Montag, 11. Mai 2020

James Falker - Mord auf dem Atom-U-Boot (Bastei Kriminal-Roman 132)



Mike Lester erblickte mit Bastei Kriminal-Roman  111 Der silbergraue Kalender das Licht der Welt und begleitete die Reihe bis zum Ende. Als Band 852 erschien mit Duell der Öl-Banditen Abenteuer Nummer 104.
Fünf Mike Lester habe ich bisher gelesen:
185 Todesstrahlen ZY 19 (Mike Lester 13)
200 Mörder, Mondschiff und Mike Lester (Mike Lester 16)


Mord auf dem Atom-U-Boot (Bastei Kriminal-Roman 132) ist  und das sechste Mike Lester Abenteuer.

Station 9 ist der wichtigste amerikanische Kriegshafen und dort steht die Einweihung des Atom-U-Boots Nautilus bevor. Mike Leser vertritt die Spionageabwehr und kommt sozusagen zur richtigen Zeit.
Wie immer bei Mike Lester geht es um die großen und kleinen Dinge. Neben kleinen Gangstern und  ehrgeizigen Zeitungsleuten geht es um auf Blutrache sinnende Japaner. Marihuanaschmuggel, Reporter inkognito und der Blitz von Hiroshima sind die Zutaten des spannenden Romans, der einer der besten mit Mike Lester ist. 
Allerdings gibt es auch einiges, was man kritisieren kann bzw. genauer unter die Lupe nehmen sollte.

Ein Süchtiger ist das Eintrittstor in das Unterseeboot. Ob man von Marihuana wie im Roman geschildert, so süchtig wird, das man es kaum ohne aushalten kann, darf zumindest bezweifelt werden.
Ein Probemannöver, bei dem mit atombestückten Torpedos geübt wird, scheint zumindest in Zeiten, als das Bikini-Atoll verdampft wurde, möglich.
Die Lösung, das die beiden Helden sich eine Art Taucherritterrüstung bauen lassen, hat zumindest einen gewissen Charme. 
Die Zielsteuerung der Torpedos erinnert in der Schilderung an einer Künstlichen Intelligenz und die Angst vor der maschinellen Macht ist damals wie heute ungebrochen.
Zitat: Und etwas wie Grauen kriecht in ihnen hoch, die einen aussichtslosen Kampf gegen das Metalgehirn in der Spitze des Torpedos kämpfen.
 Auch die Sucht nach aktuellen Neuigkeiten ist damals schon groß. Was heute der Liveticker ist, ist im Roman die Extraausgabe, die weggeht wie warme Semmeln.

Spannender Roman, die Übertreibungen nehmen wir schmunzelnd in Kauf.

Im Roman findet sich Werbung für den Film Vera Cruz mit Gary Cooper und Burt Lancester im damals neuen Breitbandverfahren SuperScope fotografierten Farbfilm.
Herrlich!



Hinter dem Pseudonym James Falker steckt der Autor Heinz Werner Höber.

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