz widersprüchliche Aussagen finden. Unter welchem Autorennamen der Band erschien ist unklar. Hinter dem Pseudonym steckt Hans Geisler (1910-1993).
Im Leihbuch erschien er dann in der Reihe Atomabenteuer Band 12 im Jahr 1956.




Der weltberühmte Detektiv John Payne und sein Partner Alan Baxter machen Urlaub im schottischen Stirling. Auf dem Weg dahin begegnen ihnen zwei seltsame Gestalten. Einer von ihnen sieht alt und jung zugleich aus und zeigt ungeahnte Kräfte. Der Alte behauptet siebenundzwanzig Jahre in die Lehre des Teufels gegangen zu sein.
Die beiden fahren weiter, erreichen ihren Gasthof und treffen bei einem Spaziergang auf Nelly Dorrington, die ihren Vater sucht.
Die beiden versprechen, ihr zu helfen und steigen am nächsten Morgen hoch zur Burnets Castle, doch entdecken sie dort den Grund für die Spukgerüchte und das Verschwinden Professor Dorringtons.
In den Felsen haben Wissenschaftler ein geheimes Labatorium gebaut. Unter der Leitung des verkrüppelten Zwergs Mr. Harrit, einem außerordentlich intelligenten Wissenschaftler, hat sich eine Gruppe mehr oder minder freiwillig zusammen getan um zu forschen. Wer sie entdeckt wird zum Mitmachen gezwungen oder mittels eines tibetanischen Hypnotiseurs von seinem Wissen befreit und weit weg abgesetzt.

Unsichtbarkeitsstrahlen, Mittel, die den Schlaf überflüssig machen und Lampen, die einem Kraft und Jugend verleihen, der Roman hat all die utopischen Elemente, die damals on vogue waren. 
Der leitende Wissenschaftler schwankt zwischen Genialität und Wahnsinn, zwischen Menschlichkeit und purem Bösen. Held Payne kämpft mit Starktromkabeln gegen Tiger, bezwingt den Hypnotiseur mit gleichen Mitteln.

Ein unheimlicher SF-Abenteuer Krimi, der in seinem Genremix gewagt ist und heutzutage ein wenig angestaubt wirkt, aber die heitere Atmosphäre der 30er Jahre in die Gegenwart transportiert. Man mag nicht glauben, dass dieser Roman in Nazideutschland erschienen ist.
Definitiv wundern darf man sich, das er im Bastei Kriminal-Roman nachgedruckt wurde. Es war auf jeden Fall wohl der einzige Roman des Autors, wobei man das bei der Anzahl an verschiedenen Pseudonymen nicht genau sagen kann.

Ein weiteres Abenteuer mit Payne und Baxter findet sich z.B. hier.

Schön die Werbung für weitere Bastei Reihen:


Im Filmteil zeigt sich, wie heute ist China im Mittelpunkt des Interesses:



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