Samstag, 18. April 2020

Ray Benton - Perfekter Mord mit kleinen Fehlern (Bastei Kriminal-Roman 216)


Ray Benton ist ein One-Hit-Wonder im Bastei-Kriminalroman. Der einzige Roman unter diesem Pseudonym. Der Stil erinnert ein wenig an 161 H. Wente - Das Doppelleben des John Parker und 424 Benny Brain - 12 Stunden bis zum Todesstuhl (Benny Brain 1), ist sehr flapsig, aber auch unterhaltsam. Ob sich H.Wente und damit evtl. Viola Larsen dahinter verbirgt, wird wohl niemals zu verifizieren sein.


Der Roman spielt in Los Angeles. Der Fall ist schnell erzählt und wird auf der Einleitungsseite auch schön zusammen gefasst. Jeff Brooker hat Streit mit seiner Verlobten (eine Verlobung scheint der Mann zu bestimmen, die Frau wird wohl nicht gefragt) Dinah Cross und als sie ein Rendezvous bittet, fährt er hin und wird niedergeschlagen. Sauer kehrte er nach Hause zurück, dort ist seine Pensionswirtin ermordet worden. Er wird als Mörder verhaftet. Ein Motiv steht fest: Er hat einen Wechsel über 15.000 Dollar bei Miß Higgins und ihn schon zweimal verlängern lassen und eine Drohbrief der Dame belastet ihn zusätzlich.
Brooker flieht und ermittelt selbst. Er wird fast Opfer eines Mordanschlags und auf der Suche nach dem Mörder ist der Weg mit weiteren Opfern gepflastert.

Die Auflösung, und es sind viele Verdächtige am Start, ist dann die Unwahrscheinlichste und fast will man das Heft in die Ecke pfeffern.
Aber insgesamt ist der Roman sehr unterhaltsam und so legt man den Roman mit einem befriedigten Lächeln zur Seite.

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